Forschung + Innovation

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„Clean Space One“: Schweizer entwickeln Müllabfuhr fürs All

Noch ist der Weltraum voll von Abfall, doch ordnungsliebende Schweizer wollen das ändern. Ein Satellit soll im Weltraum aufräumen - und dafür mir einem neuartigen Motor für den luftleeren Raum ausgestattet werden.

Deutlich preisgünstiger wollen Schweizer Raumfahrttechniker das Müllproblem im All lösen. Ihr Putzsatellit "Clean Space One" soll nur rund 8,5 Millionen Euro kosten. Mit einem Greifarm packt sich der Saubermann den Weltraummüll und stürzt sich damit Richtung Erde, wo Müll und Müllmann in der Atmosphäre verglühen. Einsatzbereit könnte das System in drei bis fünf Jahren sein, schätzen seine Entwickler von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne. Quelle: AFP
Deutlich preisgünstiger wollen Schweizer Raumfahrttechniker das Müllproblem im All lösen. Ihr Putzsatellit "Clean Space One" soll nur rund 8,5 Millionen Euro kosten. Mit einem Greifarm packt sich der Saubermann den Weltraummüll und stürzt sich damit Richtung Erde, wo Müll und Müllmann in der Atmosphäre verglühen. Einsatzbereit könnte das System in drei bis fünf Jahren sein, schätzen seine Entwickler von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne. Quelle: AFP

GenfDie Schweizer wollen den Weltraum aufräumen: Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) wollen einen Satelliten bauen, der im Weltraum für Sauberkeit sorgt. Der zehn Millionen Franken (8,2 Millionen Euro) teure Satellit „Clean Space One“ soll Weltraumschrott in der Erdumlaufbahn entsorgen. Als erstes soll er sich um zwei Schweizer Satelliten kümmern, die 2009 und 2010 ins All geschossen wurden. In drei bis fünf Jahren könnte der Müllmann-Satellit einsatzbereit sein, kündigte die EPFL am Mittwoch an. Ihm sollen weitere folgen.

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Einer Schätzung der Nasa zufolge fliegen rund um die Erde 500.000 Objekte, die schnell und groß genug sind, um Schäden an Satelliten oder Raumschiffen zu verursachen. Dazu gehören Trümmerteile von Raketenstufen, Abdeckkappen, Schrauben, Isolationsstücke, Kupferdrähte und andere Überbleibsel menschlichen Pioniergeistes. Und mit jeder Kollision entstehen zahlreiche neue Trümmerteile. „Es ist überlebenswichtig geworden, diesen Schrott zu kennen und um die Risiken seiner Verbreitung zu wissen“, sagte Claude Nicollier, Astronaut und Professor an der EPFL.

Weltraum

Für den Bau des Satelliten müssen die Wissenschaftler allerdings drei große technische Probleme lösen. Die erste Hürde ist, die Flugbahn des Satelliten mit seinem Ziel zu koordinieren. Dazu forscht das EPFL an einem neuen, ultrakompaktem Antrieb. Außerdem muss der Satellit die Trümmer auch bei der hohen Geschwindigkeit sicher greifen und festhalten können. Um dafür eine Lösung zu finden, untersuchen die Schweizer Wissenschaftler, wie Pflanzen und Tiere greifen, um daraus Erkenntnisse für das System abzuleiten. Und schließlich muss „Clean Space One“ die Trümmer noch in die Erdatmosphäre bringen, wo sie beim Wiedereintritt verglühen sollen.