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Raumfahrt: Amerikas erster Schritt zum Mond

Für Amerika sah Anfang der 60er Jahre im Weltraum-Rennen mit der Sowjetunion sehr schlecht aus. Erst mit John Glenn kehrte die Hoffnung zurück: Vor genau 50 Jahren umrundete er als erster US-Astronaut die Erde.

Nasa-Astronaut John Glenn bei seinem historischen Raumflug am 20. Februar 1962. Quelle: dapd
Nasa-Astronaut John Glenn bei seinem historischen Raumflug am 20. Februar 1962. Quelle: dapd

WashingtonEs war ein Schock für die Amerikaner. Als am 12. April 1961 der Kosmonaut Juri Gagarin als erster Mensch die Erde umrundete, schien der Triumph der Sowjetunion über die USA im Rennen um den Weltraum perfekt. Bis dahin hatte die westliche Supermacht nicht einmal einen Menschen in den Orbit bringen können – das gelang erst Wochen später dem Astronauten Alan B. Shepard mit einem Kurzausflug in 187 Kilometer Höhe.

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Fast zehn Monate – im damaligen Weltraumsprint der Supermächte eine Ewigkeit – musste die Nation warten, bis sie den Erfolg der Russen kopieren konnte. Am 20. Februar 1962 schickte die Raumfahrtbehörde Nasa den 40 Jahre alten Astronauten John Glenn auf die bis dahin wichtigste Reise eines Amerikaners im All. Als er nach 296 Minuten und drei Erdumrundungen mit der „Friendship 7“-Kapsel am Fallschirm sicher im Atlantik landete, waren von Maine bis Hawaii vermutlich etliche erleichterte Seufzer zu hören.

40 Jahre Mondlandung Sprüche aus dem All

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Glenn wurde nach seiner Rückkehr landesweit mit Konfettiparaden gefeiert. Präsident John F. Kennedy, der seinen Landsleuten die Mondlandung bis Ende des Jahrzehnts versprach, empfing den damaligen Oberstleutnant mit Pauken und Trompeten. Sein Flug war mehr als der geglückte Test eines Raumschiffes, mehr als ein Beweis, dass Menschen mit der Schwerelosigkeit klarkommen. Er war für die USA ein großer politischer Triumph im Kalten Krieg. Seht her, lautete die Botschaft an die Sowjets, wir werden Euch bald überholen.

Weltraum

Dabei war der Flug alles andere als reibungslos verlaufen. Der Start sowie der Eintritt in die Umlaufbahn klappten zwar plangemäß und nach knapp 90 Minuten hatte Glenn die erste Erdumrundung gemeistert – doch das automatische Steuersystem wollte nicht recht mitspielen. Glenn musste auf Handsteuerung umschalten. Seine Erfahrung beschrieb der ehemalige Marineflieger und studierte Mathematiker danach in für ihn typisch nüchterner Weise: „Es gab keinerlei Anzeichen dafür, dass ich in Folge der Schwerelosigkeit an Schaltern vorbeigreifen würde“.

  • 20.02.2012, 20:32 UhrSilvercoin82

    lächerlich und fraglich, dass die Nasa für eine neue Mond-Mission über 20 Jahre bräuchte! Fortschritt schaut anders aus!!

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