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Biometrie: Augenbewegung als Identifikationsmerkmal

Ein israelisches Unternehmen hat ein neuartiges biometrisches System entwickelt. Es erkennt eine Person an den Bewegungen ihrer Augen.

Die Augenbewegung lässt sich individuell einer Person zuordnen. Quelle: dpa
Die Augenbewegung lässt sich individuell einer Person zuordnen. Quelle: dpa

BERLIN. Die Retina und die Iris sind bekannte biometrische Merkmale. Das israelische Unternehmen ID-U Biometrics setzt auf ein anderes biometrisches Merkmal im Auge: Der Nutzer soll sich an Geldautomaten oder beim Onlinebanking mit den Bewegungen seiner Augen anmelden.

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Damit der Nutzer sich bei einer Anwendung anmelden kann, muss er zunächst einen visuellen Stimulus auslösen: Das ist eine Grafik oder ein Bildchen, das sich über den Bildschirm bewegt. Der Nutzer verfolgt das Bild mit seinen Augen. Eine Kamera verfolgt die Augenbewegung und vergleicht sie mit dem Bewegungsmuster, das zuvor hinterlegt wurde.

Die Bewegungsabläufe, die die Augen durchführen, zeigten bei jedem Menschen einzigartige Variationen, erklärt das israelische Unternehmen. Auch wenn die Grafik jedes Mal in anderer Art und Weise über den Bildschirm bewegt wird, lässt sich der Nutzer an seinen Augenbewegungen erkennen. Dieses System lasse sich weniger einfach täuschen als ein herkömmliches biometrisches System, das beispielsweise mit einer gut gemachten Kopie eines Fingerabdrucks überlistet werden könne.

Zudem sei das System einfach umzusetzen: Es könne auf jedem Gerät mit einem Bildschirm und einer Kamera eingesetzt werden. Über eine solche Ausstattung verfügten die meisten Laptops und auch viele Smartphones. Derzeit entwickle das Unternehmen eine Applikation für das iPhone 4, sagte Daphna Palti-Wasserman, Gründerin und Chefin von ID-U Biometrics, dem US-Wissenschaftsmagazin Technology Review.

Quelle: Golem.de
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