Erstmals in der Geschichte des Europäischen Erfinderpreises wurde in Amsterdam auch ein Publikumspreis vergeben. Per Online-Abstimmung auf der Website des Europäischen Patentamts konnten Interessierte ihren Favoriten unter den 15 nominierten Erfindern wählen. Mit großem Vorsprung siegte hier der Spanier Jose Luis Lopez Gomez. Der Eisenbahningenieur hat mit seinen Erfindungen das Reisen in modernen Hochgeschwindigkeitszügen sicherer und bequemer gemacht.
Gomez‘ wichtigste Entwicklung ist eine spezielle Einzelradaufhängung, die die Position des Waggonrads auf der Schiene sichert und deutlich höhere Geschwindigkeiten in Kurven ermöglicht. Solche Entwicklungen haben Gomez‘ Arbeitgeber, das spanische Unternehmen Patentes Talgo, zu einer weltweit führenden Adresse unter den Herstellern von Hochgeschwindigkeitszügen gemacht.
„Mit ihren Entwicklungen haben alle Nominierten dazu beigetragen, unser tägliches Leben zu verbessern und unseren Wohlstand zu vermehren“, so EPA-Präsident Benoit Battistelli. „Diese wegweisenden Erfindungen belegen, dass Europa nach wie vor auf allen Gebieten der Technik weltweit eine führende Rolle einnimmt.“
Für Europas obersten Patentschützer bedeutet die Verleihung des Erfinderpreises eines der markantesten Daten in einer ganzen Reihe von Festakten, mit denen das Europäische Patentamt in diesem Jahr den 40. Jahrestag des Europäischen Patentübereinkommens begeht. Den Höhepunkt dieser Feierlichkeiten bilden ein wissenschaftliches Symposium und eine Gala am 17. Oktober in München.