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Zweifel an letzter Zuflucht der Neandertaler

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Der wohl berühmteste Neandertaler: 1856 wurden diese Knochen im Neandertal bei Düsseldorf gefunden. Quelle: dpa
Der wohl berühmteste Neandertaler: 1856 wurden diese Knochen im Neandertal bei Düsseldorf gefunden. Quelle: dpa

Reichen zwei Neudatierungen wirklich aus?

Die Erhaltungsbedingungen in Spanien seien leider alles andere als zuträglich für eine Kohlenstoffdatierung, meinen die Forscher. Das könne womöglich erklären, warum gerade hier ein letzter Zufluchtsort der Neandertaler vermutet wurde.

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Urzeitliche Menschenjagd: Um an Fleisch zu kommen, stellten spanische Neandertaler-Vorfahren offenbar gezielt den Kindern ihrer Nachbarn nach. Ein Verhalten, das auch heutige Menschenaffen zeigen.

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Auch João Zilhão, Neandertalerforscher von der Universität Barcelona und prominenter Vertreter der These vom längeren Überleben der Frühmenschen in Spanien, bestätigt die Schwierigkeiten bei der Datierung von Proben aus dieser Zeit. Er hält jedoch aus genau diesem Grund die Schlussfolgerungen der Forscher für wenig überzeugend. Man könne nicht aus zwei Neudatierungen schließen, dass die Ergebnisse aller anderen Forschergruppen falsch seien – zumindest liefere die Studie keinerlei Anhaltspunkt dafür.

Urzeitwesen

Zilhão kritisiert außerdem die Auswahl der Proben: Im Fall der Höhle Jarama VI stamme der datierte Knochen nicht aus der jüngsten Schicht, bei Zafarraya sei die Schichtabfolge so durchmischt, dass man sie weder zur Bestätigung, noch zur Widerlegung der Refugiumstheorie heranziehen könne, meint der Forscher.

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Ob die Theorie eines spanischen Neandertalerrefugiums fortan ad acta gelegt gehört, wird sich wohl erst weisen, wenn weitere, mindestens ebenso sorgfältige Neudatierungen die These von Higham und Kollegen stützen.  

Quelle: Spektrum.de
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