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Luftfahrt: Schnellere Helis dank neuer Rotortechnik

Am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt tüfteln Wissenschaftler an einer neuen Technik für Hubschrauberrotoren. Sie soll Helikopter in Zukunft schneller und wendiger machen.

  • Dem Rotor verdankt der Hubschrauber seine besondere Fähigkeit, senkrecht starten und landen zu können. Er bringt aber gleichzeitig aerodynamische Nachteile mit sich. An dem Blatt des Hauptrotors eines Hubschraubers, das sich gerade nach hinten bewegt, kann bei komplizierten Flugmanövern die Luftströmung abreißen. Dadurch geht Auftrieb verloren, zudem wird der Rotor extrem großen Belastungen ausgesetzt.

    Bild: DLR

    Dem Rotor verdankt der Hubschrauber seine besondere Fähigkeit, senkrecht starten und landen zu können. Er bringt aber gleichzeitig aerodynamische Nachteile mit sich. An dem Blatt des Hauptrotors eines Hubschraubers, das sich gerade nach hinten bewegt, kann bei komplizierten Flugmanövern die Luftströmung abreißen. Dadurch geht Auftrieb verloren, zudem wird der Rotor extrem großen Belastungen ausgesetzt. Bild: DLR
  • Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen haben jetzt eine Möglichkeit gefunden, diesen Nachteil zu kompensieren und Hubschrauber manövrierfähiger zu machen. Sie entwickelten eine Art aerodynamischen Dämpfer für die Rotorblätter.

    Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen haben jetzt eine Möglichkeit gefunden, diesen Nachteil zu kompensieren und Hubschrauber manövrierfähiger zu machen. Sie entwickelten eine Art aerodynamischen Dämpfer für die Rotorblätter. Quelle: DLR/Marek Kruszewski
  • Bei dem neuen System wird durch kleine Löcher im Rotor Luft nach außen gedrückt. Dies vermindert die Stärke der schädlichen Verwirbelungen beim Strömungsabriss. Piloten könnten das System bei schwierigen Flugmanövern zuschalten und so die auf den Rotor einwirkenden Kräfte deutlich verringern.

    Bild: DLR

    Bei dem neuen System wird durch kleine Löcher im Rotor Luft nach außen gedrückt. Dies vermindert die Stärke der schädlichen Verwirbelungen beim Strömungsabriss. Piloten könnten das System bei schwierigen Flugmanövern zuschalten und so die auf den Rotor einwirkenden Kräfte deutlich verringern. Bild: DLR
  • Getestet wurde das System im sogenannten Transsonischen Windkanal in Göttingen. In der 50 Meter langen und zwölf Meter hohen Anlage kann simuliert werden, wie sich Luftfahrzeuge nahe der Schallgeschwindigkeit im so genannten transsonischen Bereich (etwa 1.000 Kilometer pro Stunde) verhalten.

    Bild: DLR

    Getestet wurde das System im sogenannten Transsonischen Windkanal in Göttingen. In der 50 Meter langen und zwölf Meter hohen Anlage kann simuliert werden, wie sich Luftfahrzeuge nahe der Schallgeschwindigkeit im so genannten transsonischen Bereich (etwa 1.000 Kilometer pro Stunde) verhalten. Bild: DLR
  • Für die aktuellen Versuche bauten die DLR-Forscher Kai Richter, Tony Gardner und Holger Mai (v. l.) ein Segment eines Rotors in den Windkanal ein. Per Druckluftsystem wurde dann Luft durch insgesamt 42 Öffnungen gepresst, wobei Sensoren bis zu 6000 Mal in der Sekunde den Druck am Rotorblatt registrierten.

    Bild: DLR

    Für die aktuellen Versuche bauten die DLR-Forscher  Kai Richter, Tony Gardner  und Holger Mai (v. l.) ein Segment eines Rotors in den Windkanal ein. Per Druckluftsystem wurde dann Luft durch insgesamt 42 Öffnungen gepresst, wobei Sensoren bis zu 6000 Mal in der Sekunde den Druck am Rotorblatt registrierten. Bild: DLR
  • In einem nächsten Schritt sollen die Ergebnisse jetzt auf einem neuen Prüfstand auch am drehenden Rotor überprüft werden. Bewährt sich das System auch hier, könnte es in Zukunft Höchstgeschwindigkeit und Manövrierfähigkeit von Hubschraubern spürbar verbessern.

    Bild: DLR

    In einem nächsten Schritt sollen die Ergebnisse jetzt auf einem neuen Prüfstand auch am drehenden Rotor überprüft werden. Bewährt sich das System auch hier, könnte es in Zukunft Höchstgeschwindigkeit und Manövrierfähigkeit von Hubschraubern spürbar verbessern. Bild: DLR