Forschung + Innovation

_

Raumfahrt: Privatinitiative will Teleskop auf den Mond schießen

Das International Lunar Observatory Association will als erste private Initiative ein Teleskop auf den Mond bringen. Das Observatorium würde auf dem Erdtrabanten ideale Beobachtungsbedingungen vorfinden.

Künstlerische Darstellung des Mondobservatoriums Ilo. Quelle: Moon Ex
Künstlerische Darstellung des Mondobservatoriums Ilo. Quelle: Moon Ex

BerlinSpaceX-Chef Elon Musk sowie einige andere Unternehmer träumen von einer privat finanzierten Mission zum Mars. So weit wollen die International Lunar Observatory Association (Iloa) und Moon Express (Moon Ex) nicht: Die beiden Partner wollen in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts eine kleine Beobachtungsstation zum Mond schießen.

Anzeige

International Lunar Observatory 1 (Ilo-1) besteht aus einem Radioteleskop mit einer zwei Meter langen Antenne und einem optischen Teleskop. Es werde das erste Instrument, mit dem Beobachtungen von der Mondoberfläche aus durchgeführt werden könnten, kündigen die Iloa und Moon Ex an.

Nasa-Visonen Leben im All

  • Nasa-Visonen: Leben auf dem Mond
  • Nasa-Visonen: Leben auf dem Mond
  • Nasa-Visonen: Leben auf dem Mond
  • Nasa-Visonen: Leben auf dem Mond

Ilo soll in der Region des lunaren Südpols aufgestellt werden. Dort ist es praktisch immer hell, was es erleichtert, das Observatorium über Solarzellen mit Energie zu versorgen. Von diesem Standort aus hat das Teleskop einen Blick auf die Milchstraße, der nicht durch die Erdatmosphäre gestört wird. Der Start des Mondteleskops ist zwischen 2016 und 2018 anberaumt.

Weltraum

Der Initiator, die International Lunar Observatory Association, ist ein nicht auf Gewinn ausgerichtetes Projekt, das von dem Unternehmer Steve Durst gegründet wurde. Zu den Unterstützern gehören unter anderem Weltraumveteran John Young, Kommandant der Apollo-16-Mission und mehrfacher Spaceshuttle-Pilot, sowie Ziyuan Ouyang, der wissenschaftliche Leiter des chinesischen Mondprogramms.