Forschung + Innovation

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Stimmen im Kopf: Biohacker implantiert sich Ohrhörer

Der Biohacker Rich Lee hat sich Magnete in die Ohrmuscheln implantieren lassen, die als Kopfhörer dienen. Lee plant zudem, mit zusätzlichen Sensoren seine Wahrnehmung zu erweitern: Er will beispielsweise Wärme und Kälte hören.

Biohacker Rich Lee: Magneten in den Fingerspitzen und den Ohren. (Bild: Rich Lee/Screenshot: Golem.de)
Biohacker Rich Lee: Magneten in den Fingerspitzen und den Ohren. (Bild: Rich Lee/Screenshot: Golem.de)

Wenn Rich Lee unterwegs Musik hören möchte, braucht er keine Kopfhörer: Er trägt sie stets mit sich herum - sie sind in seinem Körper implantiert. Lee beschreibt sein Projekt in dem Magazin H+. H+ wird von der Organisation Humanity Plus herausgegeben, die sich nach eigenen Angaben "für die ethische Nutzung von Technologien, um die Fähigkeiten des Menschen zu erweitern", einsetzt.

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Das System besteht aus zwei Magneten, die jeweils in den Tragus eingesetzt wurde - der Tragus ist der kleine Knorpel vor dem Eingang des Gehörgangs. Hinzu kommt ein Sender in Form einer Spule, die Lee um den Hals trägt. An der Spule hängen ein Verstärker und ein Akku. Die Spule wird an ein Abspielgerät, etwa das Smartphone, angeschlossen. Das System ist weitgehend unsichtbar: Die Spule verschwindet unter dem Hemd, die implantierten Magnete sind praktisch nicht zu erkennen.

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Fingerlautsprecher

Das Magnetfeld, das die Spule erzeuge, bringe die Magneten in seinen Tragi dazu, Töne zu erzeugen, erklärt Lee in einem Video. Lee hat auch Magneten in seinen Fingerspitzen. Stecke er diese in sein Ohr, komme die Musik aus seinen Fingerspitzen, sagt er. Das sei schon "eine tolle Sache".

Lee bezeichnet sich selbst als Biohacker oder Grinder. Das Konzept von Biohacking ist, den menschlichen Körper mit Technik anzureichern, um so die Fähigkeiten, etwa die Wahrnehmung, zu verbessern oder um Defizite auszugleichen: Neil Harbisson etwa, der keine Farben sehen kann, hat mit dem Eyeborg ein Gerät entwickelt, das Farben in Klänge übersetzt: Harbisson sieht zwar keine Farben, aber dank des Eyeborgs hört er sie.

  • 06.07.2013, 12:27 UhrDoctorfromhell

    Wollen wir hoffen, dass der Gute nie in einem Tomograph untersucht werden muss ;-)

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