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Maschinen als Wächter: Roboter sollen Gefangene bewachen

In Südkorea sollen im kommenden Jahr Roboter in einem Gefängnis den Wachdienst verrichten. Die Maschinen sollen auffälliges Verhalten feststellen, dienen aber auch zur Kommunikation zwischen Gefangenen und Wärtern.

Gefänginsalltag in einer deutschen Haftanstalt. In Südkorea sollen künftig auch Roboter zur Bewachung von Gefangenen eingesetzt werden. Quelle: dpa
Gefänginsalltag in einer deutschen Haftanstalt. In Südkorea sollen künftig auch Roboter zur Bewachung von Gefangenen eingesetzt werden. Quelle: dpa

BerlinDie südkoreanischen Justizbehörden wollen in Zukunft Roboter Häftlinge bewachen lassen. Im kommenden Frühjahr soll ein entsprechendes Pilotprojekt in einem Gefängnis nahe der Hauptstadt Seoul starten, berichtet die Tageszeitung Korea Herald.

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Der robotische Wärter ist etwa 1,50 Meter groß, 70 Kilogramm schwer und fährt auf vier Rädern. Ausgestattet ist er mit Kameras sowie mit Kommunikationseinrichtungen wie Mikrofon und Lautsprecher.

Der Roboter soll durch die Gänge des Gefängnisses patrouillieren und nach ungewöhnlichen Ereignissen Ausschau halten, etwa gewalttätigen Auseinandersetzungen unter den Insassen oder einem Selbstmordversuch. Bemerkt er Auffälliges,  alarmiert er automatisch die Wachhabenden. Die Häftlinge wiederum können über den Roboter mit den Wachen kommunizieren.

Haushaltshelfer Wie Roboter den Alltag erleichtern

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Vorteil gegenüber einer normalen Überwachungskamera sei, dass der Roboter darauf programmiert ist, die Aktivitäten der Insassen zu analysieren und ungewöhnliches Verhalten erkennen könne, erklärte Li Baik-chul dem Wall Street Journal. Li lehrt an der Kyonggi-Universität in Seoul und ist Leiter des Projekts.

Keine Terminatoren

Das Wachpersonal habe das Projekt begrüßt, sagte Li, da es sich eine Entlastung durch die Roboter erhofft, vor allem nachts. Bedenken gebe es allerdings noch hinsichtlich der Reaktion der Häftlinge.

Roboter

"Die Roboter sind aber keine Terminatoren", sagt Li. "Ihre Aufgabe ist nicht, hart gegen die Häftlinge vorzugehen." Im Gegenteil, sie könnten in einem Notfall über die Roboter Hilfe herbeirufen. Die Entwickler wollten zudem den Robotern ein freundliches Aussehen verleihen.

Es sind nicht die ersten Roboter, die in Südkorea im Sicherheitsbereich eingesetzt werden: Roboter werden auch eingesetzt, um die Demarkationslinie zu Nordkorea zu bewachen. Hergestellt werden diese Roboter vom Mischkonzern Samsung.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Golem.de.

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