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US-Raumfähre: Endeavour ist auf der Heimreise

Heimreise nach erfolgreicher Mission: Die US-Raumfähre "Endeavour" hat von der Internationalen Raumstation ISS den Rückflug zur Erde angetreten. Hinter ihr liegt ein eineinhalbwöchigen Besuch, der den ISS-Bewohnern unter anderem mehr Platz zum leben bescherte.

Die Endavour-Crew posiert auf diesem Foto vom Donnerstag, als das Space Shuttle noch an der ISS angedockt war. Quelle: Reuters
Die Endavour-Crew posiert auf diesem Foto vom Donnerstag, als das Space Shuttle noch an der ISS angedockt war. Quelle: Reuters

HB WASHINGTON. Der Space-Shuttle dockte am Samstagmorgen planmäßig um 1.54 Uhr MEZ ab. "Wir sehen uns dann auf dem Planeten!", funkte die Bodenkontrolle an die sechsköpfige Shuttle-Mannschaft. Die Landung ist für den frühen Montagmorgen MEZ auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral (US-Staat Florida) geplant. Nach dieser Mission soll es nur noch vier Flüge der Raumfähren geben, bevor sie gegen Jahresende eingemottet werden.

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Während des Besuchs installierten die Crews bei drei Außeneinsätzen ein neues Modul an der Station, einschließlich einer Aussichtskuppel. Die ISS ist damit zu 90 Prozent komplett. Das Modul "Tranquility" (Stille) widmeten die Astronauten ihrem 1995 gestorbenen Kollegen Charles Lacy Veach, der Anfang der 90er Jahre an zwei Flügen der Raumfähre teilgenommen hatte. In die mit sieben Fenstern ausgestattete Kuppel legte die Besatzung ein Stück Mondgestein, dass die Apollo-11-Mission mitgebracht hatte.

"Vielen Dank für die tolle Gastfreundschaft. Tut uns so leid, dass wir wegmüssen", funkte die Shuttle-Crew an ihre Kollegen von der ISS zum Abschied. "Habt noch viel Spaß mit "Tranquility"!"

Das Modul bietet den ISS-Bewohnern mehr Platz. Zudem beherbergt es hochmoderne Systeme zur Aufbereitung von Wasser und Herstellung von Sauerstoff. Die Installation war lediglich von kleineren Problemen wie einem Ammoniak-Leck an einer Kühlleitung und einem falsch montierten Geländer begleitet worden. Die US-Weltraumbehörde Nasa hatte die Mission der "Endeavour" um einen Tag verlängert, damit die Besatzung mehr Zeit für die Einrichtung des Moduls hat.

Die Raumfähre soll am Montagmorgen um 4.16 Uhr MEZ mit sechs Astronauten an Bord auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral landen. Die nächste Mission ist für den 5. April geplant. Space Shuttle "Discovery" soll dabei ein Mehrzweck-Logistikmodul mit zahlreichen Vorrichtungen für wissenschaftliche Tests zur Raumstation bringen. Die Ausrüstung ist für die verschiedenen Labors der ISS bestimmt.

Der Ausbau der Station muss bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden. Dann nimmt die Nasa nach einem Vierteljahrhundert ihre Shuttles außer Dienst - sie gelten als weltweit einzige bemannte Weltraumfahrzeuge, die auch sehr große und sperrige Güter zur ISS transportieren können. Im September werden die drei verbliebenen Raumfähren eingemottet. Die "Endeavour" soll letztmalig beim vorletzten Flug einer Raumfähre Ende Juli zum Einsatz kommen.

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