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04.01.2008 

Erst kürzlich sicherte sich das kleine Unternehmen einen Großauftrag. Die Deutschen werden den chinesischen Hausgerätehersteller Midea aus der südchinesischen Provinz Guangdong mit sogenannten Ultrafiltrationsmodulen beliefern. Diese baut Midea in Wasserfilter ein, die an die zentralen Hauswasserzuleitungen von Wohnblöcken und Häusern angeschlossen werden. Die Bewohner haben dadurch im ganzen Haus sauberes Trinkwasser. Das Auftragsvolumen mit Midea liegt bei über einer Million Euro und wird nach Schätzungen von Midea in den nächsten Jahren auf etwa acht Millionen Euro steigen.

Die Auftragslage in China könnte für deutsche Anbieter wie Inge, Nordex oder AU+T kaum besser sein. Die deutsche Umweltindustrie ist die stärkste der Welt, sie liegt mit knapp 17 Prozent Weltmarktanteil vor den USA und Japan. Im Jahr 2005 verkaufte Deutschland weltweit Umweltschutztechnik für insgesamt rund 60 Milliarden Euro. Rund vier Prozent des Gesamtumsatzes der deutschen Industrie entfallen auf die Umweltbranche. Dieser Anteil dürfte Schätzungen zufolge bis zum Jahr 2030 auf 16 Prozent steigen. „Mit der Umweltindustrie bildet sich eine neue Leitindustrie heraus, die die klassischen Branchen wie den Maschinenbau oder den Fahrzeugbau mittelfristig überflügeln wird“, prophezeit der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Matthias Machnig.

Vor allem in Sachen Umwelteffizienz ist Deutschland im internationalen Vergleich gut positioniert. Nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln gehört die Bundesrepublik zu den Ländern mit der höchsten Effizienz. Nur 6 von 30 untersuchten Industrieländern verbrauchen weniger Ressourcen für ein vergleichbares Wirtschaftswachstum. Dazu zählen Irland, die Schweiz und Dänemark. Die USA oder Kanada hingegen landeten auf den Plätzen 23 und 27.

Deutschland sei es in den vergangenen Jahrzehnten gelungen, Wirtschaftswachstum und den Verbrauch von Umweltressourcen zu entkoppeln, zieht IW-Experte Hubertus Bardt Bilanz und verheißt für die Zukunft: „Die Technik, mit der Deutschland diese Effizienz erreicht, hat das Zeug zum Exportschlager.“

Lesen Sie weiter auf Seite 4: Unternehmen profitieren von steigendem Energiebedarf.

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