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Sojus-Rakete: Drei Astronauten auf dem Weg zur ISS

Bilderbuchstart in den Winterhimmel: Eine russische Sojus-Rakete mit ist vom kasachischen Baikonur aus erfolgreich zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. An Bord: Ein Russe, ein US-Amerikaner und ein Niederländer.

Das Raumschiff Sojus TMA-03M beim Start vom Kosmodrom in Baikonur, Kasachstan. Quelle: dapd
Das Raumschiff Sojus TMA-03M beim Start vom Kosmodrom in Baikonur, Kasachstan. Quelle: dapd

MoskauEin Russe, ein US-Amerikaner und ein Niederländer sind an Bord einer Sojus-Rakete zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen. Das Raumschiff hob am Mittwoch bei klirrender Kälte von minus 15 Grad Celsius planmäßig um 19.16 Uhr Ortszeit (14.16 MEZ) vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab. Das russische Staatsfernsehen übertrug den Start von dem verschneiten Kosmodrom in der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik direkt.

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Die Rakete mit Oleg Kononenko, Donald Pettit und André Kuipers an Bord habe nach kurzer Zeit wie vorgesehen die Erdumlaufbahn erreicht, sagte ein Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos. Die Männer sollen an diesem Freitag an der ISS ankoppeln und bis Mai im All bleiben. In dieser Zeit ist mindestens ein Außeneinsatz geplant. Nach dem Absturz eines unbemannten russischen Raumfrachters im August war der Start der Sojus-Rakete um einige Tage verschoben worden.

Derzeit halten zwei Russen und ein US-Astronaut Wache auf dem Außenposten der Menschheit rund 350 Kilometer über der Erde. Mit dem nun gestarteten Trio erreicht die Crew wieder ihre Soll-Stärke von sechs Raumfahrern. Außer zahlreichen Experimenten an Bord soll die Mannschaft in einer spektakulären Mission eine unbemannte Raumkapsel in Empfang nehmen. Im Februar will das US-Unternehmen Space X erstmals einen privaten Raumfrachter zur ISS schicken. Bei einem erfolgreichen Manöver sollen dort künftig Plätze für Raumfahrer angeboten werden. Russland ist nach dem Aus für die US-Space-Shuttles derzeit das einzige Land, das bemannte Flüge zur ISS organisiert.

Für den niederländischen Flugingenieur Kuipers von der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa ist es sieben Jahre nach seiner ersten Reise zur ISS die zweite Mission. Auch Kosmonaut Kononenko war schon einmal auf der Raumstation, für den US-Astronauten Pettit ist es sogar der dritte Aufenthalt. Die Kosmonauten Anton Schkaplerow und Anatoli Iwanischin sowie US-Astronaut Daniel Burbank, die derzeit auf der ISS arbeiten, sollen im März 2012 zur Erde zurückkehren.

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