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Massensterben: Dino-Killer kam wirklich aus dem All

Der Asteroid, der vor 66 Millionen Jahren auf der Erde einschlug, ist den Dinosauriern nicht gut bekommen. Zum globalen Killer wurde er aber nur, weil die Riesenechsen schon geschwächt waren, wie eine neue Studie zeigt.

  • Die These vom Dinosauriersterben durch einen Asteroiden haben Forscher auf eindrückliche Weise belegt. Mit einer verbesserten Analysemethode berechnete ein internationales Team unter Leitung des US-Geologen Paul Renne (Bild), dass der Einschlag eines Himmelskörpers und das Ende der Urzeittiere zeitlich sehr nah beieinander lagen.

    Die These vom Dinosauriersterben durch einen Asteroiden haben Forscher auf eindrückliche Weise belegt. Mit einer verbesserten Analysemethode berechnete ein internationales Team unter Leitung des US-Geologen Paul Renne (Bild), dass der Einschlag eines Himmelskörpers und das Ende der Urzeittiere zeitlich sehr nah beieinander lagen. Quelle: Science/Courtney Sprain
  • Bereits in den 1980er Jahren hatten US-Forscher das Aussterben der Dinosaurier mit einem Asteroiden-Einschlag vor 66 Millionen Jahren in Verbindung. Damals, am Ende der Kreidezeit, traf ein riesiger Brocken aus dem All die mexikanische Yucatán-Halbinsel.

    Doch für diese Hypothese fehlten lange die eindeutigen Beweise. „Bisher war immer das Problem, dass die Fehlertoleranz der Hauptdatierungsmethode bei ungefähr einem Prozent lag. Bei 66 Millionen Jahren sind das schon 660.000 Jahre - also ziemlich ungenau“, so Heiko Pälike, vom Forschungszentrum Marum der Universität Bremen. Er hat für die Studie von Renne und Kollegen im Fachmagazin Science einen Begleitartikel geschrieben.

    Bereits in den 1980er Jahren hatten US-Forscher das Aussterben der Dinosaurier mit einem Asteroiden-Einschlag vor 66 Millionen Jahren in Verbindung. Damals, am Ende der Kreidezeit, traf ein riesiger Brocken aus dem All die mexikanische Yucatán-Halbinsel. Doch für diese Hypothese fehlten lange die eindeutigen Beweise. „Bisher war immer das Problem, dass die Fehlertoleranz der Hauptdatierungsmethode bei ungefähr einem Prozent lag. Bei 66 Millionen Jahren sind das schon 660.000 Jahre - also ziemlich ungenau“, so Heiko Pälike, vom Forschungszentrum Marum der Universität Bremen. Er hat für die Studie von Renne und Kollegen im Fachmagazin Science einen Begleitartikel geschrieben. Quelle: dpa
  • Ein Forscherteam konnte die Messmethode vor einiger Zeit auf eine Fehlertoleranz von 0,1 Prozent verbessern. Mit dieser Methode untersuchte die Gruppe um Renne nun Proben aus dem Übergang von der Kreidezeit zum Paläogen - also aus der Zeit, in der die Dinosaurier ausstarben.

    Ein Forscherteam konnte die Messmethode vor einiger Zeit auf eine Fehlertoleranz von 0,1 Prozent verbessern. Mit dieser Methode untersuchte die Gruppe um Renne nun Proben aus dem Übergang von der Kreidezeit zum Paläogen - also aus der Zeit, in der die Dinosaurier ausstarben. Quelle: Science/Ross Dymock
  • Ihr Hauptaugenmerk richteten sie dabei auf Ablagerungen von Vulkanasche in Gesteinsschichten aus der Zeit des Sauriersterbens (Pfeil).

    Ihr Hauptaugenmerk richteten sie dabei auf Ablagerungen von Vulkanasche in Gesteinsschichten aus der Zeit des Sauriersterbens (Pfeil). Quelle: Science/Paul Renne
  • Anhand der so gewonnenen Daten konnten sie darlegen, dass der Einschlag und das Aussterben maximal 33.000 Jahren auseinanderliegen können.

    Anhand der so gewonnenen Daten konnten sie darlegen, dass der Einschlag und das Aussterben maximal 33.000 Jahren auseinanderliegen können. Quelle: Science/Paul Renne
  • Allerdings gehen Renne und seine Kollegen davon aus, dass die Dinosaurier zuvor schon sehr geschwächt gewesen waren. Bereits vorher habe es Klimaschwankungen mit kühleren Phasen gegeben, schreiben sie in Science. Dies habe die Dinosaurier und andere Arten, die an wärmere Temperaturen angepasst gewesen seien, an den Rand des Aussterbens gebracht. Der Asteroid gab ihnen dann den Rest.

    Allerdings gehen Renne und seine Kollegen davon aus, dass die Dinosaurier zuvor schon sehr geschwächt gewesen waren. Bereits vorher habe es Klimaschwankungen mit kühleren Phasen gegeben, schreiben sie in Science. Dies habe die Dinosaurier und andere Arten, die an wärmere Temperaturen angepasst gewesen seien, an den Rand des Aussterbens gebracht. Der Asteroid gab ihnen dann den Rest. Quelle: Science/Paul Renne
  • Auch einen möglichen Schuldigen für die Klimaveränderungen präsentieren die Forscher in dem Science-Artikel. Demnach könnten Vulkanausbrüche im westindischen Dekkan-Trapp, einer der vulkanisch aktivsten Regionen der Erde, große Mengen Staub in die Atmosphäre eingebracht haben, der zum Absinken der Temperaturen führte.

    Auch einen möglichen Schuldigen für die Klimaveränderungen präsentieren die Forscher in dem Science-Artikel. Demnach könnten Vulkanausbrüche im westindischen Dekkan-Trapp, einer der vulkanisch aktivsten Regionen der Erde, große Mengen Staub in die Atmosphäre eingebracht haben, der zum Absinken der Temperaturen führte. Quelle: Science/Paul Renne