Japan
Im Mai 2012, rund ein Jahr nach der Atomkatastrophe von Fukushima, schaltete Japan seinen letzten Nuklearreaktor ab und kappte damit die Versorgung mit Atomstrom. Im Juli hatte dann der Energieversorger Kansai Electric Power zwei der 50 kommerziellen Reaktoren Japans wieder in Betrieb genommen. Dieser Schritt hatte zu heftigen Protesten in der Bevölkerung geführt.
Trotzdem forderte der Chef des Reaktorherstellers Mitsubishi Heavy Industries nach dem Wahlsieg der Liberal-Demokratischen Partei (LDP) in Japan eine schnelle Rückkehr zur Atomenergie. Die abgeschalteten Atomkraftwerke (AKW) sollten wieder ans Netz gehen, sagte Hideaki Omiya. "Japan muss wirtschaftlich wachsen, und die Energiepolitik spielt dabei eine große Rolle", sagte der CEO von Mitsubishi Heavy. Dabei habe Sicherheit Vorrang. "Die (Reaktor-)Hersteller müssen alles tun, was sie können, um zu sagen: 'Wenn wir es machen, ist es sicher'."
Mit der Inbetriebnahme weiterer Reaktoren wird nicht vor Sommer 2013 gerechnet. Zunächst müssen neue Sicherheitsbestimmungen in Kraft treten.
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