
BERLIN. Wer in Australien Clubs oder Kneipen besuchen möchte, wird immer häufiger aufgefordert, sich fotografieren oder einen Finger scannen zu lassen. Die australische Tageszeitung Sydney Morning Herald berichtet, auf diese Weise wollten die Betreiber von Gaststätten und Diskotheken gewalttätige Gäste fernhalten.
Die Daten - neben Foto und Fingerabdruck auch ein Scan des Ausweises - werden zum Teil in großen Datenbanken gespeichert, die von Unternehmen betrieben werden. Sie sind jedoch nicht mit den Datenbanken der Polizei gekoppelt.
Betritt ein Gast einen Pub oder eine Diskothek, muss er seinen Finger auf ein biometrisches Lesegerät legen. Der Fingerabdruck wird mit einer Datenbank abgeglichen. Ist die Person dort registriert, erscheint der entsprechende Eintrag mit Name, Foto und Grund der Registrierung. Der Türsteher kann dann entscheiden, ob er die Person einlässt oder nicht.
In den Datenbanken werde ein Mensch nicht erfasst, nur weil er nicht nach Hause gehen wolle, sondern nur, wenn er ein akutes Sicherheitsrisiko darstelle, sagte Peter Perrett, Chef des Unternehmens ID-Tect dem australischen Branchendienst ZDNet Australia. ID-Tect betreibt mit idEye die größte dieser Datenbanken. Derzeit melden sich Gaststätten und Diskotheken in Scharen bei solchen Datenbanken an. Die Nachfrage explodiere geradezu, sagte Perret.