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Aus für die Gen-Kartoffel: Unvernunft triumphiert in der Gentechnik-Frage

Die Pflanzen-Biotechnik zieht sich aus Deutschland zurück. Gegner der Grünen Gentechnik haben sich mit irrationalen Argumenten durchgesetzt. Ein Kommentar.

BASF stoppt den Verkauf und die Entwicklung gentechnisch veränderter Kartoffeln wie Amflora. Quelle: dpa
BASF stoppt den Verkauf und die Entwicklung gentechnisch veränderter Kartoffeln wie Amflora. Quelle: dpa

BerlinEs war ein Kampf, der für BASF nicht zu gewinnen war. Das Unternehmen hat lange versucht, gentechnisch veränderte Pflanzen auf dem europäischen Markt durchzusetzen. Aber die Gegner der Pflanzen-Biotechnik waren mächtiger. Nun ist die Saat der Angst aufgegangen. BASF zieht die Notbremse und lagert die Sparte dahin aus, wo die grüne Gentechnik Zukunft hat: nach Amerika. Nur an wenigen Stellen werden hierzulande noch transgene Pflanzen angebaut. Bald ist der deutsche Acker genfrei, Greenpeace und Foodwatch sei Dank, die böse Biotechnik mit Stumpf und Stiel ausgerottet oder vertrieben.

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In der Kampagne gegen die Grüne Gentechnik haben nicht Argumente gesiegt, sondern eine irrationale Technik- und Wissenschaftsfeindlichkeit. Es ist nicht ohne Ironie, dass die Pflanzen-Biotechnik gerade in dem Land auf die größte Ablehnung trifft, in dem sie einst entwickelt wurde, nämlich am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln.

Die Methode ermöglicht es, Pflanzen mit erwünschten Eigenschaften rascher und zielgerichteter als mit herkömmlichen Verfahren zu erzeugen. Pflanzen, die mehr und bessere Erträge bringen, die Schädlingen, Hitze, Trockenheit oder Salz trotzen. In einem übersättigten Land wie Deutschland mag das überflüssig klingen. Aber jeden Tag wächst die Weltbevölkerung um 200.000 Menschen, und der Klimawandel bringt immense Herausforderungen. Die Pflanzen-Biotechnik ist ein wichtiges Instrument, um die Zukunft zu meistern. Bei der Pflanzenzucht brauchen wir nicht weniger, sondern mehr Wissenschaft.

  • 21.01.2012, 17:55 UhrAnonymer Benutzer: karlosdallos

    BASF kann von mir aus die AMIs auch direkt mit Amflora kreuzen.

    Im Land, in dem 10 Jährige an Altersdiabethes leiden,
    ist eh Potential für Chemie und Pharma.

    Strong Buy

  • 20.01.2012, 20:06 UhrAnonymer Benutzer: testy

    Die Welt ist mittlerweile so kaputt, dass leute wie "fgmvogel" als social media redakteur bei basf, bayer cropscience, monsanto oder ähnlichen verbrechern aus der chemischen industrie für 8,50 die stunde positive kommentare verfassen. der artikel war im tagesspiegel schon scheiße, bin verwundert, ihm im Handelsblatt zu sehen.
    Googelt man den Namen des Autors, findet man auch ARtikel, wo er sich gegen die "Hysterie" und "Unvernunft" der Leute ausspricht, die keine Lust auf die (gefährliche) Schweinegrippe-Impfstoffe haben... Sollte man im Auge behalten den Typen.. schlimm schlimm..

  • 20.01.2012, 18:16 UhrAnonymer Benutzer: emden09

    Danke. Sie bringen es auf den Punkt.

    Ich habe außerhalb des "Handelsblatt Morning Briefing" selten einen solch tendenziösen Text ohne jede Substanz auf dieser Plattform gelesen. Es scheint als habe ein Redakteur, der schnell ins Wochenende wollte noch mal eben einem Bayer-Lobbyisten die Möglichkeit gegeben einen Haufen polemischer Sätze ohne jeden Zusammenhang oder Beleg auf der Website abzuladen.

    Es ist doch im Gegensatz zu allen Behauptungen im Artikel so, dass die Gentechnik-Befürworter sich bis heute nicht nur weigern ihre Nützlichkeit ihrer Technologie zu beweisen, sie weigern sich sogar zu beweisen, dass diese frei von Schaden für die Verbraucher oder andere Teile der Natur angewendet werden kann. Sie weigern sich, weil eben das Öko-System aus Mutation und Selektion viel zu alt, in weiten Teilen undokumentiert und viel zu komplex ist, als dass man beweisen könnte, dass es durch eine künstlich hebeigeführte Mutation nicht zu unumkehrbaren Schäden für alles Leben auf dem Planeten kommen wird. Mit der gleichen Naivität wurden wesentlich weniger komplexe technische Systeme wie Dampfmaschinen, Verbrennungsmotoren und Atomkraftwerke eingeführt, deren Schäden nun weltweit jährlich mit dem Aufwand von mehreren zig Milliarden Euro beseitigt werden müssen. Wie kommen diese Leute nun darauf, dass man sie ungestraft, nein sogar frei (meist sogar frei von jeder Erkenntnis außerhalb der jeweiligen Technologie) am Kren des Lebens manipulieren lassen soll?

    Dass Sie freiwillig gehen und dafür von Bayer Arbeitsplätze in anderen – unkritischeren Bereichen nach Deutschland verlagert werden, ist ein Segen für Europa.

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