_

Made in Germany: Fürstlicher Bio-Schnaps

Von der WG-Küche zur eigenen Destille: Schon als Studenten brannten Maximilian Schauerte und Daniel Schönecker Schnaps selbst. Heute stellen sie Gin unter dem Namen „The Duke Munich Dry“ professionell her – und haben es längst in die Regale von Feinkostläden und großen Warenhäuser geschafft.

Bio-Gin aus München: Selbstgebranntes aus der Studentenbude. Quelle: Pressebild
Bio-Gin aus München: Selbstgebranntes aus der Studentenbude. Quelle: Pressebild

MÜNCHEN. London anno 1720 - in jedem vierten Haushalt köcheln die Gin-Kessel. Fünf Gesetze sind nötig, um dem überbordenden Schnapskonsum und seinen unschönen Begleiterscheinungen auf den Straßen Herr zu werden.

Anzeige

München im Jahr 2009 - von Londoner Verhältnissen ist man weit entfernt. Und doch: Durch einen Hinterhof der Maxvorstadt ziehen feinaromatische Duftschwaden. An einem blanken Kupferkessel machen sich Maximilian Schauerte und Daniel Schönecker zu schaffen, zwei junge Historiker. Die 30-Jährigen haben sich mitten im Studentenviertel dem Brennen des klaren Wacholderschnapses verschrieben. Nur ein schlichtes Klingelschild zwischen Friseur und China-Restaurant deutet darauf hin.

"The Duke Munich Dry Gin" ist in kurzer Zeit zum Geheimtipp geworden: Nicht nur Bar-Legende Charles Schumann schenkt ihn aus. Auch Feinkost Käfer verkauft ihn und der Kaufhof hat ihn diese Woche bundesweit ins Programm genommen. Mit einem Preis von knapp 30 Euro haben sich die Münchener Brenner selbstbewusst ins gehobene Preissegment gesetzt. Der Gin macht seinem Namen alle Ehre: Der "Duke" steht für Herzog Heinrich den Löwen - das ist kein Geringerer als der Gründer der Stadt München.

Hochprozentiges haben die beiden Unternehmer schon in ihrer Schwabinger Studentenküche produziert - "damals nur für den Heimgebrauch, juristisch vielleicht nicht ganz sauber", sagt Schönecker. Ein Hobby, "oft mit mehr Leidenschaft betrieben als das Studium", gibt Maximilian Schauerte zu. Sie lasen sich ins Thema ein, besuchten Brennereien. "Und ab und zu haben wir eben in der Küche auch was destilliert", sagt Schönecker. Mal Bierbrand, mal billigen Wein - "rein spaßmäßig".

  • Die aktuellen Top-Themen
Ethik-Diskussion: Wann ist ein Hacker ein guter Hacker?

Wann ist ein Hacker ein guter Hacker?

Bei einer Tagung des Chaos Computer Club haben Hacker versucht, für sich eine neue Ethik zu formulieren. Doch die Szene streitet, was Hacker dürfen sollen.

Expo 2012: Viel High Tech, wenig Gäste

Viel High Tech, wenig Gäste

Mit einer Expo zur nachhaltigen Nutzung der Meere will Südkorea Gäste aus aller Welt ins Land locken. Allein im deutschen Pavillon stecken 15 Millionen Euro. Doch die ersten Besucherzahlen waren enttäuschend.

Dragon besucht ISS: Das Andock-Manöver in Bildern

Das Andock-Manöver in Bildern

Erstmals dockt an der Raumstation ISS etwa 350 Kilometer über der Erdoberfläche ein privat finanzierter Raumtransporter an. Die beeindruckenden Bilder zu einem Meilenstein der Raumfahrtgeschichte.

  • Video

Auto-Visionen Viel Power für wenig Euro - Mazda 3 MPS

Über das Design des sportlichen Japaners kann man streiten - über das Preis-Leistungsverhältnis nicht. Für weniger als 30.000 Euro bietet Mazda satte 260 Pferdestärken. Was sonst noch im MPS steckt, klärt unser Fahrtest.