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Kürzung um 20 Prozent: Weniger Geld für Nobelpreisträger

Die Finanzkrise kratzt auch an den Nobelpreisen: Die Preisträger, die kommende Woche bekanntgegeben werden, müssen sich im Vergleich zu früheren Jahren mit deutlich reduziertem Preisgeld zufrieden geben.

Es gibt weniger Geld für Nobelpreisträger. Trotzdem bleibt der Preis die begehrteste Auszeichnung für Wissenschaftler. Quelle: dpa
Es gibt weniger Geld für Nobelpreisträger. Trotzdem bleibt der Preis die begehrteste Auszeichnung für Wissenschaftler. Quelle: dpa

Kopenhagen/StockholmÜberall wird gekürzt: Gehälter, Renten, Kindergeld – und jetzt auch noch bei den Nobelpreis-Dotierungen. Wenn die Juroren ab Montag die diesjährigen Preisträger verkünden, gibt es neben lebenslangem Ruhm und einem Händedruck von Schwedens König Carl XVI. Gustaf nur noch acht statt der bisher zehn Millionen Kronen. Umgerechnet sind das etwa 940.000 statt 1,2 Millionen Euro, die meistens zwischen zwei oder drei Preisträgern geteilt werden müssen.

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„Für die Bedeutung des Preises ist die Kürzung völlig egal“, meint Anders Bárány, Ex-Sekretär der Physik-Jury und wohl der beste Kenner der über hundertjährigen Nobel-Geschichte. „Wenn man frische Preisträger fragen würde, ob sie zum Draufzahlen bereit wären, würden alle den Nobelpreis immer noch begeistert annehmen“, sagt der Schwede.

Lukrative Ehrung Die Millionen der Nobelpreisträger

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Die meisten Ausgezeichneten seien im fortgeschrittenen Alter und gegen oder nach Ende ihrer Wissenschaftslaufbahn „bestens etabliert“: „Die brauchen das Geld gar nicht und setzen es dann für ein schönes Segelboot oder ein Häuschen für die Kinder oder sowas ein.“

Nobelpreis

Bárány schwärmt von der Verwendung der Dotierung durch die deutsche Medizin-Preisträgerin des Jahres 1995, Christiane Nüsslein-Volhard. Die 69-jährige Tübinger Biologin hilft herausragenden jungen Wissenschaftlerinnen mit 200 bis 400 Euro pro Monat zur Entlastung im Haushalt und bei der Kinderbetreuung.

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