
Auf der Messe Sensor+Test in Nürnberg zeigen Fraunhofer-Forscher einen Industrieroboterarm mit sechs Gelenken, an dessen Ende sich der Fangkorb befindet. Die Besucher lenken den Arm über ein Eingabegerät, das sie in der Hand halten: Bewegen sie ihre Hand mit dem Gerät, ahmt der Roboter die Bewegung nach.
„In dem Eingabegerät befinden sich verschiedene Bewegungssensoren, auch Inertialsensoren genannt“, sagt Bernhard Kleiner, Projektleiter am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart. Die mikroelektromechanischen Systeme an sich sind kostengünstig. Die Entwicklungsarbeit der Wissenschaftler liegt in dem Zusammenspiel dieser Sensoren.
Was auf der Messe zunächst wie Spielerei aussieht, bietet zahlreiche Vorteile in der industriellen Fertigung und bei logistischen Prozessen. So könnte das System beispielsweise die Programmierung von Industrierobotern vereinfachen.
Bisher nutzt man ein Lasertrackingsystem, bei dem der Mitarbeiter die Bewegung mit einen Stab vormacht, auf dem sich ein weißer Markierungspunkt befindet. Ein Laserstrahl wird an diesem Punkt reflektiert und die Bewegung anhand des reflektierten Lichts dokumentiert.
Das System einzurichten und zu kalibrieren ist jedoch sehr zeitaufwändig. Mit dem neuen Eingabegerät soll diese Vorbereitung künftig entfallen – der Mitarbeiter nimmt sich einfach das Gerät und zeigt dem Roboter, was er machen soll.