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Warum Pluto uns so fasziniert

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Von Experten aus aller Welt beäugt

Der Zwergplanet Pluto mit seinem größten Mond Charon, im Hintergrund die Sonne. Da von dem System bislang nur vergleichsweise schlechte Fotos existieren, müssen sich Planetenforschern derzeit noch mit solchen Illustrationen behelfen. Quelle: picture-alliance
Der Zwergplanet Pluto mit seinem größten Mond Charon, im Hintergrund die Sonne. Da von dem System bislang nur vergleichsweise schlechte Fotos existieren, müssen sich Planetenforschern derzeit noch mit solchen Illustrationen behelfen. Quelle: picture-alliance

Das Sonnensystem ist vor mehr als vier Milliarden Jahren entstanden und umfasst die Sonne und die sie umkreisenden Planeten sowie deren natürliche Satelliten, die Zwergplaneten und weitere Kleinkörper. In ihnen ist Materie aus jener Entstehungszeit konserviert.

„Forschungs-Ergebnisse von so weit draußen könnten uns Aufschlüsse darüber geben, wie die Erde und die anderen Planeten eigentlich entstanden sind“, sagt Rengel. Auf diese Frage hat die Wissenschaft bisher keine Antwort. In der Forschung ist man sich sicher, dass Pluto und die anderen TNO aus der gleichen Materie bestehen, wie die anderen Himmelskörper im Sonnensystem.

Entsprechend wird die Nasa-Mission „New Horizons“ von Experten aus aller Welt genau beäugt. Seit dem 19. Januar 2006 ist die Raumsonde bereits unterwegs. Ein Jahr nach dem Start passierte die Sonde den Riesenplaneten Jupiter und nimmt seitdem Kurs auf den Kuiptergürtel, den Ring, der außerhalb der Neptunbahn und damit weit entfernt von der Sonne liegt. Hier soll eben auch Pluto näher untersucht werden.

Planetenforschung Hubble-Teleskop entdeckt neuen Pluto-Mond

Klein, aber oho: Pluto ist zwar nur ein Zwergplanet, aber er hat fünf Monde. Der fünfte wurde jetzt erneut vom Weltraumteleskop „Hubble“ entdeckt - wie schon drei andere zuvor.

Für die Mission ist das Timing entscheidend. Denn Pluto zieht seinen Bahnen um die Sonne sehr exzentrisch. Dadurch kommt er der Sonne zwar auf der einen Seite bis auf 4,4 Milliarden Kilometer nahe, auf der anderen Seite kann er sich aber auch 7,4 Milliarden Kilometer entfernen. Derzeit befindet sich der Zwergplanet recht nah an der Sonne, und das ist nur etwa alle 120 Jahre der Fall.

Sieben Jahre nach dem Start der „New Horizons“ nähert sich die Sonde langsam ihrem Ziel. Zum Vergleich: Curiosity landete nicht einmal ein Jahr nach dem Start am 26. November im August 2012 auf dem Mars. Im Juli 2015 wird die Expedition zum weit entfernten Pluto ihr Ziel erreicht haben und den Zwergplaneten in etwa 9600 Kilometern Entfernung passieren. Entsprechend erfreut waren die Wissenschaftler über die Aufnahmen des Teleskops aus Hawaii vom September 2012.

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Exoplaneten

„Die neuen Resultate kommen zur rechten Zeit“, sagte Nasa-Forscher Steve Howell damals gegenüber der Presse. Anhand der jüngsten Aufnahme ließen sich die Positions- und Bewegungsdaten zu Pluto und Charon überprüfen und verfeinern. Für die Detailplanung des Vorbeiflugs der Sonde sei dieses Wissen von großer Bedeutung. Da die Raumsonde mit über 48.000 Stundenkilometern sehr schnell unterwegs ist, könnte schon die Kollision mit einem kleinen Korn die Sonde zerstören.

  • 11.02.2013, 10:24 UhrFluxkompensator

    „Und so stößt die Menschheit immer weiter in das All vor.“
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    Soviel ich weiß, hat noch keine von Menschenhand gebaute Raumsonde das Sonnensystem verlassen und ist in den interstellaren Raum vorgedrungen. Voyager 1, die am weitesten von der Erde entfernte Sonde, hatte Ende 2004 die Grenze unseres Sonnensystems erreicht und ist seitdem in der Heliohülle unterwegs.
    Voyager 1 wird um 2015 die Heliosphäre, also den Einflussbereich des Sonnenwindes, endgültig verlassen.
    Sie passiert dann die Heliopause, also den Grenzbereich, an dem der Sonnenwind aufhört und wo das interstellare Medium zu herrschen beginnt.
    In etwa 40.000 Jahren wird Voyager 1 den Stern AC+79 3888 (Sternbild Giraffe) passieren, in etwa 296.000 Jahren den Sirius.
    Voyager 1 und die Schwestersonde Voyager 2 waren 1977 im Abstand von 16 Tagen gestartet worden.