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Beschleuniger LHC: Keine Pause bei der Jagd nach dem Gottesteilchen

Steht der experimentelle Nachweis des Higgs-Teilchens bevor? Die Wissenschaftler des europäischen Kernforschungszentrums CERN sind davon überzeugt. Deshalb soll der weltgrößte Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider bis Ende 2012 im Dauerbetrieb laufen.

Die riesigen Magnete des LHC halten den Teilchenstrom in der Bahn. Quelle: dpa
Die riesigen Magnete des LHC halten den Teilchenstrom in der Bahn. Quelle: dpa

BERLIN. Das europäische Kernforschungszentrum CERN will den Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) erst einmal mit halber Kraft weiterlaufen lassen. Dafür soll der LHC im kommenden Winter nicht wie üblich stillgelegt werden, sondern bis Herbst 2012 durchlaufen. Das wurde auf dem jährlichen Planungstreffen des CERN am Montag im französischen Chamonix beschlossen.

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Die Wissenschaftler glauben, dem sogenannten Higgs-Teilchen auf der Spur zu sein. Sie hoffen, dieses auch als „Gottesteilchen“ bekannte Elementarteilchen bis Ende kommenden Jahres nachweisen zu können. Das soll auch unter den gegenwärtigen Bedingungen der Fall sein.

Der Nachweis des Higgs-Teilchens, auch Higgs-Boson genannt, ist eines der wichtigen Ziele des LHC. Benannt ist es nach dem schottischen Physiker Peter Higgs, der die Existenz dieses subatomaren Teilchens in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts angenommen hatte. Mit Hilfe dieses Teilchens wollen die Physiker erklären, woher Elementarteilchen ihre Masse bekommen. Bislang konnte das Higgs-Boson experimentell noch nicht nachgewiesen werden.

Das Higgs-Teilchen warte geradezu darauf, von den Wissenschaftlern entdeckt zu werden, kommentierte Rasmus Mackeprang, Teilchenphysiker an der Universität in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. „Wir könnten es finden, wenn wir ein Jahr mit niedriger Energie weitermachen, also werden wir das versuchen.“

Eigentlich sollte der LHC auch im kommenden Winter eine Pause einlegen. Geplant war, in dieser Zeit den LHC fit zu machen für die volle Energie.

Nach dem Schaden, der im September 2008 aufgetreten war, wird der LHC derzeit nur mit halber Kraft betrieben. Das bedeutet, die Teilchenstrahlen haben jeweils eine Energie von je 3,5 Teraelektronenvolt (TeV). Ausgelegt ist der LHC für das Doppelte. Allerdings ist eine Kollision mit 7 TeV, die erstmals Ende März 2010 stattfand, auch schon Weltrekord.

Quelle: Golem.de
  • 02.02.2011, 14:55 UhrAnonymer Benutzer: Malocher

    Eines macht mir Sorgen: die wissen nicht, was bei solchen Experimenten passieren wird, darum werden diese ja letztlich durchgeführt. Vielleicht werden irgendwelche Theorien bestätigt, vielleicht wiederlegt.
    Was ist, wenn bei dem Experiment kein harmloses, sehr aufschlussreiches Teilchen herauskommt, sondern das Ende unserer Zivilisation?
    irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Frage nach dem Ursprung der Dinge eine Antwort zur Folge haben wird, die uns wieder an den Ursprung führt; und an dem gab es keine Menschen.

  • 02.02.2011, 11:16 UhrAnonymer Benutzer: Einanderer

    Gottesteilchen -- höchst seltsam, dass man irgendwein kernphysikalisches Detailproblem mit uraltem patriachalem Gedankengut in Verbindung bringt.

  • 01.02.2011, 21:32 UhrAnonymer Benutzer: Aiax

    Das wird nix. Niemals.
    Das sog. Standard-Modell enthält 23 freie Parameter, also Variablen-Werte bei denen man nicht begründen kann warum sie den Wert haben den sie haben. D.h. dass das Standardmodell nur eine empirische begründung hat, aber keinerlei Theorie dahinter.

    Und der Herr Higgs, nach dem das gesuchte Teilchen benannt ist, hat sich halt irgendeine, letztendlich an den Haaren herbeigezogene Theorie ausgedacht. Allerdings keine für das ganze Standardmodell sondern nur für das Problem mit der Masse. Seine "Maggie Thatcher" Lösung ist nichts anderes als ein mathematischer Tagtraum ... und die Physiker erwarten allen Ernstes dass dieser haltlose Tagtraum real wird ... aus purer Verzweiflung, weil sie nichts anderes haben.

    Der ganze Vorgang ist so dermassen grotesk, das Geld für den LHC wäre niemals bewiligt worden hätten die Geldgeber verstanden dass die Physiker absolut und völlig ratlos sind was das Standardmodell angeht. Der LHC ist ein Schuss in's blaue, da kommt nix bei raus.

    Was wir brauchen ist ein Paradigmenwechsel, der ganze paradoxe Einstein-Schrott muss über bord geworfen werden. Mal sehen wie lang der LHC sinnlos laufen muss bevor die Geldgeber das kapieren.

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