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19.03.2008 
Geothermie

Heizwärme aus dem Vorgarten

von Kathleen Spilok

Während sich die Energiegewinnung aus Erdwärme in großem Maßstab erst langsam etabliert, ist sie für Häuslebauer ein großes Thema. Die Nachfrage boomt gewaltig. Die umweltfreundliche Technik wird inzwischen auf jeder Energie- und Hausmesse angeboten.

Die Energie aus der Erde kann nicht nur zum Heizen genutzt werden. Foto: ArchivLupe

Die Energie aus der Erde kann nicht nur zum Heizen genutzt werden. Foto: Archiv

STUTTGART. Der Bundesverband Geothermie hat errechnet, dass im vergangenen Jahr 60 Prozent aller Neubauten mit Erdwärmeheizungen ausgestattet wurden. Aber auch für öffentliche Gebäude ist die alternative Heiztechnik interessant. Reichstag, Umweltbundesamt, Universitäten, Polizeigebäude, Banken schmücken sich mit Ökowärme aus dem Boden. Auch der Flughafen Schönefeld soll demnächst über ein Pfahlsystem in der Erde klimatisiert werden.

Vor kurzem hat sogar der mittelalterliche Dom in Osnabrück eine absolut neuzeitliche Erdwärmeheizung bekommen. Sie speist sich aus oberflächennaher Geothermie. "Mit der neuen Heizanlage möchten wir einen Beitrag zum Klimaschutz und damit zur Bewahrung der Schöpfung leisten", erläutert Domdekan Heinrich Plock den Entschluss, in die regenerative Energie zu investieren.


Tabelle  Infografik: Wärmequelle Erdreich


Die Sonden in ein bis zwei Metern Tiefe sind schnell gesetzt, das System flott zum Laufen gebracht. Aber das geht nicht ohne Wärmepumpen, deren Absatz steigt rasant. Die im Boden oder im Grundwasser gespeicherte Wärme besitzt ein Temperaturniveau, das angehoben werden muss, um tatsächlich damit zu heizen oder Warmwasser in den Haushalt zu bringen.

Wie gut die Wärmepumpe dabei ist, zeigt die Jahresarbeitszahl, von der hängt auch die Förderung über das Marktanreizprogramm zu Gunsten erneuerbarer Energien ab. Je höher die Arbeitszahl desto größer ist zudem die CO2-Einsparungen und damit der Effekt für den Klimaschutz.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Eine Unbekannte bleibt

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