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Bilder der Woche: Im Tod vereint

Mit Hilfe von Röntgenstrahlung sind Forscher einem Urzeit-Drama auf die Spur gekommen: Vor 250 Millionen Jahren wurde ein vermeintlich sicherer Zufluchtsort für zwei Individuen zur tödlichen Falle.

  • 28. Juni 2013: Im Tod vereint

    Es sollte ein sicherer Zufluchtsort sein – doch für die zwei Urzeitwesen wurde die Erdhöhle zur tödlichen Falle. Das Unglück, das die beiden Tiere – ein säugetierähnliches Reptil namens Thrinaxodon und ein zu den Amphibien zählenden Vertreter der Gattung Broomistega – vor 250 Millionen Jahren ereilte, ist für heutige Wissenschaftler ein Glücksfall. Mithilfe von Röntgenstrahlung entdeckten Experten am Forschungsinstitut ESRF in Grenoble die Überreste der beiden Lebewesen, die sich im Moment des Todes eng aneinander schmiegten.

    28. Juni 2013: Im Tod vereintEs sollte ein sicherer Zufluchtsort sein – doch für die zwei Urzeitwesen wurde die Erdhöhle zur tödlichen Falle. Das Unglück, das die beiden Tiere – ein säugetierähnliches Reptil namens Thrinaxodon und ein zu den Amphibien zählenden Vertreter der Gattung Broomistega – vor 250 Millionen Jahren ereilte, ist für heutige Wissenschaftler ein Glücksfall. Mithilfe von Röntgenstrahlung entdeckten Experten am Forschungsinstitut ESRF in Grenoble die Überreste der beiden Lebewesen, die sich im Moment des Todes eng aneinander schmiegten. Quelle: ESRF - V. Fernandez
  • Erdhöhlen boten den Tieren jenes von heftigen Vulkanausbrüchen und globaler Erwärmung geprägten Erdzeitalters etwas Schutz vor den schwierigen Umweltbedingungen. Allerdings wurden die Höhlen auch immer wieder von Wasser- und Schlammmassen geflutet und damit zu Todesfallen für ihre Bewohner.

    Erdhöhlen boten den Tieren jenes von heftigen Vulkanausbrüchen und globaler Erwärmung geprägten Erdzeitalters etwas Schutz vor den schwierigen Umweltbedingungen. Allerdings wurden die Höhlen auch immer wieder von Wasser- und Schlammmassen geflutet und damit zu Todesfallen für ihre Bewohner. Quelle: ESRF - V. Fernandez
  • Solch eine Katastrophe muss auch die beiden so einzigartig konservierten Höhlenbewohner getroffen haben. Ihre toten Körper verraten noch einiges über die näheren Umstände ihres ungewöhnlichen Beisammenseins. So entdeckten die Forscher zwar Spuren von Verletzungen am Körper von Broomistega, aber keine Anzeichen dafür, dass sich die beiden Tiere vor ihrem gewaltsamen Tod bekämpft hätten.

    Solch eine Katastrophe muss auch die beiden so einzigartig konservierten Höhlenbewohner getroffen haben. Ihre toten Körper verraten noch einiges über die näheren Umstände ihres ungewöhnlichen Beisammenseins. So entdeckten die Forscher zwar Spuren von Verletzungen am Körper von Broomistega, aber keine Anzeichen dafür, dass sich die beiden Tiere vor ihrem gewaltsamen Tod bekämpft hätten. Quelle: ESRF - V. Fernandez
  • Am wahrscheinlichsten erscheint folgendes Szenario: Nachdem es bei einem Kampf verwundet worden war, suchte das Amphibium Schutz in der Höhle. Dort traf es auf das Reptil, das sich seinerseits in einem Erstarrungszustand, ausgelöst durch Nahrungs- oder Wassermangel, befand.

    Da es auf keine Gegenwehr traf, ließ sich Broomistega neben dem Mitbewohner nieder, um sich von den erlittenen Verletzungen zu erholen. In dieser Position wurden die beiden Urzeitwesen von den Fluten überrascht.

    Am wahrscheinlichsten erscheint folgendes Szenario: Nachdem es bei einem Kampf verwundet worden war, suchte das Amphibium Schutz in der Höhle. Dort traf es auf das Reptil, das sich seinerseits in einem Erstarrungszustand, ausgelöst durch Nahrungs- oder Wassermangel, befand. Da es auf keine Gegenwehr traf, ließ sich Broomistega neben dem Mitbewohner nieder, um sich von den erlittenen Verletzungen zu erholen. In dieser Position wurden die beiden Urzeitwesen von den Fluten überrascht. Quelle: ESRF - V. Fernandez
  • 21. Juni 2013: Ein kühler Wind weht aus dem Schwarzen Loch

    Von einem gigantischen Schwarzen Loch in einer unserer Nachbargalaxien strömt kühler Staubwind ins All hinaus. Der Staub hat nur Zimmertemperatur, was Astronomen überrascht: Normalerweise hat die Materie in Staubringen um ein so großes Schwarzes Loch Temperaturen von 700 bis 1000 Grad Celsius.

    21. Juni 2013: Ein kühler Wind weht aus dem Schwarzen LochVon einem gigantischen Schwarzen Loch in einer unserer Nachbargalaxien strömt kühler Staubwind ins All hinaus. Der Staub hat nur Zimmertemperatur, was Astronomen überrascht: Normalerweise hat die Materie in Staubringen um ein so großes Schwarzes Loch Temperaturen von 700 bis 1000 Grad Celsius. Quelle: dpa
  • Forscher  um den deutschen Astronomen Sebastian Hönig hatten mit dem „Very Large Telescope“ (Bild) der Europäischen Südsternwarte Eso in Chile den Kern der nahe gelegenen aktiven Galaxie NGC 3783 untersucht. Wie die meisten anderen Galaxien beherbergt auch diese in ihrem Zentrum ein gigantisches Schwarzes Loch.

    Dieses Schwerkraftmonster verleibt sich derzeit große Mengen Materie aus seiner Umgebung ein, wobei sehr viel Energie in Form von intensiver Strahlung freigesetzt wird. So bildet sich ein sogenannter Aktiver Galaxienkern (Active Galactic Nucleus, AGN) – ein Gebilde, das zu den energiereichsten Objekten im Universum gehört.

    Forscher  um den deutschen Astronomen Sebastian Hönig hatten mit dem „Very Large Telescope“ (Bild) der Europäischen Südsternwarte Eso in Chile den Kern der nahe gelegenen aktiven Galaxie NGC 3783 untersucht. Wie die meisten anderen Galaxien beherbergt auch diese in ihrem Zentrum ein gigantisches Schwarzes Loch. Dieses Schwerkraftmonster verleibt sich derzeit große Mengen Materie aus seiner Umgebung ein, wobei sehr viel Energie in Form von intensiver Strahlung freigesetzt wird. So bildet sich ein sogenannter Aktiver Galaxienkern (Active Galactic Nucleus, AGN) – ein Gebilde, das zu den energiereichsten Objekten im Universum gehört. Quelle: dpa
  • Bisherige Erklärungsmodelle gehen davon aus, dass Schwarze Löcher von großen, heißen Staubringen umgeben sind. Tatsächlich beobachteten die Astronomen auch um das Schwarze Loch im Zentrum von NGC 3783 einen solches Objekt. Zu ihrer Überraschung stießen sie jedoch auch auf große Mengen kühlen Staubs ober- und unterhalb dieses Rings, der offensichtlich von dem Loch weggedrückt wird.

    Verantwortlich dafür dürfte die Strahlung sein, die freigesetzt wird, wenn Materie in das Schwarze Loch stürzt. Wie dieser Mechanismus genau funktioniert, ist allerdings noch unklar.

    Bisherige Erklärungsmodelle gehen davon aus, dass Schwarze Löcher von großen, heißen Staubringen umgeben sind. Tatsächlich beobachteten die Astronomen auch um das Schwarze Loch im Zentrum von NGC 3783 einen solches Objekt. Zu ihrer Überraschung stießen sie jedoch auch auf große Mengen kühlen Staubs ober- und unterhalb dieses Rings, der offensichtlich von dem Loch weggedrückt wird. Verantwortlich dafür dürfte die Strahlung sein, die freigesetzt wird, wenn Materie in das Schwarze Loch stürzt. Wie dieser Mechanismus genau funktioniert, ist allerdings noch unklar. Quelle: Reuters
  • 14. Juni 2013: Wenn Cheetah den Turbo zündet

    Geparden (engl. „cheetah“) sind nicht nur die schnellsten Landsäugetiere, sondern brechen auch beim Beschleunigen Rekorde. Die Raubkatze könne mit nur einer Schrittfolge um knapp elf Kilometer pro Stunde schneller werden, berichten britische Forscher um Alan Wilson vom Royal Veterinary College in Hatfield.

    14. Juni 2013: Wenn Cheetah den Turbo zündetGeparden (engl. „cheetah“) sind nicht nur die schnellsten Landsäugetiere, sondern brechen auch beim Beschleunigen Rekorde. Die Raubkatze könne mit nur einer Schrittfolge um knapp elf Kilometer pro Stunde schneller werden, berichten britische Forscher um Alan Wilson vom Royal Veterinary College in Hatfield. Quelle: Structure & Motion Lab, RVC.
  • Mindestens genauso stark können die Tiere ihr Tempo auch wieder drosseln, etwa wenn sie ihre Beute erreicht haben. Damit beschleunigen und bremsen sie fast doppelt so schnell wie Polopferde und übertrumpfen auch Windhunde beim Start eines Rennens.

    Mindestens genauso stark können die Tiere ihr Tempo auch wieder drosseln, etwa wenn sie ihre Beute erreicht haben. Damit beschleunigen und bremsen sie fast doppelt so schnell wie Polopferde und übertrumpfen auch Windhunde beim Start eines Rennens. Quelle: Structure & Motion Lab, RVC.
  • Die Wissenschaftler hängten im afrikanischen Botsuana fünf Geparden spezielle Halsbänder um, an denen GPS-Systeme, Beschleunigungsmesser und Geräte zur Messung von Richtungswechseln befestigt waren. Über 17 Monate hinweg beobachteten die Forscher die drei Geparden-Weibchen und zwei Männchen  und konnten so insgesamt 367 Jagden aufzeichnen.

    Die schnellste dabei gemessene Geschwindigkeit waren 93 Stundenkilometer - das ist mehr als doppelt so schnell wie der bei Sprintstar Usain Bolt gemessene menschliche Geschwindigkeitsrekord.

    Die Wissenschaftler hängten im afrikanischen Botsuana fünf Geparden spezielle Halsbänder um, an denen GPS-Systeme, Beschleunigungsmesser und Geräte zur Messung von Richtungswechseln befestigt waren. Über 17 Monate hinweg beobachteten die Forscher die drei Geparden-Weibchen und zwei Männchen  und konnten so insgesamt 367 Jagden aufzeichnen. Die schnellste dabei gemessene Geschwindigkeit waren 93 Stundenkilometer - das ist mehr als doppelt so schnell wie der bei Sprintstar Usain Bolt gemessene menschliche Geschwindigkeitsrekord. Quelle: Alan Wilson, RVC.
  • Meist ließen es die Geparden aber ruhiger angehen, die Durchschnittsgeschwindigkeit ihrer Sprints lag bei 50 Stundenkilometern, die sie auch nur ein oder zwei Sekunden durchhielten. Trotz seiner beeindruckenden Geschwindigkeit ist dem Geparden das Jagdglück keineswegs immer hold: Von den 367 beobachteten Jagden waren nur 94 erfolgreich. Das entspricht einer Quote von 26 Prozent.

    Meist ließen es die Geparden aber ruhiger angehen, die Durchschnittsgeschwindigkeit ihrer Sprints lag bei 50 Stundenkilometern, die sie auch nur ein oder zwei Sekunden durchhielten. Trotz seiner beeindruckenden Geschwindigkeit ist dem Geparden das Jagdglück keineswegs immer hold: Von den 367 beobachteten Jagden waren nur 94 erfolgreich. Das entspricht einer Quote von 26 Prozent. Quelle: Structure & Motion Lab, RVC.
  • 7. Juni 2013: Im Tunnel der lichtschnellen Teilchen

    Wo sich künftig einmal Elektronen fast mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen sollen, tummelten sich am Donnerstag mehr als 300 Gäste aus Forschung, Politik und Wirtschaft. Sie feierten den Abschluss der Tiefbauarbeiten auf Deutschlands größter Wissenschaftsbaustelle, dem neuen Teilchenbeschleuniger „European XFEL“.

    7. Juni 2013: Im Tunnel der lichtschnellen TeilchenWo sich künftig einmal Elektronen fast mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen sollen, tummelten sich am Donnerstag mehr als 300 Gäste aus Forschung, Politik und Wirtschaft. Sie feierten den Abschluss der Tiefbauarbeiten auf Deutschlands größter Wissenschaftsbaustelle, dem neuen Teilchenbeschleuniger „European XFEL“. Quelle: dpa
  • Die Anlage besteht aus einem 5,8 Kilometer langen Tunnelsystem, das vom Forschungszentrum Desy (Deutsches Elektronen Synchrotron) in Hamburg-Bahrenfeld bis nach Schenefeld (Kreis Pinneberg) reicht. Nach der für 2016 geplanten Inbetriebnahme werden dort Elektronen fast auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt.

    Mit Hilfe der damit erzeugten Röntgenblitze können Wissenschaftler bio-chemische Reaktionen untersuchen, um etwa neue Erkenntnisse über Krankheitserreger zu gewinnen.

    Die Anlage besteht aus einem 5,8 Kilometer langen Tunnelsystem, das vom Forschungszentrum Desy (Deutsches Elektronen Synchrotron) in Hamburg-Bahrenfeld bis nach Schenefeld (Kreis Pinneberg) reicht. Nach der für 2016 geplanten Inbetriebnahme werden dort Elektronen fast auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt. Mit Hilfe der damit erzeugten Röntgenblitze können Wissenschaftler bio-chemische Reaktionen untersuchen, um etwa neue Erkenntnisse über Krankheitserreger zu gewinnen. Quelle: dpa
  • Mit dem Ende der Tiefbauarbeiten liegt der schwerste Bauabschnitt hinter den Planern. Nun folgen der Hochbau, der Aufbau des Röntgenlasers und die weitere Entwicklung der wissenschaftlichen Instrumente und Geräte.

    Zwölf Länder sind an dem Großprojekt beteiligt. Die Kosten belaufen sich auf mehr als eine Milliarde Euro, wovon Deutschland gut die Hälfte übernimmt.

    Mit dem Ende der Tiefbauarbeiten liegt der schwerste Bauabschnitt hinter den Planern. Nun folgen der Hochbau, der Aufbau des Röntgenlasers und die weitere Entwicklung der wissenschaftlichen Instrumente und Geräte. Zwölf Länder sind an dem Großprojekt beteiligt. Die Kosten belaufen sich auf mehr als eine Milliarde Euro, wovon Deutschland gut die Hälfte übernimmt. Quelle: dpa
  • 31. Mai 2013: Pflanzen aus der Eiszeit wachsen wieder

    Moospflanzen können einen jahrhundertelangen Schlaf unter einer dicken Schicht Gletschereis fast unbeschadet überstehen. Kanadische Forscher haben festgestellt, dass die Pflanzen wieder zu wachsen beginnen, wenn sie durch den Rückzug des Gletschers ans Tageslicht kommen. Die Wissenschaftler zogen die Pflanzen dann auch im Labor heran. Die Moose verfügten über sehr widerstands- und wandlungsfähige Zellen, aus denen neue Pflanzen hervorgehen können, schreiben die Forscher in den „Proceedings“ der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften.

    31. Mai 2013: Pflanzen aus der Eiszeit wachsen wiederMoospflanzen können einen jahrhundertelangen Schlaf unter einer dicken Schicht Gletschereis fast unbeschadet überstehen. Kanadische Forscher haben festgestellt, dass die Pflanzen wieder zu wachsen beginnen, wenn sie durch den Rückzug des Gletschers ans Tageslicht kommen. Die Wissenschaftler zogen die Pflanzen dann auch im Labor heran. Die Moose verfügten über sehr widerstands- und wandlungsfähige Zellen, aus denen neue Pflanzen hervorgehen können, schreiben die Forscher in den „Proceedings“ der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften. Quelle: dpa
  • Catherine La Farge und ihre Mitarbeiter von der Universität von Alberta (Edmonton/Kanada) hatten die Flora am Sverdrup Pass auf der Ellesmere-Insel des kanadisch-arktischen Archipels untersucht. Der dortige Teardrop-Gletscher hat sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts erheblich zurückgezogen; seit 2004 ist die Rückzugsgeschwindigkeit noch einmal stark angestiegen. Den Forschern fiel zunächst auf, dass die Moospflanzen (Bryophytha), die unter der weichenden Eisschicht zum Vorschein kamen, erstaunlich unversehrt aussahen. Sie schienen sogar neue grüne Äste oder Stämme zu bilden, also wieder zu wachsen. Bisher hatten Forscher angenommen, die unter einem Gletscher hervorkommenden Moose seien tot.

    Catherine La Farge und ihre Mitarbeiter von der Universität von Alberta (Edmonton/Kanada) hatten die Flora am Sverdrup Pass auf der Ellesmere-Insel des kanadisch-arktischen Archipels untersucht. Der dortige Teardrop-Gletscher hat sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts erheblich zurückgezogen; seit 2004 ist die Rückzugsgeschwindigkeit noch einmal stark angestiegen. Den Forschern fiel zunächst auf, dass die Moospflanzen (Bryophytha), die unter der weichenden Eisschicht zum Vorschein kamen, erstaunlich unversehrt aussahen. Sie schienen sogar neue grüne Äste oder Stämme zu bilden, also wieder zu wachsen. Bisher hatten Forscher angenommen, die unter einem Gletscher hervorkommenden Moose seien tot. Quelle: dpa
  • Um das genauer zu prüfen, bestimmten die Forscher zunächst das Alter der unter dem Gletscher gefundenen Moospflanzen. Tatsächlich zeigte die Radiokarbonmessung, dass die Pflanzen vor gut 400 Jahren im Eis eingeschlossen worden waren. Damals herrschte auf der Erde eine kleine Eiszeit, sie dauerte vom 15. Jahrhundert bis ins 19. Jahrhundert hinein.

    Als nächstes nahmen sie kleine Pflanzenstücke und versuchten, diese im Labor zum Wachsen zu bringen. Das klappte erstaunlich gut: Aus sieben Proben zogen sie elf Kulturen heran, die vier verschiedene Laubmoose umfassten: ein Streifensternmoos (Aulacomnium turgidum), das Berg-Zweizeilmoos (Distichium capillaceum), das Dach-Drehzahnmoos (Syntrichia ruralis) sowie die Art Encalypta procera.

    Um das genauer zu prüfen, bestimmten die Forscher zunächst das Alter der unter dem Gletscher gefundenen Moospflanzen. Tatsächlich zeigte die Radiokarbonmessung, dass die Pflanzen vor gut 400 Jahren im Eis eingeschlossen worden waren. Damals herrschte auf der Erde eine kleine Eiszeit, sie dauerte vom 15. Jahrhundert bis ins 19. Jahrhundert hinein. Als nächstes nahmen sie kleine Pflanzenstücke und versuchten, diese im Labor zum Wachsen zu bringen. Das klappte erstaunlich gut: Aus sieben Proben zogen sie elf Kulturen heran, die vier verschiedene Laubmoose umfassten: ein Streifensternmoos (Aulacomnium turgidum), das Berg-Zweizeilmoos (Distichium capillaceum), das Dach-Drehzahnmoos (Syntrichia ruralis) sowie die Art Encalypta procera. Quelle: Reuters
  • 24. Mai 2013: Die Liste der skurrilsten Arten

    Ein nur sieben Millimeter großer Frosch ist das kleinste bekannte Wirbeltier der Welt. Damit hat es der Winzling auf die neue Liste der skurrilsten Entdeckungen im Tier- und Pflanzenreich des vergangenen Jahres geschafft. Der Frosch mit dem lateinischen Namen Paedophryne amanuensis lebt im Regenwald von Papua-Neuguinea.

    Er wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die jährlich erscheinende Liste ausgewählt. Viele der dort genannten Tiere und Pflanzen wurden schon vor langer Zeit entdeckt, aber erst 2012 als neue Art beschrieben.

    24. Mai 2013: Die Liste der skurrilsten ArtenEin nur sieben Millimeter großer Frosch ist das kleinste bekannte Wirbeltier der Welt. Damit hat es der Winzling auf die neue Liste der skurrilsten Entdeckungen im Tier- und Pflanzenreich des vergangenen Jahres geschafft. Der Frosch mit dem lateinischen Namen Paedophryne amanuensis lebt im Regenwald von Papua-Neuguinea. Er wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die jährlich erscheinende Liste ausgewählt. Viele der dort genannten Tiere und Pflanzen wurden schon vor langer Zeit entdeckt, aber erst 2012 als neue Art beschrieben. Quelle: dpa
  • Ein fleischfressender Schwamm begeisterte die Forscher mit seinen harfenähnlichen Armen. Es ist kein Wunder, dass er bisher verborgen blieb: Chondrocladia lyra lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien.

    Ein fleischfressender Schwamm begeisterte die Forscher mit seinen harfenähnlichen Armen. Es ist kein Wunder, dass er bisher verborgen blieb: Chondrocladia lyra lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Quelle: dpa
  • Erstmals seit vielen Jahren stießen Biologen in Afrika auf eine noch unbekannte Affenart. Das Lesula-Äffchen (Cercopithecus lomamiensis) lebt versteckt in der Lomami-Region in der Demokratischen Republik Kongo. Es hat den Forschern zufolge „menschenähnliche“ Augen. Männliche Tiere fallen außerdem durch einen leuchtend blauen Hautstreifen an ihrem Hinterteil und am Geschlecht auf.

    Erstmals seit vielen Jahren stießen Biologen in Afrika auf eine noch unbekannte Affenart. Das Lesula-Äffchen ( Cercopithecus lomamiensis) lebt versteckt in der Lomami-Region in der Demokratischen Republik Kongo. Es hat den Forschern zufolge „menschenähnliche“ Augen. Männliche Tiere fallen außerdem durch einen leuchtend blauen Hautstreifen an ihrem Hinterteil und am Geschlecht auf. Quelle: dpa
  • Das Bild dieses Insekts auf der Internetseite des Fotodienstes Flickr machte Biologen stutzig. Über Umwege identifizierten sie die Florfliege als neue Art und benannten sie nach der Tochter (Jade) des Fotografen: Semachrysa jade.

    Zehn bis zwölf Millionen Arten teilen sich derzeit den Lebensraum Erde, pro Jahr werden rund 18.000 Arten neu entdeckt. Doch viele der Neuentdeckungen landen gleich auf der Roten Liste. Angesichts des rapide fortschreitenden Artenverlusts sollte die Suche nach unbekannten Lebewesen erheblich an Tempo zulegen, fordern die Forscher.

    Das Bild dieses Insekts auf der Internetseite des Fotodienstes Flickr machte Biologen stutzig. Über Umwege identifizierten sie die Florfliege als neue Art und benannten sie nach der Tochter (Jade) des Fotografen: Semachrysa jade. Zehn bis zwölf Millionen Arten teilen sich derzeit den Lebensraum Erde, pro Jahr werden rund 18.000 Arten neu entdeckt. Doch viele der Neuentdeckungen landen gleich auf der Roten Liste. Angesichts des rapide fortschreitenden Artenverlusts sollte die Suche nach unbekannten Lebewesen erheblich an Tempo zulegen, fordern die Forscher. Quelle: dpa
  • 17. Mai 2013: Mit Bio-Waffen gegen lästige Konkurrenten

    Asiatische Marienkäfer nutzen „Bio-Waffen“, um ihre europäischen Verwandten zunehmend zu verdrängen. Dem Käfer aus Asien helfen bei der schnellen Ausbreitung winzige Sporen, die einheimische Siebenpunkt-Marienkäfer töten können, berichten Wissenschaftler im Fachmagazin „Science“.

    17. Mai 2013: Mit Bio-Waffen gegen lästige KonkurrentenAsiatische Marienkäfer nutzen „Bio-Waffen“, um ihre europäischen Verwandten zunehmend zu verdrängen. Dem Käfer aus Asien helfen bei der schnellen Ausbreitung winzige Sporen, die einheimische Siebenpunkt-Marienkäfer töten können, berichten Wissenschaftler im Fachmagazin „Science“. Quelle: dpa
  • Die asiatische Art wurde seit den 1980er Jahren als aggressiver Blattlausvertilger in europäischen Gewächshäusern eingesetzt und hat sich danach auch in freier Natur verbreitet. Inzwischen sind die Eindringlinge mancherorts zur Plage geworden und machen vor allem Winzern zu schaffen. Denn im Gegensatz zum heimischen „Glückkäfer“ frisst die asiatische Variante auch Trauben. Gelangen die Tiere in größerer Zahl in die Maische, kann der Weingeschmack durch ihre chemischen Verteidigungssubstanzen leiden.

    In Deutschland treten die Eindringlinge vor allem im Herbst in großen Schwärmen auf. Mancherorts versuchen die Käfer, die in ihrer Heimat in Höhlen überwintern, unter dunkle Dachvorsprünge von Häusern zu gelangen. Das kann für Hausbesitzer zum Problem werden. Zudem treten bei manchen Menschen allergische Reaktionen auf.

    Die asiatische Art wurde seit den 1980er Jahren als aggressiver Blattlausvertilger in europäischen Gewächshäusern eingesetzt und hat sich danach auch in freier Natur verbreitet. Inzwischen sind die Eindringlinge mancherorts zur Plage geworden und machen vor allem Winzern zu schaffen. Denn im Gegensatz zum heimischen „Glückkäfer“ frisst die asiatische Variante auch Trauben. Gelangen die Tiere in größerer Zahl in die Maische, kann der Weingeschmack durch ihre chemischen Verteidigungssubstanzen leiden. In Deutschland treten die Eindringlinge vor allem im Herbst in großen Schwärmen auf. Mancherorts versuchen die Käfer, die in ihrer Heimat in Höhlen überwintern, unter dunkle Dachvorsprünge von Häusern zu gelangen. Das kann für Hausbesitzer zum Problem werden. Zudem treten bei manchen Menschen allergische Reaktionen auf. Quelle: ap
  • Den Erfolg im Kampf gegen die einheimischen Käfer verdankt der asiatische Marienkäfer sogenannte Mikrosporidien. Das sind winzige, pilzähnlichen Einzeller, die Körperzellen ihres Wirts als Parasiten befallen und ihn nachhaltig schädigen. Der asiatische Marienkäfer ist dagegen resistent, gelangen die Parasiten aber in einheimische Marienkäfer, können diese daran sterben.

    Infektionsgefahr besteht für den heimischen Käfer, wenn er Eier oder Larven des Konkurrenten frisst, die mit den gefährlichen Sporen infiziert sind. Noch wissen die Forscher nicht, wie dem Massensterben der einheimischen Käfer begegnet werden könnte. Die tödlichen Parasiten flächendeckend auszurotten, sei kaum vorstellbar, so ihr Fazit.

    Den Erfolg im Kampf gegen die einheimischen Käfer verdankt der asiatische Marienkäfer sogenannte Mikrosporidien. Das sind winzige, pilzähnlichen Einzeller, die Körperzellen ihres Wirts als Parasiten befallen und ihn nachhaltig schädigen. Der asiatische Marienkäfer ist dagegen resistent, gelangen die Parasiten aber in einheimische Marienkäfer, können diese daran sterben. Infektionsgefahr besteht für den heimischen Käfer, wenn er Eier oder Larven des Konkurrenten frisst, die mit den  gefährlichen Sporen infiziert sind. Noch wissen die Forscher nicht, wie dem Massensterben der einheimischen Käfer begegnet werden könnte. Die tödlichen Parasiten flächendeckend auszurotten, sei kaum vorstellbar, so ihr Fazit. Quelle: dpa
  • 10. Mai 2013: Die kleinen Brüder des T. Rex

    Größe: 1,80 Meter; Gewicht: 40 Kilogramm – bei solchen Werten denkt man nicht unbedingt an einen Dinosaurier. Und doch gehört Acrotholus audeti zu jener Familie der Riesenechsen, deren prominente Vertreter wie T. Rex oder Brontosaurus wahre Fleischberge waren.

    Forscher des Royal Ontario Museum haben den neusten Spross der Dinosaurier-Familie jetzt im Fachmagazin  „Nature Communications“ vorgestellt – und dabei zugleich unser Bild von den Riesenechsen ein wenig korrigiert. Sie vermuten, dass einst viel mehr kleine Dinosaurier die Erde bevölkerten, als bislang angenommen wurde.

    10. Mai 2013: Die kleinen Brüder des T. RexGröße: 1,80 Meter; Gewicht: 40 Kilogramm – bei solchen Werten denkt man nicht unbedingt an einen Dinosaurier. Und doch gehört Acrotholus audeti zu jener Familie der Riesenechsen, deren prominente Vertreter wie T. Rex oder Brontosaurus wahre Fleischberge waren. Forscher des Royal Ontario Museum haben den neusten Spross der Dinosaurier-Familie jetzt im Fachmagazin  „Nature Communications“ vorgestellt – und dabei zugleich unser Bild von den Riesenechsen ein wenig korrigiert. Sie vermuten, dass einst viel mehr kleine Dinosaurier die Erde bevölkerten, als bislang angenommen wurde. Quelle: Julius Csotonyi
  • „Wenn wir auf die Dinosaurierzeit blicken, fokussieren wir uns leicht auf große Tiere wie den T. Rex", schreibt Studienleiter David Evans. „Es gibt aber immer mehr Hinweise darauf, dass die Erdoberfläche auch von vielen kleinen Dinosauriern bewohnt war.“

    Acrotholus audeti hatte eine mehr als zehn Zentimeter dicke, kuppelförmige Schädeldecke (Bild), die hart genug war, um bei Kämpfen gegen Artgenossen als Waffe zu dienen. Der Pflanzenfresser bewegte sich vermutlich auf seinen Hinterbeinen fort und lebte vor rund 85 Millionen Jahren.

    „Wenn wir auf die Dinosaurierzeit blicken, fokussieren wir uns leicht auf große Tiere wie den T. Rex", schreibt Studienleiter David Evans. „Es gibt aber immer mehr Hinweise darauf, dass die Erdoberfläche auch von vielen kleinen Dinosauriern bewohnt war.“ Acrotholus audeti hatte eine mehr als zehn Zentimeter dicke, kuppelförmige Schädeldecke (Bild), die hart genug war, um bei Kämpfen gegen Artgenossen als Waffe zu dienen. Der Pflanzenfresser bewegte sich vermutlich auf seinen Hinterbeinen fort und lebte vor rund 85 Millionen Jahren. Quelle: Brian Boyle, ROM
  • Die Fossilien des Dinosauriers wurden im Süden der kanadischen Provinz Alberta gefunden, in der sogenannten Milk-River-Formation (Bild).

    Dass bislang nur wenige Knochen von kleineren Dinosauriern gefunden wurden, erklären die Forscher mit deren geringerer Widerstandsfähigkeit. Sie konnten viel leichter von Fleischfressern zermalmt oder von der Witterung zerstört werden als die Knochen großer Dinosaurier und hatten deshalb geringere Chance zu Fossilien zu werden.

    Die Fossilien des Dinosauriers wurden im Süden der kanadischen Provinz Alberta gefunden, in der sogenannten Milk-River-Formation (Bild). Dass bislang nur wenige Knochen von kleineren Dinosauriern gefunden wurden, erklären die Forscher mit deren geringerer Widerstandsfähigkeit. Sie konnten viel leichter von Fleischfressern zermalmt oder von der Witterung zerstört werden als die Knochen großer Dinosaurier und hatten deshalb geringere Chance zu Fossilien zu werden. Quelle: David Evans, ROM
  • 3. Mai 2013: Cooler Rover im ewigen Eis

    Nach „Curiosity“ nun „Grover“: Die US-Weltraumbehörde Nasa will die Technologie ihres bekannten Marsrovers künftig auch nutzen, um Ziele auf der Erde zu erkunden. Ein Test im höchstgelegenen Teil Grönlands soll zeigen, inwieweit ein simpleres Modell des Marsrovers geeignet ist, Daten über den Zustand des grönländischen Eispanzers zu sammeln. Dessen Dicke schwindet unter dem Einfluss des Klimawandels dramatisch.

    3. Mai 2013: Cooler Rover im ewigen EisNach „Curiosity“ nun „Grover“: Die US-Weltraumbehörde Nasa will die Technologie ihres bekannten Marsrovers künftig auch nutzen, um Ziele auf der Erde zu erkunden. Ein Test im höchstgelegenen Teil Grönlands soll zeigen, inwieweit ein simpleres Modell des Marsrovers geeignet ist, Daten über den Zustand des grönländischen Eispanzers zu sammeln. Dessen Dicke schwindet unter dem Einfluss des Klimawandels dramatisch. Quelle: Gabriel Trisca, Boise State University
  • Bis Anfang Juni soll sich „Grover“ im grönländischen Eis bewähren. Der zwei Meter hohe und rund 400 Kilogramm schwere Rover, der mit Solar-Panels betrieben wird, soll sich mit einer Geschwindigkeit von rund zwei Stundenkilometern fortbewegen und dabei mit einem Radar die Dicke der Eisschicht messen.

    Bis Anfang Juni soll sich „Grover“ im grönländischen Eis bewähren. Der zwei Meter hohe und rund 400 Kilogramm schwere Rover, der mit Solar-Panels betrieben wird, soll sich mit einer Geschwindigkeit von rund zwei Stundenkilometern fortbewegen und dabei mit einem Radar die Dicke der Eisschicht messen. Quelle: Gabriel Trisca, Boise State University
  • Bislang wurden Forschungen zur Eisdicke hauptsächlich mit Flugzeugen und Satelliten betrieben. Der von Studenten entwickelte Rover (hier bei einer Testreihe im vergangenen Jahr) könnte diese Forschungsarbeit jedoch zu einem Bruchteil der Kosten erledigen.

    „Solche Roboter sind ein neues Hilfsmittel für Gletscher-Studien“, so die wissenschaftliche Beraterin des Projekts, Lara Koenig. Im Juni bekommt „Grover“ sogar noch Verstärkung: Dann wird der Rover „Cool Robot“ ebenfalls in Grönland seine Eistauglichkeit unter Beweis stellen.

    Bislang wurden Forschungen zur Eisdicke hauptsächlich mit Flugzeugen und Satelliten betrieben. Der von Studenten entwickelte Rover (hier bei einer Testreihe im vergangenen Jahr) könnte diese Forschungsarbeit jedoch zu einem Bruchteil der Kosten erledigen. „Solche Roboter sind ein neues Hilfsmittel für Gletscher-Studien“, so die wissenschaftliche Beraterin des Projekts, Lara Koenig. Im Juni bekommt „Grover“ sogar noch Verstärkung: Dann wird der Rover „Cool Robot“ ebenfalls in Grönland seine Eistauglichkeit unter Beweis stellen. Quelle: NASA/Michael Comberiate
  • 26. April 2013: Im Land der leuchtenden Schafe

    Man nehme Schaf-Erbgut und mische darunter ein wenig DNA von phosphoreszierenden Quallen – fertig ist das Leuchteschaf. So geschehen am „Institut für die Reproduktion von Tieren“ in Uruguay. Dort haben Wissenschaftler durch Genmanipulation in der Dunkelheit leuchtende Schafe erschaffen.

    Ähnlich wie künstliche Sternenhimmel an manchen Kinderzimmerdecken können die phosphoreszierenden Tiere, deren Erbgut mit Quallen-DNA versetzt wurde, Licht quasi „speichern“ und im Anschluss an Bestrahlung mit UV-Licht nachleuchten.

    26. April 2013: Im Land der leuchtenden SchafeMan nehme Schaf-Erbgut und mische darunter ein wenig DNA von phosphoreszierenden Quallen – fertig ist das Leuchteschaf. So geschehen am „Institut für die Reproduktion von Tieren“ in Uruguay. Dort haben Wissenschaftler durch Genmanipulation in der Dunkelheit leuchtende Schafe erschaffen. Ähnlich wie künstliche Sternenhimmel an manchen Kinderzimmerdecken können die phosphoreszierenden Tiere, deren Erbgut mit Quallen-DNA versetzt wurde, Licht quasi „speichern“ und im Anschluss an Bestrahlung mit UV-Licht nachleuchten. Quelle: Reuters
  • Die genveränderten Schafe wurden im vergangenen Oktober geboren und haben sich seither normal entwickelt. Ihre Leuchtfähigkeit hat nach Aussage der Forscher keinen tieferen Zweck. Der Versuch diente lediglich dazu, die Methode der Genmanipulation auf ihre Praxistauglichkeit zu überprüfen.

    „Jetzt können wir mit einem anderen Gen arbeiten, das von größerem Interesse ist“, so der Direktor des Instituts, Alejo Menchaca. In welche Richtung diese Versuche gehen könnten, zeigt ein Beispiel aus Argentinien: Dort war 2011 eine genmanipulierte Kuh geboren worden, deren Milch menschliche Proteine enthält.

    Die genveränderten Schafe wurden im vergangenen Oktober geboren und haben sich seither normal entwickelt. Ihre Leuchtfähigkeit hat nach Aussage der Forscher keinen tieferen Zweck. Der Versuch diente lediglich dazu, die Methode der Genmanipulation auf ihre Praxistauglichkeit zu überprüfen. „Jetzt können wir mit einem anderen Gen arbeiten, das von größerem Interesse ist“, so der Direktor des Instituts, Alejo Menchaca. In welche Richtung diese Versuche gehen könnten, zeigt ein Beispiel aus Argentinien: Dort war 2011 eine genmanipulierte Kuh geboren worden, deren Milch menschliche Proteine enthält. Quelle: Reuters
  • 19. April 2013: Zwei zweite Erden

    Wenn Astronomen nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems suchen, steckt dahinter meist die Hoffnung, irgendwo in den Weiten des Alls eine zweite Erde zu entdecken. Doch die meisten dieser Himmelskörper sind dafür  zu groß oder umkreisen ihre Muttersonne in zu geringem Abstand. Jetzt hat ein internationales Forscherteam unter Leitung der US-Weltraumbehörde Nasa gleich zwei geeignete Kandidaten entdeckt.

    Wie die Forscher im Fachmagazin Science berichten, gelang die Entdeckung mithilfe des Weltraumteleskops Kepler. Die Planeten Kepler-62e und Kepler-62f umrunden denselben Stern in 122 beziehungsweise 267 Tagen. Beide Himmelskörper befinden sich damit in einem solchen Abstand zu ihrem Stern, dass flüssiges Wasser auf ihnen möglich ist. Das Sternsystem aus insgesamt fünf Planeten ist 1200 Lichtjahre von der Erde entfernt.

    19. April 2013: Zwei zweite ErdenWenn Astronomen nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems suchen, steckt dahinter meist die Hoffnung, irgendwo in den Weiten des Alls eine zweite Erde zu entdecken. Doch die meisten dieser Himmelskörper sind dafür  zu groß oder umkreisen ihre Muttersonne in zu geringem Abstand. Jetzt hat ein internationales Forscherteam unter Leitung der US-Weltraumbehörde Nasa gleich zwei geeignete Kandidaten entdeckt. Wie die Forscher im Fachmagazin Science berichten, gelang die Entdeckung mithilfe des Weltraumteleskops Kepler. Die Planeten Kepler-62e und Kepler-62f umrunden denselben Stern in 122 beziehungsweise 267 Tagen. Beide Himmelskörper befinden sich damit in einem solchen Abstand zu ihrem Stern, dass flüssiges Wasser auf ihnen möglich ist. Das Sternsystem aus insgesamt fünf Planeten ist 1200 Lichtjahre von der Erde entfernt. Quelle: ap
  • „Kepler-62e und Kepler-62f liegen in der lebensfreundlichen habitablen Zone ihres Heimatsterns. Außerdem sind sie die kleinsten Körper, die bisher in einer derartigen Zone gefunden wurden“, sagt Lisa Kaltenegger. Die Forscherin am Max-Planck-Institut für Astronomie ist kein Mitglied des Kepler-Teams, war aber dafür verantwortlich, die potenzielle Lebensfreundlichkeit der beiden Planeten abzuschätzen.

    Das Bild zeigt die habitable Zone unserer Sonne (unten) im Vergleich mit dem neu entdeckten Sonnensystem.

    „Kepler-62e und Kepler-62f liegen in der lebensfreundlichen habitablen Zone ihres Heimatsterns. Außerdem sind sie die kleinsten Körper, die bisher in einer derartigen Zone gefunden wurden“, sagt Lisa Kaltenegger. Die Forscherin am Max-Planck-Institut für Astronomie ist kein Mitglied des Kepler-Teams, war aber dafür verantwortlich, die potenzielle Lebensfreundlichkeit der beiden Planeten abzuschätzen. Das Bild zeigt die habitable Zone unserer Sonne (unten) im Vergleich mit dem neu entdeckten Sonnensystem. Quelle: NASA Ames/JPL-Caltech
  • Kaltenegger hat berechnet, wie die Atmosphären der neuen Exoplaneten aussehen könnten. Auf Kepler-62f könnte es demnach nur dann warm genug für flüssiges Wasser sein, wenn es große Mengen von Treibhausgasen in der Atmosphäre gibt. „Dort müssten Menschen dann in jedem Fall einen Raumanzug tragen“, sagte sie.

    Kaltenegger hat berechnet, wie die Atmosphären der neuen Exoplaneten aussehen könnten. Auf Kepler-62f könnte es demnach nur dann warm genug für flüssiges Wasser sein, wenn es große Mengen von Treibhausgasen in der Atmosphäre gibt. „Dort müssten Menschen dann in jedem Fall einen Raumanzug tragen“, sagte sie. Quelle: NASA Ames/JPL-Caltech
  • Kepler-62e bekomme dagegen etwas mehr Sonnenlicht als die Erde ab und bräuchte daher viele Wolken, damit Wasser auf der Oberfläche nicht verdampft. Kaltenegger hält es für wahrscheinlich, dass es sich bei beiden Planeten um Welten handelt, deren gesamte Oberfläche von riesigen Ozeanen bedeckt ist.

    Kepler-62e bekomme dagegen etwas mehr Sonnenlicht als die Erde ab und bräuchte daher viele Wolken, damit Wasser auf der Oberfläche nicht verdampft. Kaltenegger hält es für wahrscheinlich, dass es sich bei beiden Planeten um Welten handelt, deren gesamte Oberfläche von riesigen Ozeanen bedeckt ist. Quelle: NASA Ames/JPL-Caltech
  • Neben den zwei potenziell erdähnlichen Planeten fanden die Forscher noch weitere Planeten in dem System, die ihren Mutterstern jedoch deutlich enger umkreisen (hier im Größenvergleich mit der Erde ganz rechts). Was genau auf den nun entdeckten Planeten vor sich geht, wird man wenn überhaupt erst in ferner Zukunft herausfinden können.

    „Das Sternsystem ist zu weit weg, um selbst mit der nächsten Generation von Teleskopen seine Atmosphäre analysieren zu können“, so Kaltenegger. Aber der Fund gebe Hoffnung, dass sich ähnliche Planetensysteme in der Nachbarschaft der Erde befinden könnten, die dann leichter zu erforschen wären

    Neben den zwei potenziell erdähnlichen Planeten fanden die Forscher noch weitere Planeten in dem System, die ihren Mutterstern jedoch deutlich enger umkreisen (hier im Größenvergleich mit der Erde ganz rechts). Was genau auf den nun entdeckten Planeten vor sich geht, wird man wenn überhaupt erst in ferner Zukunft herausfinden können. „Das Sternsystem ist zu weit weg, um selbst mit der nächsten Generation von Teleskopen seine Atmosphäre analysieren zu können“, so Kaltenegger. Aber der Fund gebe Hoffnung, dass sich ähnliche Planetensysteme in der Nachbarschaft der Erde befinden könnten, die dann leichter zu erforschen wären Quelle: Reuters
  • 12. April 2013: Ötzi und die Zahnfee

    Nein, die Zahnfee hat es nicht gut gemeint mit Ötzi. Der Gletschermann, dessen Mumie 1991 in den Ötztaler Alpen (Südtirol) entdeckt wurde, litt zu Lebzeiten unter Zahnproblemen, die auch viele moderne Menschen plagen. Das haben Untersuchungen durch Forscher vom Zentrum für Evolutionäre Medizin (ZEM) der Universität Zürich ergeben.

    12. April 2013: Ötzi und die ZahnfeeNein, die Zahnfee hat es nicht gut gemeint mit Ötzi. Der Gletschermann, dessen Mumie 1991 in den Ötztaler Alpen (Südtirol) entdeckt wurde, litt zu Lebzeiten unter Zahnproblemen, die auch viele moderne Menschen plagen. Das haben Untersuchungen durch Forscher vom Zentrum für Evolutionäre Medizin (ZEM) der Universität Zürich ergeben. Quelle: dpa
  • Obwohl die 5000 Jahre alte Mumie schon unzählige Male wissenschaftlich untersucht wurde, waren die Zähne bislang kaum beachtet worden. Der Zürcher ZEM-Dentist Roger Seiler sowie Forscherkollegen in den USA und Italien werteten nun computertomographische Daten zum Gebiss des Gletschermannes aus – und kamen dabei den klassischen Zahnerkrankungen Karies und Parodontitis auf die Spur. Vor allem im Bereich der hinteren Backenzähne fand Seiler einen Verlust des parodontalen Stützgewebes, der beinahe die Wurzelspitze erreichte.

    Obwohl die 5000 Jahre alte Mumie schon unzählige Male wissenschaftlich untersucht wurde, waren die Zähne bislang kaum beachtet worden. Der Zürcher ZEM-Dentist Roger Seiler sowie Forscherkollegen in den USA und Italien werteten nun computertomographische Daten zum Gebiss des Gletschermannes aus – und kamen dabei den klassischen Zahnerkrankungen Karies und Parodontitis auf die Spur. Vor allem im Bereich der hinteren Backenzähne fand Seiler einen Verlust des parodontalen Stützgewebes, der beinahe die Wurzelspitze erreichte. Quelle: dpa
  • Die Karies, die bei dem „Eismann“ festgestellt wurde, führen die Forscher auf eine sehr stärkehaltige Nahrung wie Brot und Getreidebrei zurück. Zudem forderte das raue Leben in jener Zeit seinen Tribut: Ein Frontzahn ist deutlich verfärbt – vermutlich starb er nach einem Schlag ab. Und ein Backenzahn (im Kreis) weist Spuren eine Kauunfalls auf: Einer seiner Höcker ging verloren – vielleicht, als Ötzi auf ein Steinchen in seinem Getreidebrei biss.

    Die Karies, die bei dem „Eismann“ festgestellt wurde, führen die Forscher auf eine sehr stärkehaltige Nahrung wie Brot und Getreidebrei zurück. Zudem forderte das raue Leben in jener Zeit seinen Tribut: Ein Frontzahn ist deutlich verfärbt – vermutlich starb er nach einem Schlag ab. Und ein Backenzahn (im Kreis) weist Spuren eine Kauunfalls auf: Einer seiner Höcker ging verloren – vielleicht, als Ötzi auf ein Steinchen in seinem Getreidebrei biss. Quelle: dpa
  • 5. April 2013: Mit den Waffen des Hais

    Die Gilbertinseln sind eine Kette von Atollen und gehören zum Inselstaat Kiribati. Haie spielten in der Kultur der Bewohner eine bedeutende Rolle. Sie waren Bestandteil vieler kultureller Riten und Zeremonien. Unter anderem fertigen die Bewohner der Inseln aus den Hai-Zähnen Waffen, etwa Schwerter (Bild), Dolche oder Speere.

    5. April 2013: Mit den Waffen des HaisDie Gilbertinseln sind eine Kette von Atollen und gehören zum Inselstaat Kiribati. Haie spielten in der Kultur der Bewohner eine bedeutende Rolle. Sie waren Bestandteil vieler kultureller Riten und Zeremonien. Unter anderem fertigen die Bewohner der Inseln aus den Hai-Zähnen Waffen, etwa Schwerter (Bild), Dolche oder Speere. Quelle: dpa
  • Dazu bohrten die Insulaner kleine Löcher in einzelne Zähne, die sie mit Kokosnuss-Fasern menschlichen Haaren an kleinen Holzstücken befestigten. Diese wiederum wurden an dem Schaft der Waffe angebracht.

    Forscher um Joshua Drew vom Field Museum of Natural History (Chicago/US-Staat Illinois) haben nun mehr als 100 solcher Waffen untersucht, die sich in der Sammlung des Museums befinden. Die Objekte wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gefertigt und belegen, dass die die Riffe vor den Gilbertinseln einst viel artenreicher gewesen sein müssen als heute.

    Dazu bohrten die Insulaner kleine Löcher in einzelne Zähne, die sie mit Kokosnuss-Fasern menschlichen Haaren an kleinen Holzstücken befestigten. Diese wiederum wurden an dem Schaft der Waffe angebracht. Forscher um Joshua Drew vom Field Museum of Natural History (Chicago/US-Staat Illinois) haben nun mehr als 100 solcher Waffen untersucht, die sich in der Sammlung des Museums befinden. Die Objekte wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gefertigt und belegen, dass die die Riffe vor den Gilbertinseln einst viel artenreicher gewesen sein müssen als heute. Quelle: Drew J, Philipp C, Westneat MW
  • Insgesamt identifizierten die Forscher acht verschiedene Hai-Arten. Zwei davon sind weder in historischen Aufzeichnungen erwähnt noch finden sie sich in heutigen Artenlisten der Gilbertinseln: der Schwarzhai (Bild) und der Sorrahhai.

    Vermutlich wurden die Haie durch Jagd ausgerottet, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin „PloS One“. Wolle man die einstige Vielfalt der Korallenriffe wiederherstellen, sei es entscheidend zu wissen, wie die Tierwelt früher an dem gesunden Riff überhaupt ausgesehen habe. „Es ist unsere Hoffnung, dass wir durch dieses Verständnis und über geeignete Schutzbemühungen den Riffen wieder zu ihrer früheren Pracht verhelfen können“, so Joshua Drew.

    Insgesamt identifizierten die Forscher acht verschiedene Hai-Arten. Zwei davon sind weder in historischen Aufzeichnungen erwähnt noch finden sie sich in heutigen Artenlisten der Gilbertinseln: der Schwarzhai (Bild) und der Sorrahhai. Vermutlich wurden die Haie durch Jagd ausgerottet, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin „PloS One“. Wolle man die einstige Vielfalt der Korallenriffe wiederherstellen, sei es entscheidend zu wissen, wie die Tierwelt früher an dem gesunden Riff überhaupt ausgesehen habe. „Es ist unsere Hoffnung, dass wir durch dieses Verständnis und über geeignete Schutzbemühungen den Riffen wieder zu ihrer früheren Pracht verhelfen können“, so Joshua Drew. Quelle: Wikipedia CC BY 2.0/Shishihenge
  • 29. März 2013: Kornkreis-Geheimnis auf afrikanisch

    Feenkreise kommen zu Hunderttausenden in den extrem trockenen Landstrichen entlang der südwestlichen Küste Afrikas vor. Jeder der wie mit einem Zirkel gezogenen Kahlstellen ist bei näherem Blick von einem Kranz mit hohem Gras umwachsen. Aus der Vogelperspektive sind die roten Stellen nahezu unzählbar. Mit einem Durchmesser bis zu etwa 20 Metern vermitteln sie den Eindruck, als ob die Erde Sommersprossen bekommen hätte.

    29. März 2013: Kornkreis-Geheimnis auf afrikanischFeenkreise kommen zu Hunderttausenden in den extrem trockenen Landstrichen entlang der südwestlichen Küste Afrikas vor. Jeder der wie mit einem Zirkel gezogenen Kahlstellen ist bei näherem Blick von einem Kranz mit hohem Gras umwachsen. Aus der Vogelperspektive sind die roten Stellen nahezu unzählbar. Mit einem Durchmesser bis zu etwa 20 Metern vermitteln sie den Eindruck, als ob die Erde Sommersprossen bekommen hätte. Quelle: Science/N. Jürgens
  • Um die Feenkreise ranken sich Legenden. Sind mysteriöse Wesen, Ameisen oder Gas für die Gebilde verantwortlich? Norbert Jürgens von der Universität Hamburg glaubt, dem Verursacher auf die Spur gekommen zu sein. Zwischen 2006 und 2012 untersuchte der Biologe einen zweitausend Kilometer langen Wüstenabschnitt vom mittleren Angola bis ins nordwestliche Südafrika.

    Um die Feenkreise ranken sich Legenden. Sind mysteriöse Wesen, Ameisen oder Gas für die Gebilde verantwortlich? Norbert Jürgens von der Universität Hamburg glaubt, dem Verursacher auf die Spur gekommen zu sein. Zwischen 2006 und 2012 untersuchte der Biologe einen zweitausend Kilometer langen Wüstenabschnitt vom mittleren Angola bis ins nordwestliche Südafrika. Quelle: Science/N. Jürgens
  • Immer dann, wenn Jürgens auf Feenkreise stieß, spürte er in den kahlen Stellen Populationen von Psammotermes-Termiten auf. Der Biologe fand heraus, dass die im Boden lebenden Insekten alle Gräser durch die Vertilgung der Wurzeln vernichteten. Zurück blieben nur die leergefressenen kreisrunden Flächen.

    Immer dann, wenn Jürgens auf Feenkreise stieß, spürte er in den kahlen Stellen Populationen von Psammotermes-Termiten auf. Der Biologe fand heraus, dass die im Boden lebenden Insekten alle Gräser durch die Vertilgung der Wurzeln vernichteten. Zurück blieben nur die leergefressenen kreisrunden Flächen. Quelle: Science/N. Jürgens
  • Wegen der fehlenden Vegetation kann das Regenwasser an den Feenkreisen nicht verdunsten. Die Niederschläge sickern in die Tiefe des sandigen Erdbodens und lagern sich ab. Dieser Speicher dient den Termiten als Vorratslager, um in der Trockenzeit zu überleben. Gleichzeitig sorgt das unterirdische Wasser dafür, dass an den Rändern der Kahlstellen ein üppiger Vegetationsring wächst.

    „Die Termiten“, so Jürgens, „liefern damit ein Meisterstück von Ökosystem-Gestaltung – ein beeindruckendes Beispiel für nachhaltige Nutzung knapper Ressourcen.“

    Wegen der fehlenden Vegetation kann das Regenwasser an den Feenkreisen nicht verdunsten. Die Niederschläge sickern in die Tiefe des sandigen Erdbodens und lagern sich ab. Dieser Speicher dient den Termiten als Vorratslager, um in der Trockenzeit zu überleben. Gleichzeitig sorgt das unterirdische Wasser dafür, dass an den Rändern der Kahlstellen ein üppiger Vegetationsring wächst. „Die Termiten“, so Jürgens, „liefern damit ein Meisterstück von Ökosystem-Gestaltung – ein beeindruckendes Beispiel für nachhaltige Nutzung knapper Ressourcen.“ Quelle: Science/N. Jürgens
  • 22. März 2013: Ausflug ins Unterwasser-Wunderland

    Einst beförderten sie die Astronauten der Apollo-Missionen zum Mond, danach ruhten sie mehr als 40 Jahre in den dunklen Tiefen des Atlantiks. Jetzt hat eine von Amazon-Chef Jeff Bezos finanzierte Expedition Teile von Mond-Raketen des Typs Saturn V F1 geborgen. Zwei von dem Aufprall auf die Wasseroberfläche stark demolierte Triebwerke hätten er und sein Team aus rund drei Meilen (etwa 4800 Meter) Tiefe aus dem Wasser gebracht, berichtete Bezos in dieser Woche in seinem Blog.

    22. März 2013: Ausflug ins Unterwasser-WunderlandEinst beförderten sie die Astronauten der Apollo-Missionen zum Mond, danach ruhten sie mehr als 40 Jahre in den dunklen Tiefen des Atlantiks. Jetzt hat eine von Amazon-Chef Jeff Bezos finanzierte Expedition Teile von Mond-Raketen des Typs Saturn V F1 geborgen. Zwei von dem Aufprall auf die Wasseroberfläche stark demolierte Triebwerke hätten er und sein Team aus rund drei Meilen (etwa 4800 Meter) Tiefe aus dem Wasser gebracht, berichtete Bezos in dieser Woche in seinem Blog. Quelle: ap
  • Mit einer Saturn V-Rakete war unter anderem Apollo 11 ins All befördert worden, dessen Kommandant Neil Armstrong am 21. Juli 1969 als erster Mensch den Mond betrat. Die Triebwerke der Raketen waren seinerzeit planmäßig nach ihrem Ausbrennen ins Meer gestürzt. Um sie aus der lebensfeindlichen Tiefsee wieder ans Tageslicht zu holen, setzte die Bezos-Truppe ferngesteuerte Geräte ein.

    Mit einer Saturn V-Rakete war unter anderem Apollo 11 ins All befördert worden, dessen Kommandant Neil Armstrong am 21. Juli 1969 als erster Mensch den Mond betrat. Die Triebwerke der Raketen waren seinerzeit planmäßig nach ihrem Ausbrennen ins Meer gestürzt. Um sie aus der lebensfeindlichen Tiefsee wieder ans Tageslicht zu holen, setzte die Bezos-Truppe ferngesteuerte Geräte ein. Quelle: ap
  • „Wir haben ein Unterwasser-Wunderland vorgefunden, einen unglaublichen Skulpturengarten aus verbogenen F-1-Motoren, die die Geschichte eines feurigen und gewaltsamen Endes erzählen“, schwärmte Raumfahrt-Enthusiast Bezos. Etwas nüchterner sah es Nasa-Chef Charles Bolden, der von einem bedeutenden historischen Fund sprach.

    „Wir haben ein Unterwasser-Wunderland vorgefunden, einen unglaublichen Skulpturengarten aus verbogenen F-1-Motoren, die die Geschichte eines feurigen und gewaltsamen Endes erzählen“, schwärmte Raumfahrt-Enthusiast Bezos. Etwas nüchterner sah es Nasa-Chef Charles Bolden, der von einem bedeutenden historischen Fund sprach. Quelle: Reuters
  • Eine Schiffsexpedition unter Leitung von Bezos bringt die Fundstücke nun nach Cape Canaveral im US-Staat Florida. Die Triebwerke sollen dort später ausgestellt werden.

    Eine Schiffsexpedition unter Leitung von Bezos bringt die Fundstücke nun nach Cape Canaveral im US-Staat Florida. Die Triebwerke sollen dort später ausgestellt werden. Quelle: Reuters
  • 15. März 2013: Ein Blick in die stürmische Jugend des Universums

    Bereits vor der offiziellen Inbetriebnahme lieferte das Alma-Teleskop bahnbrechende Ergebnisse: Unzählige Sterne sind einer Studie zufolge deutlich früher entstanden als bislang angenommen. Nach Erkenntnissen eines internationalen Forscherteams gab es die heftigsten Sternentstehungsausbrüche in der Geschichte des Universums, sogenannte Starbursts, größtenteils bereits vor etwa zwölf Milliarden Jahren. „Das ist nur zwei Milliarden Jahre nach dem Urknall und eine Milliarde Jahre früher als bislang angenommen“, sagte der Leiter des Teams, Axel Weiß vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie. Die Erkenntnisse präsentieren die Forscher in der Fachzeitschrift „Nature“ und dem „Astrophysical Journal“.

    15. März 2013: Ein Blick in die stürmische Jugend des UniversumsBereits vor der offiziellen Inbetriebnahme lieferte das Alma-Teleskop bahnbrechende Ergebnisse: Unzählige Sterne sind einer Studie zufolge deutlich früher entstanden als bislang angenommen. Nach Erkenntnissen eines internationalen Forscherteams gab es die heftigsten Sternentstehungsausbrüche in der Geschichte des Universums, sogenannte Starbursts, größtenteils bereits vor etwa zwölf Milliarden Jahren. „Das ist nur zwei Milliarden Jahre nach dem Urknall und eine Milliarde Jahre früher als bislang angenommen“, sagte der Leiter des Teams, Axel Weiß vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie. Die Erkenntnisse präsentieren die Forscher in der Fachzeitschrift „Nature“ und dem „Astrophysical Journal“. Quelle: dpa
  • Die Einblicke in die „stürmische Jugendphase des Universums“ bekamen die Forscher durch das Riesen-Teleskop „Alma“ in der chilenischen Atacamawüste - und das schon vor dessen offizieller Inbetriebnahme am Mittwoch. Bei der Entdeckung waren nach Angaben der Wissenschaftler erst 16 der insgesamt 66 Teleskope in Betrieb. „Da kann man sich ungefähr vorstellen, was "Alma" in Zukunft noch leisten kann“, sagte Weiß.

    Die Einblicke in die „stürmische Jugendphase des Universums“ bekamen die Forscher durch das Riesen-Teleskop „Alma“ in der chilenischen Atacamawüste - und das schon vor dessen offizieller Inbetriebnahme am Mittwoch. Bei der Entdeckung waren nach Angaben der Wissenschaftler erst 16 der insgesamt 66 Teleskope in Betrieb. „Da kann man sich ungefähr vorstellen, was "Alma" in Zukunft noch leisten kann“, sagte Weiß. Quelle: Reuters
  • „Alma“ („Atacama Large Millimeter/submillimeter Array“), an dem die Europäische Südsternwarte (Eso) beteiligt ist, ist das derzeit größte und mit mehr als einer Milliarde Euro auch das teuerste Projekt der bodengebundenen Astronomie. Es besteht aus 66 Teleskopen, die eng nebeneinandergestellt in etwa die Fläche eines Fußballfeldes haben. „Alma“ misst Radiowellen im Millimeterbereich und sogar darunter. Die Millimeterwellen sind besonders gut geeignet, ausgedehnte Gas- und Staubwolken zu durchdringen.

    „Alma“ („Atacama Large Millimeter/submillimeter Array“), an dem die Europäische Südsternwarte (Eso) beteiligt ist, ist das derzeit größte und mit mehr als einer Milliarde Euro auch das teuerste Projekt der bodengebundenen Astronomie. Es besteht aus 66 Teleskopen, die eng nebeneinandergestellt in etwa die Fläche eines Fußballfeldes haben. „Alma“ misst Radiowellen im Millimeterbereich und sogar darunter. Die Millimeterwellen sind besonders gut geeignet, ausgedehnte Gas- und Staubwolken zu durchdringen. Quelle: dpa
  • Die vor Grönland gelegene Ellesmere-Insel ist nicht gerade ein Naturparadies. Große Teile der rund 200.000 Quadratkilometer großen Insel sind von Gletschern bedeckt, der Rest ist baumlose Tundra, wo sich allenfalls Polarfuchs und Schneehase "Gute Nacht" sagen.

    Vor 3,5 Millionen Jahren war diese arktische Einöde jedoch mit dichten Wäldern bedeckt. Und dort, so haben kanadische Forscher jetzt entdeckt, hausten die Urahnen der heutigen Kamele – mächtige Tiere, rund 30 Prozent größer als ihre heutigen Nachfahren.

    Die vor Grönland gelegene Ellesmere-Insel ist nicht gerade ein Naturparadies. Große Teile der rund 200.000 Quadratkilometer großen Insel sind von Gletschern bedeckt, der Rest ist baumlose Tundra, wo sich allenfalls Polarfuchs und Schneehase "Gute Nacht" sagen. Vor 3,5 Millionen Jahren war diese arktische Einöde jedoch mit dichten Wäldern bedeckt. Und dort, so haben kanadische Forscher jetzt entdeckt, hausten die Urahnen der heutigen Kamele – mächtige Tiere, rund 30 Prozent größer als ihre heutigen Nachfahren. Quelle: Martin Lipman/Canadian Museum of Nature
  • Die Forscher analysierten Knochen-Fossilien, die im Geröll der Insel in der kanadischen Arktis gefunden wurden. Die darin enthaltenen Proteine beweisen, dass der Knochen von einem Kamel stammt. Das Ellesmere-Kamel sei das nördlichste bekannte Exemplar dieser Art, heißt es in der Studie, die in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht wurde.

    Die Forscher analysierten Knochen-Fossilien, die im Geröll der Insel in der kanadischen Arktis gefunden wurden. Die darin enthaltenen Proteine beweisen, dass der Knochen von einem Kamel stammt. Das Ellesmere-Kamel sei das nördlichste bekannte Exemplar dieser Art, heißt es in der Studie, die in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht wurde. Quelle: Martin Lipman/Canadian Museum of Nature
  • Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass der Urgroßvater der heutigen Kamele nicht aus der Sahara, dem Persischen Golf oder aus Asien stammte, sondern aus Nordamerika. Von dort, so die Forscher, gelangte ein Teil der Urkamele nach Asien - über die Beringstraße, die seinerzeit eine schmale Landbrücke bildete. Später entstanden dann durch Mutationen neue Kamelarten, aus denen schließlich die heutigen Tiere hervorgingen.

    Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass der Urgroßvater der heutigen Kamele nicht aus der Sahara, dem Persischen Golf oder aus Asien stammte, sondern aus Nordamerika. Von dort, so die Forscher, gelangte ein Teil der Urkamele nach Asien - über die Beringstraße, die seinerzeit eine schmale Landbrücke bildete. Später entstanden dann durch Mutationen neue Kamelarten, aus denen schließlich die heutigen Tiere hervorgingen. Quelle: Julius Csotonyi/Canadian Museum of Nature
  • 1. März 2013: Ein Riese wird geboren

    Nur 335 Lichtjahre von uns entfernt liegt der junge Stern HD 100546 – nach kosmischen Maßstäben also gleich um die Ecke. Seit langem vermuten Astronomen, dass er von einem riesigen Planeten umkreist wird. Jetzt haben Forscher der ETH Zürich Hinweise gefunden, dass gerade ein weiterer Planetengigant in der Umgebung des Sterns entsteht: Ein Gasriese ähnlich Jupiter, dem größten Planeten unseres Sonnensystems.

    1. März 2013: Ein Riese wird geborenNur 335 Lichtjahre von uns entfernt liegt der junge Stern HD 100546 – nach kosmischen Maßstäben also gleich um die Ecke. Seit langem vermuten Astronomen, dass er von einem riesigen Planeten umkreist wird. Jetzt haben Forscher der ETH Zürich Hinweise gefunden, dass gerade ein weiterer Planetengigant in der Umgebung des Sterns entsteht: Ein Gasriese ähnlich Jupiter, dem größten Planeten unseres Sonnensystems. Quelle: ESO/L. Calçada
  • Riesenplaneten wachsen, indem sie einen Teil des Gases und Staubes einfangen, das bei der Bildung des Zentralsterns übrigbleibt. In einer neuen Aufnahme der Staubscheibe, die HD 100546 umgibt, haben die Astronomen Belege für diese Hypothese gefunden.

    Nahe am Protoplaneten konnten sie im Staub Strukturen entdecken, die auf Wechselwirkungen zwischen dem Planeten und der Scheibe zurückgehen könnten. Außerdem scheint der Protoplanet seine Umgebung durch seinen Entstehungsprozess aufzuheizen.

    Die Aufnahme des Weltraumteleskops Hubble zeigt den Staub in den äußeren Bereichen des HD 100546-Systems im sichtbaren Licht. Die Position des neuentdeckten Protoplaneten ist rot markiert.

    Riesenplaneten wachsen, indem sie einen Teil des Gases und Staubes einfangen, das bei der Bildung des Zentralsterns übrigbleibt. In einer neuen Aufnahme der Staubscheibe, die HD 100546 umgibt, haben die Astronomen Belege für diese Hypothese gefunden. Nahe am Protoplaneten konnten sie im Staub Strukturen entdecken, die auf Wechselwirkungen zwischen dem Planeten und der Scheibe zurückgehen könnten. Außerdem scheint der Protoplanet seine Umgebung durch seinen Entstehungsprozess aufzuheizen. Die Aufnahme des Weltraumteleskops Hubble zeigt den Staub in den äußeren Bereichen des HD 100546-Systems im sichtbaren Licht. Die Position des neuentdeckten Protoplaneten ist rot markiert. Quelle: ESO/NASA/ESA/Ardila et al.
  • Auf die Spur des Planeten kamen die Forscher, als sie HD 100546 mit einer speziellen Optik des Very Large Telescope (VLT) der europäischen Südsternwarte ESO beobachteten. Sie blendete das gleißend helle Licht des Sterns aus, das ansonsten alles überstrahlen würde, und machte den Protoplaneten als schwachen Lichtfleck erkennbar.

    Für die Forschung ist der Fund ein echter Glücksfall. Bislang sind Astronomen zur Erforschung der Planetenentstehung auf Computersimulationen angewiesen. Mit der Entdeckung eines Planeten noch in der „Kinderstube“ haben sie nun einzigartiges Laboratorium zur Entstehung von Sonnensystemen tief im All gefunden.

    Das VLT-Bild zeigt den jungen Planeten als rötlichen Lichtfleck. Die dunkle Scheibe unten im Bild verdeckt das Licht des Zentralsterns.

    Auf die Spur des Planeten kamen die Forscher, als sie HD 100546 mit einer speziellen Optik des Very Large Telescope (VLT) der europäischen Südsternwarte ESO beobachteten. Sie blendete das gleißend helle Licht des Sterns aus, das ansonsten alles überstrahlen würde, und machte den Protoplaneten als schwachen Lichtfleck erkennbar. Für die Forschung ist der Fund ein echter Glücksfall. Bislang sind Astronomen zur Erforschung der Planetenentstehung auf Computersimulationen angewiesen. Mit der Entdeckung eines Planeten noch in der „Kinderstube“ haben sie nun einzigartiges Laboratorium zur Entstehung von Sonnensystemen tief im All gefunden. Das VLT-Bild zeigt den jungen Planeten als rötlichen Lichtfleck. Die dunkle Scheibe unten im Bild verdeckt das Licht des Zentralsterns. Quelle: ESO
  • 22. Februar 2013: Alkohol-Exzesse im Fliegenkäfig

    Um ihren Nachwuchs vor gefährlichen Parasiten zu schützen, setzen Fruchtfliegen der Art Drosophila melanogaster auf  Alkohol. Sie legen ihre Eier bevorzugt in alkoholhaltigem Futter ab, wenn gefährliche Wespen in der Nähe sind. Fressen die geschlüpften Larven das Futter, tötet der Alkohol den Wespennachwuchs ab, der sonst in ihrem Inneren heranwachsen und sie quasi als Lebendfutter benutzen würde.

    Bild: Fliegenkäfig mit alkoholischer (rot) und nicht-alkoholischer Nährlösung.

    22. Februar 2013: Alkohol-Exzesse im FliegenkäfigUm ihren Nachwuchs vor gefährlichen Parasiten zu schützen, setzen Fruchtfliegen der Art Drosophila melanogaster auf  Alkohol. Sie legen ihre Eier bevorzugt in alkoholhaltigem Futter ab, wenn gefährliche Wespen in der Nähe sind. Fressen die geschlüpften Larven das Futter, tötet der Alkohol den Wespennachwuchs ab, der sonst in ihrem Inneren heranwachsen und sie quasi als Lebendfutter benutzen würde. Bild: Fliegenkäfig mit alkoholischer (rot) und nicht-alkoholischer Nährlösung. Quelle: Todd Schlenke
  • Forscher der Emory-Universität in Atlanta (US-Staat Georgia) ließen in einem Experiment weiblichen Fliegen die Wahl zwischen einer alkoholfreien (rot) und einer alkoholhaltigen Ablagestelle für ihre Eier. Normalerweise bevorzugen die Fruchtfliegen das alkoholfreie Larvenfutter.

    Befanden sich allerdings weibliche parasitäre Wespen (Leptopilina heterotoma) in der Nähe, wählten die Fliegen das alkoholhaltige Futter für ihren Nachwuchs. Die Wespen-Weibchen legen ihre Eier normalerweise in den Larven der Fruchtfliegen ab, wo sie dann heranwachsen.

    Forscher der Emory-Universität in Atlanta (US-Staat Georgia) ließen in einem Experiment weiblichen Fliegen die Wahl zwischen einer alkoholfreien (rot) und einer alkoholhaltigen Ablagestelle für ihre Eier. Normalerweise bevorzugen die Fruchtfliegen das alkoholfreie Larvenfutter. Befanden sich allerdings weibliche parasitäre Wespen ( Leptopilina heterotoma) in der Nähe, wählten die Fliegen das alkoholhaltige Futter für ihren Nachwuchs. Die Wespen-Weibchen legen ihre Eier normalerweise in den Larven der Fruchtfliegen ab, wo sie dann heranwachsen. Quelle: dpa
  • Die Prophylaxe zahlte sich aus: In Anwesenheit der Wespen hatte der alkoholversorgte Nachwuchs bessere Überlebenschancen als „nüchterne“ Artgenossen, berichten die Wissenschaftler weiter.

    Ganz spurlos geht der Exzess im Fliegenkäfig an den Larven allerdings nicht vorbei, denn auch sie werden von dem Alkohol geschädigt, wenn auch weniger stark als der Wespennachwuchs. Das erklärt, warum die Fliegen normalerweise eine Umgebung ohne Alkohol bevorzugen.

    Die Prophylaxe zahlte sich aus: In Anwesenheit der Wespen hatte der alkoholversorgte Nachwuchs bessere Überlebenschancen als „nüchterne“ Artgenossen, berichten die Wissenschaftler weiter. Ganz spurlos geht der Exzess im Fliegenkäfig an den Larven allerdings nicht vorbei, denn auch sie werden von dem Alkohol geschädigt, wenn auch weniger stark als der Wespennachwuchs. Das erklärt, warum die Fliegen normalerweise eine Umgebung ohne Alkohol bevorzugen. Quelle: Todd Schlenke
  • 15. Februar 2012: Schildkröte Yu kann wieder schwimmen

    Mehr als ein paar Flossenstummel hatte die etwa 25-jährige Schildkröte Yu nicht mehr, nachdem sie von einem Hai angegriffen worden war. Das Aquarium im japanischen Kobe half Yu aus der Klemme: Mit einer Prothesen-Weste.

    15. Februar 2012: Schildkröte Yu kann wieder schwimmenMehr als ein paar Flossenstummel hatte die etwa 25-jährige Schildkröte Yu nicht mehr, nachdem sie von einem Hai angegriffen worden war. Das Aquarium im japanischen Kobe half Yu aus der Klemme: Mit einer Prothesen-Weste. Quelle: AFP