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Langzeitexperiment: Virtuelle Marslandung ist geglückt

Seit Juni 2010 sind drei Forscher virtuell auf dem Weg zum Mars. Nahe Moskau wird die Reise zum Nachbarplaneten bis ins kleinste Detail simuliert - so auch die nun geglückte Landung. Nun wird es Zeit für einige Ausflüge auf dem "Roten Planeten".

Während die Nasa den Rover "Curiosity" zur Landung auf dem mars vorbereitet, gehen in Moskau echte Menschen virtuell auf dem Roten Planeten spazieren. Quelle: DAPD
Während die Nasa den Rover "Curiosity" zur Landung auf dem mars vorbereitet, gehen in Moskau echte Menschen virtuell auf dem Roten Planeten spazieren. Quelle: DAPD

HB MOSKAU. Das bislang größte Mars-Experiment in der Geschichte der Raumfahrt ist am Ziel: Drei Projektteilnehmer sind virtuell auf dem Roten Planeten gelandet. Der Russe Alexander Smolejewski, der Italiener DiegoUrbina sowie Wang Yue aus China werden in den kommenden Tagen insgesamt drei Ausflüge auf dem Mars simulieren, den ersten an diesem Montag.

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Dabei sollen sie etwa einen Verletzungsfall nachstellen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass auch Überraschungsaufgaben auf die Kandidaten warteten, sagte der Direktor des Moskauer Instituts für biomedizinische Probleme (IMBP), Boris Morukow, am Samstag nach Angaben der Agentur Interfax.

Drei weitere Probanden - die Russen Alexej Sitjow und Suchrob Kamolow sowie Romain Charles aus Frankreich - durften nicht mit an Bord der "Landekapsel" und warten nun 30 Tage lang im benachbarten "Raumschiff" auf ihre Kollegen. Bevor die Landungscrew aber zurück darf, muss sie noch drei Tage zur "Quarantäne" in getrennten Räumen bleiben.

Die sechs "Raumfahrer" simulieren bereits seit Juni 2010 auf dem Gelände des IMBP einen Flug zum Mars und zurück. Dafür leben sie im Dienste auch der deutschen Wissenschaft in totaler Isolation und nehmen an zahlreichen Experimenten teil. Sie müssen regelmäßig Urin- und Blutproben abgeben und werden rund um die Uhr mit Kameras und Sensoren überwacht. Jedem Besatzungsmitglied steht lediglich ein drei Quadratmeter kleiner unbeobachteter Privatbereich zur Verfügung. Mögliche Probleme "an Bord" müssen selbst gelöst werden.

Das Experiment dauert insgesamt 520 Tage und damit noch bis November dieses Jahres. Die Teilnehmer dürfen aber jederzeit aussteigen.

An dem Experiment beteiligen sich auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR sowie die Europäische Weltraumbehörde ESA mit etwa zwei Millionen Euro. An einem früheren Mars-Experiment über 105 Tage hatte auch der Bundeswehr-Hauptmann Oliver Knickel teilgenommen.

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