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01.10.2007 
RWE Power

Pilotanlage entfernt CO2 aus Kohlekraftwerk

Der Energiekonzern RWE Power will bis 2020 CO2-freie Kohlekraftwerke bauen. Um dieses Ziel zu erreichen, will der Stromerzeuger zusammen mit dem Chemieriesen BASF und dem Gasehersteller Linde Group neue Verfahren zur Abtrennung des Umweltgases aus Verbrennungsabgasen der Kohlekraftwerken entwickeln.

HB DÜSSELDORF. Wie die Firmen mitteilten, bauen sie dazu eine Pilotanlage am Braunkohlekraftwerk Niederaußem der RWE, in dem neuentwickelte Techniken und Flüssigkeiten von BASF zur Abtrennung von CO2 erprobt werden. Linde ist für das Engineering und den Bau der Pilotanlage zuständig.

In der geplanten Pilotanlage sollen neue Lösemittel im Langzeittest untersucht werden, um die technischen Abläufe der CO2-Abtrennung zu optimieren. Ziel ist es, die sogenannte CO2-Wäsche in Braunkohlenkraftwerken bis 2020 kommerziell einsetzbar zu machen, erläuterte Johannes Lambertz, Vorstand der RWE Power. Auf Grundlage dieser Technik könnten dann mehr als 90 Prozent des Kohlendioxids aus den Verbrennungsabgasen eines Kraftwerks entfernt und unterirdisch gespeichert werden.

Nach erfolgreichen Pilotversuchen soll 2010 über eine nachfolgende Demonstrationsanlage entschieden werden. Mit ihrem Betrieb soll der Weg in die Kommerzialisierung dieses Verfahrens abgesichert werden. Für das gesamte Entwicklungsprojekt mit Errichtung und Betrieb der Pilot- und der Demonstrationsanlage hat RWE Power ein Budget von rund 80 Millionen Euro eingeplant.

Parallel zur CO2-Wäsche entwickelt der Stromkonzern alternative Verfahren, um das Kohlendioxid aus den Abgasen zu entfernen. Dazu gehört auch ein CO2-freies Kohlekraftwerk, bei dem Transport und Speicherung des Kohlendioxids auf Basis des sogenannten Integrated-Gasification-Combined-Cycle (IGCC)-Verfahrens erfolgt. Hierbei wird das CO2 direkt unterirdisch abgespeichert. Die Inbetriebnahme dieser großtechnischen 450-Megawatt-Anlage soll laut dem Stromversorger 2014 erfolgen. Ein Standort hierfür stehe noch nicht fest.

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