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Innovatives Verkehrskonzept: Mit der Luftstraßenbahn schneller ans Ziel

In Austin im US-Bundesstaat Texas will ein Unternehmen einen neues öffentliches Transportmittel etablieren: In Gondeln sollen dort zukünftig Fußgänger schneller ans Ziel kommen. Ein Vorbild auch für anderen Städte?

Für die Designer das Transportmittel der Zukunft: Gondeln, die quer über die Straßen der Stadt und vorbei an Hochhäusern fahren. Quelle: FrogDesign
Für die Designer das Transportmittel der Zukunft: Gondeln, die quer über die Straßen der Stadt und vorbei an Hochhäusern fahren. Quelle: FrogDesign

DüsseldorfGondeln als Transportmittel? Der erste Gedanke, der da den meisten kommen dürfte, sind Gondeln in Freizeitparks, im Ski-Gebiet oder auf der Weltausstellung. Für einen schönen Blick über eine Stadt, einen Berg, Landschaften – vor allem für Touristen.

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Designer Michael McDaniel und sein Team sehen in Gondeln hingegen noch etwas ganz anderes – nämlich das Massentransportmittel der Zukunft. Die Menschen in der Luft zu transportieren, statt neue Gleise zu verlegen, noch mehr Fahrzeuge auf die Straßen zu schicken oder jahrelange Baustellen für neue U-Bahnlinien – das ist McDaniels Idee.

Verkehr Die fahrerlose U-Bahn hat sich bewährt

Die erste U-Bahn ohne Fahrer in Nürnberg war eine kleine Sensation. Heute ist sie in São Paulo ebenso im Einsatz wie in Paris. Dabei wird die Technik immer ausgefeilter.

Ingenieursbüro und Designfirma Frog hat diese mit ihrem führenden Designer gemeinsam entwickelt und will sie unter dem Namen „The Wire“ zunächst im texanischen Austin umsetzten. Hier hat Frog die ersten Schritte bereits erfolgreich getan: Mit der Stadt wurde ein Vertrag geschlossen, dass ein Netzwerk von den sogenannten „Luftstraßenbahnen“ entwickelt wird, um die verschiedenen Nachbarschaften Austins miteinander zu verbinden.

Das Konzept der Gondeln ist nicht ganz neu: Städte wie beispielsweise Portland im US-Staat Oregon haben bereits eine „Luftstraßenbahn“, die dort den Norden mit dem Süden der Stadt verbindet. Der Unterschied: Wer in Portland die Gondel nutzt, kann nur eine Strecke nutzen.

Bahntechnik

Was McDaniel und sein Team dagegen planen, ist ein ganzes Netzwerk von Gondelstrecken, die dem eines U-Bahnnetzes ähneln. Trotzdem ist Portland für das Designer-Team ein Beispiel dafür, wie gut Gondeln als Transportmittel angenommen werden.

  • 04.12.2012, 16:47 UhrRobert_Merz

    Der Sky-Bus von der Gartenschau Mannheim fährt jetzt in Kuala Lumpur.
    Der Autor gibt selbst zu, dass das nix für Europa ist, da ja dort die Infrastruktur schon besteht.
    Luftbahnen sind für die gleiche Kapazität teurer als z.B. Straßenbahnen. Deshalb lohnt es sich - wie in den Bergen - wohl nur dort, natürliche Hindernisse zu überwinden sind - oder wo durch die Aussicht ein touristischer Zusatznutzen besteht. Ich dachte schon an eine Bahn in S. vom Hbf. zum Fernsehturm-unten!
    Türme sind wegen "Ansichtsänderung" und der Statik i.A. ungeeignet.
    Geeignet für Stationen sind wohl Kaufhäuser.
    Robert Merz 74626 Bretzfeld.

  • 02.12.2012, 15:10 UhrEva1811

    Nun das Verkehrsproblem ist global, und wir müssen neue Transportwege entwickeln um dies und auch die Umweltveschmutzung dadurch und den Treibhauseffekt im Zaum zu halten und auch evtl. zu verringen. Das Loch in der Ozonschicht wandert weiter und wird größer.


    Eine Kombination aus einer Art "Transrapid-Modell Automässig), Auto auf Schienen, Hooverkraft, Magnetschwebetechnik (ich denke jetzt mal etwas futuristisch und bizarr, Luke Skywalker läss grüssen).

    Evtl. lässt sich auch der Strassenverkehr vielleicht eines Tages teilweise unterirdisch gestalten??

  • 02.12.2012, 13:13 UhrFelipe

    Innovativ ja, aber nicht Neu! Das mag Viele überraschen, aber einfach mal nach Medellin (Kolumbien) schauen. Die haben so etwas schon länger. Mehrere Linien elegant mit der Metro und einem Nationalpark verbunden und das ganze sehr modern, sauber und sicher.