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Mobilität: Der Superzug der Zukunft

Der Zug der Zukunft rast mit 400 Kilometer pro Stunde über die Lande und spuckt am Zielort 1600 Menschen aus seinen Doppelstockwaggons. Dabei benötigt er nur halb so viel Energie wie ein ICE. Doch wird er jemals fahren?

Der Superzug der Zukunft transportiert doppelstöckig 1600 Passagiere mit 400 Kilometern pro Stunde.
Der Superzug der Zukunft transportiert doppelstöckig 1600 Passagiere mit 400 Kilometern pro Stunde.

HeidelbergStuttgart 21 spaltete das Land: Parteien und selbst Familien zerstritten sich über der Frage, ob man einen Bahnhof im Boden der schwäbischen Metropole versenken dürfe oder nicht. Nach dem zumindest in den Augen von Bahn und Politik bestandenen Stresstest wird nun kräftig gebaut – bis 2020 soll der neue Tiefbahnhof den Betrieb aufnehmen. Doch womöglich ist das modernste Vorzeigeprojekt der Deutschen Bahn dann schon wieder veraltet und entspricht nicht mehr den Anforderungen der neuen Zeit, befürchtet Joachim Winter vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

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"Die vorhandene Bahninfrastruktur mit den aus Kaiserzeiten übernommenen Bahnhöfen ist nicht mehr zeitgemäß. Und auch Stuttgart 21 ist konventionell geplant. Die heutigen Bahnsteigbreiten verkraften beim Umsteigeverkehr überhaupt nicht die Passagierzahlen, die wir im Sinn haben", sagt der Projektleiter des Next Generation Train (NGT), des Zugs der Zukunft, der vielleicht schon bald über Deutschlands Hochgeschwindigkeitstrassen rauscht. Bis zu 1600 Passagiere kann und soll der NGT dann in seinen Doppelstockwaggons im Eiltempo transportieren – viel zu viele für die schmalen Bahnsteige, auf denen sich schon jetzt die Reisenden mit ihrem Gepäck stauen und in die Quere kommen. Zum Vergleich: Heutige ICE der dritten Generation besitzen gerade einmal 460 Sitzplätze.

Schienenrekorde Die schnellsten Züge der Welt

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Wenn Deutschland die Energiewende jedoch ernst nimmt, werde die Politik auch nicht an der Bahn und damit dem NGT mit seinen großen Passagierzahlen vorbeikommen, meint Markus Hecht von der Technischen Universität Berlin: "Die Eisenbahn muss wachsen – aus Umweltgründen und wegen der Energieeffizienz, und beides ließe sich mit relativ wenig Aufwand bewerkstelligen. Doch hierzulande werden die Potenziale noch nicht genutzt." Und das Potenzial ist riesig, wie seine Arbeit und die des Kollegen Joachim Winter zeigt: Schon mit kleinen Veränderungen kann man die Eisenbahn in Deutschland dramatisch leiser, energiesparender und schneller machen – so es denn gewollt ist.

  • 04.07.2012, 12:55 UhrJoachim_Winter

    Das Projekt konnte vom Autor natürlich nicht im vollen Umfang und mit allen Details dargestellt werden. Wer sich weitergehend informieren möchte, kann dies auf der DLR web-Seite tun:
    http://www.dlr.de/dlr/des...

    Wir haben die Kommentare zur Kenntnis genommen und werden die noch nicht berücksichtigten Aspekte in unsere wissenschaftlichen Arbeiten einbringen.

  • 18.06.2012, 10:56 UhrEmanuel

    Deutschland hat keinen Platz für Steinzeitmenschen , baut endlich Zukunft !
    400 , 500 , 600 etc .

  • 18.06.2012, 08:01 UhrBahnfahrer

    Ich will gar nicht mit 400 Sachen durch die Gegend brausen. Ich will endlich die Wahl haben, mit welcher Bahngesellschaft ich schnell, günstig und bequem von Hamburg nach München und durch die Republik fahre.

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