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Nach Inuit-Protesten: „Polarstern“ muss Arktis-Expedition abbrechen

Das deutsche Forschungsschiff „Polarstern“ wird seine Expedition in den arktischen Gewässern Kanadas nicht fortsetzen. Hintergrund ist ein Streit mit den Ureinwohnern der Region über ein geplantes Experiment der Wissenschaftler an Bord.

Die "Polarstern" - hier bei einer früheren Expedition - sollte seismische Untersuchungen durchführen. Quelle: picture-alliance
Die "Polarstern" - hier bei einer früheren Expedition - sollte seismische Untersuchungen durchführen. Quelle: picture-alliance

HB BREMERHAVEN/IQALUIT. Nach juristischen Auseinandersetzungen mit den Ureinwohnern Kanadas hat das deutsche Forschungsschiff „Polarstern“ eine geplante Expedition in kanadischen Gewässern abgebrochen. Die Wissenschaftler respektierten die Bedenken der Inuit und hätten die kanadischen Gewässer inzwischen verlassen, sagte eine Sprecherin des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung (AWI) am Dienstag in Bremerhaven.

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Die Inuit hatten aus Angst um ihre Fischgründe gegen die von kanadischen Behörden genehmigte Forschungsfahrt geklagt und vor Gericht Recht bekommen. Nach dem überraschenden Aus für die seit langem geplante Expedition drehte die „Polarstern“ ab. Sie befinde sich mittlerweile in grönländischen Gewässern und setze ihre Forschungsfahrt dort fort, sagte die AWI-Sprecherin.

Auf der Fahrt durch die arktischen Gewässer Kanadas wollte eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern seismische Untersuchungen im Lancastersund, eine Meerenge bei der Baffininsel im äußersten Nordosten Kanadas, vornehmen. Die Untersuchungen sollten Hinweise darauf geben, wie sich der amerikanische Kontinent und Grönland voneinander getrennt haben.

Das gerichtliche Verbot sei überraschen gekommen, sagte die AWI- Sprecherin. Die Untersuchungen seien auch auf Grundlage der kanadischen Umweltschutzbestimmungen genehmigt und alle Auflagen erfüllt worden.

Die Inuit befürchten, dass die bei den Untersuchungen eingesetzten Schallwellen Wale und andere Meeressäuger vertreiben, die für die Ureinwohner nach wie vor eine Nahrungsquelle sind. Hintergrund des Streites um die Forschungsfahrt ist auch die Auseinandersetzung zwischen den Vertretern des seit 1999 eigenständigen Inuitterritoriums Nunavut und der Zentralregierung im kanadischen Ottawa. Zwischen beiden Administrationen ist immer wieder umstritten, wie weit das Mitspracherecht der Ureinwohner gehen darf.

  • 17.08.2010, 19:16 UhrAnonymer Benutzer: GB

    Diese "Wissenschaftler" kennen wir schon seit Goethe.

    Erkenntnisstreben ohne Rücksicht auf Verluste und wenn das Wichtigste und Liebste dabei draufgeht.

    Eben eine Sucht und so muss das Phänomen auch behandelt werden.

    Suchtkranke sollten Deutschland nicht in der Welt vertreten dürfen, keine staatlichen Forschungsgelder erhalten und nicht womöglich noch eines Tages mit dem Nobelpreis geehrt werden.

    Wer anderen die Nahrungsgrundlage entzieht, auch wenn es unbeabsichtigt und "aus Versehen" passiert, der sollte sich erst einmal daheim ein bestimmtes ethisches Niveau aneignen, bevor er auf die Welt losgelassen wird,

    Frau Forschungsministerin !!!

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