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Vom Monolog zum Dialog: Greenpeace startet Social Network

Mit einem eigenen Social Network will die Umwelt-Organisation Greenpeace jüngere Menschen über das Web erreichen. Bisher ist der deutsche Ableger der Organisation mit einer eher kargen Homepage im Internet vertreten.

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Die Textversion der Site macht einen aufgeräumten Eindruck. Quelle: Handelsblatt
Die Textversion der Site macht einen aufgeräumten Eindruck. Quelle: Handelsblatt

HAMBURG. Die Umwelt-Organisation Greenpeace will ein eigenes Social Network starten. Das kündigte Roland Hipp, als Geschäftsführer für Kampagnen zuständig, im Rahmen des Web-Kongresses Next09 in Hamburg an. Greenaction heißt die Plattform, die ab Donnerstag im geschlossenen Teststatus online gehen soll. Im Juni soll sie dann geöffnet werden.

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„Es reicht heute nicht mehr, nur Informationen zu liefern“, sagte Hipp dem Handelsblatt: „Wir wollen vom Monolog zum Dialog.“ Die Testversion der Seite macht einen aufgeräumten Eindruck. Wie üblich bei Social Networks können sich die Nutzer untereinander vernetzen und miteinander kommunizieren.

Hipp hofft, dass sich künftig vor allem die Organisation von Aktionen verändert: „Häufig heißt es: Es wurden soundsoviele Unterschriften gesammelt – aber wer die Idee dazu hatte, wird vergessen. Wir wollen den Kampagnen ein Gesicht geben.“ Dazu können Aktionen auf der Seite auf Blog-Basis dokumentiert werden, ebenso können Fotos eingestellt und Videos von anderen Plattformen eingebunden werden. Außerdem werden Instrumente geliefert, um bei anderen Web-Seiten auf Greenaction hinzuweisen.

Das Besondere: Das Netzwerk soll explizit allen Arten von Aktivisten und Organisation offen stehen. Greenpeace hofft, so Initiativen miteinander in Kontakt zu bringen, die bisher nichts voneinander wussten.

Vor rund zwei Jahren hatte Hipp schon einmal versucht, Web-Ideen zu generieren. Damals schipperte Greenpeace eine Gruppe Weblog-Autoren auf Schlauchbooten durch den Hamburger Hafen, um von ihnen anschließend Rat in Sachen Online zu bekommen.

Seitdem aber ist wenig passiert. Bisher ist der deutsche Ableger der Organisation mit einer eher kargen Homepage im Internet vertreten. Auf Facebook versammelt sie eher dürftige 1060 Fans auf ihrer Seite, bei Myspace sind es keine 900 Kontakte. Am erfolgreichsten ist Greenpeace Deutschland noch auf Twitter: Hier lesen über 2100 Nutzer die Kurznachrichten aus Hamburg.

„Greenpeace ist eine große Organisation. Deshalb dauert es manchmal etwas länger, bis wir uns entscheiden, in was wir unsere Fördergelder investieren“, erklärt Hipp. Vor allem jüngere Menschen sollen über das Web erreichte werden: „Unsere Vision ist ein politischeres Internet.“ Was im Netz passieren kann, wenn Menschen politisch aktiv werden, zeigte sich in den Minuten, da Hipp auf der Next09 sprach: Da überschritt die Zahl der Unterzeichner einer Petition gegen die Internet-Sperren, die das Familienministerium durchsetzen will, die Marke von 30 000 Unterstützern – nach nur zwei Tagen.

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