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Solar Ship: Luftschiff-Hybrid fliegt mit Solarantrieb

Cargolifter auf kanadisch: Das Luftfahrzeug der kanadischen Firma Solar Ship sieht aus wie ein etwas plump geratener Hängegleiter. Es soll einmal schwere Lasten in unwegsame Gebiete befördern.

Das solarbetriebene Luftschiff soll einmal schwere Lasten in unwegsames Gebiet befördern. Quelle: Solar Ship
Das solarbetriebene Luftschiff soll einmal schwere Lasten in unwegsames Gebiet befördern. Quelle: Solar Ship

BerlinDas kanadische Unternehmen Solar Ship hat ein solarbetriebenes Luftfahrzeug entwickelt, das ein Hybrid aus Flugzeug und Luftschiff ist. Seinen Jungfernflug hat das Fluggerät kürzlich absolviert

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Das Solar Ship sieht aus wie ein etwas plump geratener Hängegleiter: Es hat einen V-förmigen Flügel, unter dem eine Kabine hängt. Links und rechts von der Kabine sind zwei Leitwerke unter den Tragflächen montiert, mit denen das Gefährt gesteuert wird. Die Oberseite der Tragflächen ist mit Solarzellen ausgelegt, die elektrischen Strom für den Antrieb für einen oder zwei Propeller erzeugen.

In der Tragfläche ist eine große Kammer eingebaut, die mit Helium gefüllt wird. Das Gas ist leichter als Luft und verschafft dem Solar Ship somit statischen Auftrieb.

Allerdings dürfe daraus nicht geschlossen werden, dass es sich dabei um ein Luftfahrzeug handele, das leichter als Luft sei, schreiben die Kanadier in ihrem Blog. Tatsächlich erzeuge das Gas nicht einmal die Hälfte des Auftriebs. Das Solar Ship produziere den größeren Teil des Auftriebs durch Aerodynamik und nicht durch statischen Auftrieb. Es könne sogar ganz ohne leichtes Gas fliegen.

Kurze Landebahn

Vorteil dieser Technik ist, dass das Solar Ship nicht einfach von sich aus davonfliegen kann, etwa wenn ein starker Luftzug es erfasst. Da es auch Auftrieb durch Aerodynamik erzeuge, könne es kzudem leiner gebaut werden als ein Luftschiff und dennoch die gleiche Nutzlast tragen, so die Entwickler. Dafür braucht es eine Landebahn, die aber kürzer sein kann als die eines herkömmlichen Buschflugzeugs.

Flugzeuge und Hubschrauber

Der Prototyp namens Chui, der kürzlich seinen Jungfernflug hatte, kann eine Tonne Nutzlast 1.000 Kilometer weit transportieren. Zum Starten und Landen braucht das Solar Ship eine 100 Meter lange Bahn, die aber nicht asphaltiert sein muss.

Daneben plant das in Toronto ansässige Unternehmen zwei weitere Modelle: das kleine Caracal mit einer Nutzlast von etwa 750 Kilogramm sowie das große Frachtfluggerät Nanuq, das bis zu 30 Tonnen transportieren können soll.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Golem.de.

  • 29.10.2011, 16:11 UhrLuftikus1

    Ähnliche und bessere Konzepte, ohne Gasfüllung hatte ich schon vor 20 Jahren... Eine V-Form braucht ein Nurflügler nicht. Bei stürmischen Wetterverhältnissen sind solche Konfigurationen hilflos, es sei denn, sie werden als Groß-Luftfahrtgeräte mit genügend Vortriebspower konstruiert. Da muß man zuerst einen Investor finden, siehe Cargolifter-Desaster...

  • 28.10.2011, 08:58 UhrAnonymer Benutzer: rollin

    Das Solar Schiff braucht eine 100 Meter Start- und Landebahn, nicht 1000 Meter. Ich weiß, steht schon bei Golem falsch drin. Aber das muß man ja so nicht übernehmen. Quelle: Video und Homepage des Herstellers. Der Kommentar kann nach Korrektur gelöscht werden

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