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Besserer Trinkwasserschutz: Vorkoster in der Wasserleitung

Trinkwasser ist eines der am strengsten überwachten Lebensmittel. Dennoch ist auch das Versorgungsnetz nicht gegen Unfälle, Verschleiß oder gezielte Anschläge gefeit. Ein minutenschnelles Warnsystem für Gifte im Wasser soll künftig sofort Alarm schlagen, wenn Gefahr droht.

Das neue System soll Trinkwasser noch sicherer machen. Quelle: ap
Das neue System soll Trinkwasser noch sicherer machen. Quelle: ap

HB Farblos soll es sein, kühl, geruchslos und geschmacklich einwandfrei. Es darf keine Krankheitserreger enthalten und die Gesundheit nicht schädigen. Trinkwasser wird deshalb in regelmäßigen Abständen einer Reihe von Screenings unterzogen. Jetzt arbeiten Wissenschaftler an einem System, mit dem das Trinkwasser ständig überwacht werden kann. Sein Name: Aquabiotox.

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Derzeit beschränken sich die in der Trinkwasserverordnung vorgeschriebenen Untersuchungen auf Stichproben, die oft erst nach Stunden Ergebnisse liefern und stets auf bestimmte Substanzen zugeschnitten sind. Herzstück des Aquabiotox-Systems ist hingegen ein Bio-Sensor, der auf eine ganze Reihe potenziell gefährlicher Substanzen reagiert und bereits nach wenigen Minuten anspricht.

Das System arbeitet nach dem Vorkoster-Prinzip: Von der Hauptleitung wird etwas Trinkwasser in einer abzweigenden Fallstrecke durch den Sensor geleitet, der zwei verschiedene Bakterienstämme sowie Säugetierzellen enthält. Während die mikroskopisch kleinen Bakterien durch ihre große Oberfläche einen raschen Stoffaustausch gewährleisten und innerhalb von Minuten auf toxische Substanzen reagieren, sichern die Säugetierzellen durch ihre Verwandtschaft zum menschlichen Organismus das Ergebnis ab und erweitern gleichzeitig das Reaktionsspektrum.

„Wir haben verschiedene Stoffklassen getestet, die im Wasser vorkommen könnten, dies aber nicht tun sollten, und bislang hat unser Sensor auf jede dieser Substanzen reagiert“, berichtet Iris Trick vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik, die den Bio-Sensor gemeinsam mit ihrer Kollegin Anke Burger-Kentischer entwickelt hat.

  • 08.12.2010, 13:56 UhrAnonymer Benutzer: Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann

    Die Trinkwasserüberwachung in Deutschland ist weder unabhängig noch effizient.

    Oft Fäkalien im Trinkwasser:

    Das bayer. Landesamt warnt: Legionellen immer im Trinkwasser, Fäkalkeime in bis zu 33% der Proben. Anderswo in Deutschland wird das nicht anders sein. Das UbA berichtet über viele Nachweise von coliformen bakterien. Prof. Exner, Chef der Trinkwasserkommission vom bundesgesundheitsministerium, hat oft Enterobacter cloacae im Trinkwasser aus Talsperren nachgewiesen. Das Veterinäruntersuchungsamt Krefeld hat in Trinkwasser in 20% der Proben Rotaviren gefunden. Der 1. Zwischenbericht Reine Ruhr in NRW betont wie auch der neue Statusbericht die belastung des Trinkwassers durch Viren. Liefern von Trinkwasser mit Krankheitserregern steht unter Strafe! Wasserwerke mit der üblichen Technik können Krankheitserreger nicht filtern oder abtöten. Trinkwasser enthält oft bakterien, Parasiten und Viren. Daher muss Trinkwasser mit der Ultrafiltration für 50 Cent je Person und Monat gefiltert werden.
    http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren
    soddemann-aachen@t-online.de

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