Die Grundfragen, die noch zu klären sind, sind nach Heithoffs Worten die Konstruktion des Wärmespeichers und die Entwicklung der Luftturbine. Zudem müssten geeignete Felder zum Speichern der Druckluft gesucht werden. „Das sind aber Probleme, die gelöst werden können“, zeigt er sich zuversichtlich. RWE und General Electric wollen für ihr Druckluft-Speicherkraftwerk bis Ende 2008 eine Machbarkeitsstudie erstellen und planen für 2012 den Bau einer Demonstrationsanlage.
Es gibt zwar auch andere Möglichkeiten zur Speicherung von Strom, aber die Druckluft-Speichertechnik ist diejenige, die am meisten Erfolg verspricht – zumindest für elektrische Energie aus Windkraftanlagen.
Die klassischen Pumpspeicherkraftwerke scheiden schlicht aus geographischen Gründen aus. Hierbei wird überschüssiger Strom genutzt, um Wasser aus einem Tal in einen höher gelegenen Stausee zu pumpen. Bei Strombedarf kann es wieder abgelassen werden. Der Windstrom der Offshoreparks müsste dafür aber über große Entfernungen in Mittelgebirge transportiert werden, wo die lukrativsten Standorte inzwischen ohnehin schon genutzt werden.
Batterien sind eher für kleine Mengen geeignet, werden bisher nur für mobile Zwecke genutzt. Der Eon-Konzern, der die Forschung nach Speichertechniken mit Millionensummen fördert, baut zur Zeit an einer Riesenbatterie, um Wind- oder Solarstrom zu speichern. Der Akku wird in Technologiezentrum von Eons britischer Tochter in Nottingham entwickelt. Der Prototyp soll auch schon im Herbst 2009 einsatzbereit sein. Die Batterie dürfte aber nur für die Abfederung kleinerer Mengen vor Ort praktikabel sein.
Der Prototyp wird eine Größe von vier Lastwagencontainern haben, aber nur auf eine elektrische Leistung von einem Megawatt kommen. Zum Vergleich: Bei Druckluft-Speicherkraftwerken wird eine Kapazität von mehreren hundert Megawatt angestrebt.

