Forschung + Innovation

Festakt für die besten Erfinder der Welt

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Europäischer Erfinderpreis 2013 LCD-Erfinder für sein Lebenswerk geehrt

Rund 500 Gäste nahmen an der Preisverleihung im Beurs van Berlage in Amsterdam teil, darunter die ehemalige Königin und jetzt Prinzessin Beatrix der Niederlande, der niederländische Staatssekretär für Bildung, Kultur und Wissenschaft, Sander Dekker, und EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier. Die Preise für 2013 wurden in fünf Kategorien verliehen; hinzu kam erstmals ein Publikumspreis. Die Preisträger sind...

Bild: PR

Grundlage für Smartphones und Tablets geschaffen

Mittlerweile erzielt der Sequenzierungmarkt weltweit einen Jahresumsatz in Höhe von 1,6 Mrd. US-Dollar, für die nächsten vier Jahre wird ein Anstieg auf 2,2 Mrd. US-Dollar erwartet. Nyréns eigenes Unternehmen, einst für die Markteinführung der Pyrosequenzierung gegründet, wurde 2008 vom Biotech-Riesen Qiagen übernommen.

Mit dem Franzosen Patrick Couvreur wurde in der Kategorie Forschung ein Pionier der Nanomedizin ausgezeichnet. Ihm gelang es, Krebsmedikamente in winzige Kapseln zu packen und durch die Blutbahn an den Ort ihrer erwünschten Wirkung zu transportieren. Dank der Nanokapseln können die schädlichen Nebenwirkungen herkömmlicher Krebstherapien weitgehend vermieden werden, da die Medikamente gezielt an die Krebszellen herangeführt werden und kein gesundes Gewebe schädigen.

Besonders nützlich haben sich Couvreurs Nanokapseln für die Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs erwiesen, an dem in Europa jährlich etwa 65.000 Menschen sterben und der nach Schätzungen für das Jahr 2015 weltweit 1,5 Milliarden US-Dollar Behandlungskosten verursachen wird.

Interview mit Erfinder Martin Schadt „Man kann nicht immer nur nehmen“

Der Schweizer Physiker Martin Schadt erhielt den Europäischen Erfinderpreis in der Kategorie Lebenswerk. Handelsblatt Online sprach mit ihm am Rande der Preisverleihung.

Interview mit Erfinder Martin Schadt: „Man kann nicht immer nur nehmen“

Einen Preis für sein Lebenswerk erhielt der Schweizer Martin Schadt. Als Mitarbeiter von Hoffmann-LaRoche entwickelte er 1970 die erste Flüssigkristall-Anzeige, besser bekannt als LCD. Damit legte Schadt die Grundlagen für die Displays moderner Smartphones, Tablets und LCD-Fernseher. Ein Milliardengeschäft: Allein 2012 gingen 40 Millionen TV-Bildschirme mit dieser Technologie über die Ladentheken, weltweit wurde mit LCD-Geräten im vergangenen Jahr ein Umsatz von rund 100 Mrd. US-Dollar erzielt.

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„Ich bin natürlich sehr stolz“, sagte Schadt im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Die meisten Preise, die ich bisher erhalten habe, stammten aus Nordamerika. Umso mehr freut es mich, dass mit diesem Preis nun auch hier in Europa gezeigt wird, dass Europäer gute Arbeit machen.“

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