Forschung + Innovation

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Flugzeug ohne Pilot: Fliegen mit dem Robiloten

Passagierflugzeuge sollen nach dem Willen der Entwickler in Zukunft vollautomatisch fliegen – und damit sicherer. Was Fluggäste von einem Flieger ohne Piloten halten, steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt.

Fliegende Untertasse ohne Pilot: Die X-47B kann viel mehr als herkömmliche Drohnen. Quelle: Reuters
Fliegende Untertasse ohne Pilot: Die X-47B kann viel mehr als herkömmliche Drohnen. Quelle: Reuters

DüsseldorfDie X-47B sieht aus wie eine fliegende Untertasse. Doch das dreieckige flache Fluggerät des US-Flugzeugherstellers Northrop ist das erste strahlgetriebene Trägerflugzeug der Luftfahrtgeschichte, das ohne Pilot fliegt.

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Jüngst übte der Kampfjet auf einer Testbasis der US-Marine im Süden des US-Bundesstaates Maryland das automatische Starten, Landen und Einparken auf einem Flugzeugträger. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die man seit Jahrzehnten nur den besten Piloten zugetraut hatte.

Flugzeuge ohne Piloten – Militärs fördern die nötige Technik, weil sie am stärksten davon profitieren. Schon heute gehören wenige Zentimeter bis mehrere Meter große Drohnen zum Alltag. Diese unbemannten Fluggeräte dienen der Aufklärung und führen Waffen mit.

Farnborough Airshow Kalte Krieger am Himmel über England

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Doch die fliegende Untertasse X-47B kann mehr als herkömmliche Drohnen: Der Flieger bleibt mit Wiederauftanken bis zu zwei Tage in der Luft. Die US-Militärs wollen damit im Kriegsfall Ziele des Gegners aus sicherer Entfernung angreifen – ohne dass dabei eigene Soldaten ins Visier geraten.

Flugzeuge und Hubschrauber

Auch Wetter- und Klimaforscher profitieren von der Entwicklung. Denn die strahlgetriebenen Flieger führen mehr Nutzlast mit als Propellermaschinen, die neben den kleineren Drohnen eingesetzt werden: Sie können also mehr stromhungrige Messgeräte mitführen und betreiben.

  • 16.01.2013, 18:38 UhrRalphFischer

    Ich denke mal das Passagiere nicht wirklich glücklich wären, wenn es keinen Piloten an Bord gibt. Ein Kurzschluss, und alle sind tot...

    Aber ich gehe davon aus, daß irgendwann flächendeckend der Co-Pilot zuhause bleibt...

  • 17.01.2013, 14:40 UhrKrosis

    Wie soll ein vollständig automatisiertes Flugobjekt denn bitte sicherer sein?
    Systemversagen, Stromausfall, Kabel kaputt, Kurzschluss oder wasweißich und was passiert dann?

    Kein Pilot an Bord der zumindest noch einen Gleitflug mit anschließender Notlandung hinbekommen könnte...

  • 26.01.2013, 19:31 Uhrhellboy

    Ich bete füe einen richtig Starken Sonnensturm, damit der ganze Dreck vom Himmel fällt! So eine Welt braucht niemand!