Forschung + Innovation

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Brain-Computer-Interface: Hubschrauber per Gedanken steuern

Das US-Unternehmen Puzzlebox hat einen Hubschrauber entwickelt, der mit der Kraft der Gedanken des Piloten in die Luft erhoben wird. Per Crowdfunding soll der Helikopter zur Serienreife gebracht werden.

Gedankengesteuerter Hubschrauber Orbit: Der Käfig schützt bei Abstürzen. Quelle: Puzzlebox
Gedankengesteuerter Hubschrauber Orbit: Der Käfig schützt bei Abstürzen. Quelle: Puzzlebox

BerlinOrbit ist ein Hubschrauber, der durch die Gedankenkraft seines Piloten geflogen wird. Das US-Unternehmen Puzzlebox hat eine Crowdfunding-Aktion gestartet, um den Prototyp zur Serienreife zu bringen.

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Das System besteht aus drei Teilen: dem Hubschrauber selbst, der pyramidenförmigen Fernsteuerung sowie einer Gehirn-Computer-Schnittstelle (Brain-Computer-Interface, BCI) - einem Headset des US-Unternehmens Neurosky. In der Pyramide befindet sich ein Mikrocontroller, der die Gehirnwellen, die das Headset aufzeichnet, in Steuerkommandos für das Fluggerät umsetzt und diese über Infrarotlicht an den Hubschrauber funkt.

Konzentriert sich der Träger, hebt der Hubschrauber ab. Lässt die Konzentration nach, geht der Hubschrauber in den Sinkflug über. Rote und blaue Leuchtdioden auf der Pyramide zeigen das Maß an Konzentration und mentaler Entspannung an. Damit bei einer Konzentrationsschwäche nichts passiert, ist der Rotor von einem kugelförmigen Käfig umgeben.

Flugzeuge und Hubschrauber

Alternativ kann das Headset auch mit einem Android- oder iOS-Smartphone kommunizieren, auf dem die Steuersoftware Brainstorms installiert wird. An den Audioport wird dann ein Infrarotadapter angeschlossen, über den die Befehle an das Fluggerät übertragen werden. Die Konzentrationsanzeige ist dann auf dem Bildschirm des Smartphones zu sehen.