Das kostet den Energieversorger insgesamt rund drei Milliarden Euro. "Wir stellen uns den Herausforderungen, die der Ausbau der Windenergieerzeugung, der Zubau von Kraftwerken und der intensive europaweite Stromhandel an unser Netz stellen", verspricht Klaus Kleinekorte, Geschäftsführer der RWE
-Sparte
Transportnetz Strom. Insgesamt rechnet die Stromwirtschaft mit einem Investitionsbedarf in die Hochspannungsnetze von 16 Milliarden Euro.
Am Ende zahlt der Stromkunde die Zeche, wie die Deutsche Energie-Agentur (dena) zeigt: Für die privaten Haushalte betragen die Kosten für den weiteren Ausbau der Windenergie im Jahr 2015 bis zu 0,49 Cent pro Kilowattstunde. Das belastet einen durchschnittlichen Haushalt jährlich immerhin mit 20 Euro.
Wohl dem, der ein paar Solarzellen auf dem Dach hat. Die hohen Subventionen für Solarenergie, die die Stromkosten immer schneller in die Höhe treiben, helfen dann beim Kostensparen. Durch Kredite der KfW -Bankengruppe mit einer Laufzeit von bis zu 20 Jahren, einem Zinssatz von weniger als fünf Prozent und einer 20 Jahre gültigen Abnahmeverpflichtung des erzeugten Stroms zu einem Kilowattstundenpreis von fast 47 Cent lässt sich beispielsweise ein Zwei-Kilowatt-Kleinkraftwerk mit Investitionskosten von deutlich weniger als 10 000 Euro locker finanzieren. Es springt für den Hausbesitzer sogar noch ein Gewinn heraus.
Noch größere Einsparungen lassen sich bei Heizwärme und der Warmwasserbereitung erzielen. Moderne Brennwertanlagen, in denen die erzeugte Wärme so gut genutzt wird, dass im Schornstein nur noch ein laues Lüftchen ankommt, verbrauchen bis zu 40 Prozent weniger Brennstoff. Zusätzliche Solarkollektoren, die den Heizungskessel entlasten und einen großen Teil der Erwärmung von Brauchwasser übernehmen, reduzieren den Verbrauch zusätzlich. Die Investition ist allerdings so hoch, dass sie sich nur lohnt, wenn die Energiekosten noch deutlicher steigen.
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