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01.03.2008 

Wer es bequem und die jeweils beste Lösung haben will, setzt auf Contracting-Unternehmen wie Hochtief Energy Management in Essen oder Infra Fürth. Sie optimieren die Versorgung in großindustriellen Anlagen (Hochtief) oder bei Hausbesitzern (Infra, allerdings nur im eigenen Gebiet) und tauschen beispielsweise eine wenig effiziente Heizung gegen moderne Systeme aus. Die Investitionskosten werden ganz oder großenteils durch die erzielten Einsparungen finanziert. Von nachträglicher Wärmedämmung halten die Unternehmen wenig. "Die Amortisationszeiten sind zu hoch", sagt Jobst Klien, Geschäftsführer von Hochtief Energy Management.

Viel lieber setzen sie klassische Energien wie Erdgas und Öl ein, weil sich so günstigere Amortisationszeiten ergeben als bei erneuerbaren Energien - zumindest bei den aktuellen Preisen (siehe Seite 102). Wobei es durchaus Ausnahmen gibt. Die Betreiber des Klinikums Augsburg, das Hochtief mit einer neuen Energieanlage ausgestattet hat, bestand darauf, statt Gas oder Öl Holzpellets zu verfeuern. Trotz der höheren Investitionskosten und der deutlichen Preissteigerungen bei Pellets reduzieren sich die Kosten so bis 2017 um insgesamt 2,6 Millionen Euro.

Kostensenkungen im Bereich von 20 Prozent erzielt der größte deutsche Reifenhersteller Continental. Er ließ eine neue Anlage zur Versorgung seines Werks in Hannover-Stöcken mit Dampf, Wärme, Kälte und Wasser von Hochtief konzipieren und realisieren. Allein der Wasserverbrauch sank durch Mehrfachnutzung von mehr als zwei aufeine halbe Million Kubikmeter.

Dem Troparium in Hagenbecks Tierpark in Hamburg, das im vergangenen Jahr nach umfangreicher Sanierung wiedereröffnet wurde, verhalf Hochtief sogar zu einer besonders raffinierten Energieversorgung. Es galt, die Bedürfnisse der Wasserlebewesen nach Wärme mit denen der Besucher nach Klimakälte zu vereinen. Die Wärme, die die Besucher schwitzen ließ, musste also nur abgesaugt und in die großzügig dimensionierten Aquarien umgeleitet werden. Das gelang mit einem einzigen Gerät, einer Wärmepumpe, die wie ein Kühlschrank auf der einen Seite Wärme und auf der anderen Seite Kälte erzeugt.

Auf die Idee muss man erst einmal kommen.

Quelle: Wirtschaftswoche

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