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Zukunft der Rohstoffe: Der Siegeszug des Kupfers

Schon in der Jungsteinzeit entdeckten die Menschen das Kupfer. Heute ist es aus vielen Bereichen des Lebens nicht mehr wegzudenken: Statistisch verbraucht jeder Mensch zwei Tonnen Kupfer in seinem Leben. Vorräte sind vorläufig zur Genüge vorhanden, dennoch schossen die Preise in den letzten Jahren in die Höhe. Recycling soll die Kosten reduzieren.

Schon im Altertum unverzichtbar, hat Kupfer inzwischen Einzug nahezu jeden Bereich des modernen Lebens gehalten. Quelle: dpa
Schon im Altertum unverzichtbar, hat Kupfer inzwischen Einzug nahezu jeden Bereich des modernen Lebens gehalten. Quelle: dpa

HEIDELBERG. Der Fund an der Grabungsstätte Catal Hüyük, einer Siedlung aus der Jungsteinzeit im heutigen Anatolien in der Türkei, war unscheinbar: Perlen, datiert auf das 7. Jahrtausend vor unserer Zeit. Das Material jedoch, aus dem die Schmuckstücke geformt sind, war eine Sensation: Es war Kupfer. Die Perlen gelten heute als die ältesten Kupferfunde der Welt – und viele Forscher gehen davon aus, dass das Metall sogar noch früher bekannt war.

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Die Geschichte der Menschheit ist eng mit der Verarbeitung von Kupfer verbunden. In Ägypten entdeckte man Kupferwaffen und Kupferwerkzeuge, die etwa 4000 Jahre vor unserer Zeitrechnung hergestellt wurden. In der Sahure-Pyramide im ägyptischen Abusir wurde um 2500 vor unserer Zeit eine Wasserleitung aus Kupfer verlegt. Und die Verbindung von Kupfer und Zinn gab der Bronzezeit ihren Namen.

Kupfereinsatz ist weit verbreitet

Seither hat das Metall Einzug in fast jeden Bereich des modernen Lebens gehalten. Das „Aes cuprium“, das Erz von der Insel Zypern, wie es die alten Römer nannten, steckt heute in Wasserrohren, Armaturen und Kühlgeräten, in Stromleitungen, Kabeln und Transformatoren, aber auch in Elektrochips. Industrieanlagen und Windräder enthalten das Metall ebenso wie Autos, Mobiltelefone und Computer. „Kupfer findet man heute überall“, sagt Birgit Schmitz vom Deutschen Kupferinstitut, einer Initiative deutscher und ausländischer Kupfererzeuger und -verarbeiter.

Wie groß der Bedarf an Kupfer ist, haben Mitarbeiter der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe im Jahr 2008 ausgerechnet: Jeder Mensch in Deutschland verbraucht demnach in seinem Leben etwa zwei Tonnen Kupfer. Und die Nachfrage steigt weltweit. „Gerade in Schwellenländern ist ein erhöhter Bedarf an Kupfer ein deutlicher Indikator für technischen Fortschritt“, meint Schmitz.

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