Diskussion: Kommentare zu: Uranmangel bedroht Atomindustrie

Oliver Stock, Chefredakteur Online

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Gerne kritisch. Gerne auf den Punkt - von mir aus kurz und schmerzhaft. Auch Lob würden wir annehmen. Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem wirklichen Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie möchten wahrscheinlich auch wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten. Dafür steht die Handelsblatt-Online-Redaktion. Dafür stehe ich.

Ihr
Oliver Stock
Chefredakteur Handelsblatt Online

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  • 18.02.2010, 14:55 UhrAnonymer Benutzer: Pro Kernkraft

    bei diesen ganzen Diskussionen über die begrenzten Uranmengen wird immer vergessen, dass nur 0,7% des Natururans in Form von U235 in Kernreaktoren nutzbar sind. 99,3% sind U238, und das kann nicht ohne weiteres zur Energieerzeugung eingesetzt werden.

    Reaktoren vom Tschnerobyl-Typ hatten aber auch eine brutfunktion und wandelten U238 in Plutonium um. Plutonium wurde und wird vorzugsweise zur Herstellung von Kernwaffen produziert, es kann aber auch, ggf. zusammen mit Natururan in Kernkraftwerken verwendet werden. in Hanau sollten damals brennstäbe aus solchen Gemischen hergestellt werden, die politische Situation ließ das ebensowenig zu wie den Schnellen brüter.

    Mit zunehmender Knappheit von Natururan wird man sich wieder auf diesen Prozess besinnen, ihn sicher gestalten und auf diese Weise die Nutzung der Kernspaltung zumindest theoretisch auf mehrere Tausend Jahre verlängern können. Dazu ist ja auch noch ausreichend Zeit.

    Was nun aber angegangen werden muss, und das unabhängig von der Verlängerung von Laufzeiten oder dem bau neuer KKW, ist die Endlagerung. Zumindest die Politiker in Deutschland ziehen nach meiner Meinung diese Suche nach dem besten Endlager deshalb bewusst in die Länge, weil sie die im Volk aufgeheizte Stimmung gegen Kernkraft für ihre Machterhaltung nutzen wollen.

  • 18.02.2010, 15:21 UhrAnonymer Benutzer: winter

    @pro kernkraft

    Schlimm, dass Techno-Dinosaurer wie Pro kernkraft hier die Kommentare besiedeln. Die Wahrheit für Deutschland ist einfach. Wir wollen das nicht, auch wenn noch so viele Schreiberlinge von E.On und Co hier ihre geschönten Kommentare loslassen. Was soll nach der radioaktiven Verseuchnung in Asse eigentlich hier noch passieren, dass Leute vom Schlage "pro-kernkraft" endlich mal Ruhe geben.

    Solarenergie auf jedermanns Dach, das hat Zukunft und schaffft Arbeitsplätze. E.ON baut Arbeitsplätze ab, während 300.000 Arbeitsplätze im erneuerbaren Sektor geschaffen wurden. Es wird Zeit, dass die AKW Reaktoren abgeschaltet werden und die Erlöse breit unter das Volk gestreut werden. Die Geldgier, schlimmer als bei übelsten bonibankern, ist das wahre Motiv der AKW betreiber, die es zu zähmen gilt.

  • 18.02.2010, 16:32 UhrAnonymer Benutzer: BackermeisterBullerjahn

    @ Winter
    Wer Solarenergie auf deutsche Dächer als Lösung des Energieproblems verkaufen will, outet sich als bezahlter Schreiber von bosch und anderen Solarproduzenten und schädigt nachhaltig die deutsche Wirtschaft, da
    1. wir lediglich 2000 Sonnenstunden und das vorallemim Sommer haben, wenn wir sowieso weniger Energie verbrauchen
    2. inzwischen chinesische Produzenten den deutschen Markt mit ihren Produkten überschwemmen
    3. solange es keine Speichermöglichkeit für EE diese nur zusätzliche Kosten verursacht.

  • 18.02.2010, 16:49 UhrAnonymer Benutzer: winter

    @ backermeisterbullerjahn

    nun aber mal ganz ruhig durchatmen... Herr bäckermeister. Selbst wenn ich Schreiber von bosch wäre, was nicht stimmt, wäre es auch für einen bäckermeister, wie ein gewisser bullerjahn hier sich outet, von eigenem Vorteil, sich ein PV Dach zuzulegen. Also bb, du schreibst hier gegen deine eigenen interessen, was soll das? Das ist unglaubwürdig. Warum also Geld den großen AKW betreibern schenken... oder mal anders herum gefragt: ist bb bezahlter E.ON Schreiber, der nicht anders darf, als wenig zugkräftige Argumente in die Kommentare zu schleusen?

  • 18.02.2010, 17:38 UhrAnonymer Benutzer: Plebs

    Man kann aber immer noch Uran aus Thorium erbrüten oder Uran aus dem Meerwasser extrahieren. Damit dürfte die Versorgung, bei in etwas gleichbleibendem Verbrauch, für 300-500 Jahre sicher sein.
    Kümmern wir uns doch lieber um akut anstehende Probleme...

  • 18.02.2010, 18:06 UhrAnonymer Benutzer: BackermeisterBullerjahn

    @ Winter
    Sie schreiben unter Hb Niveau. Gehen Sie zu SZ und bild. Dort kommt ihre Tonart besser an.

  • 18.02.2010, 20:03 UhrAnonymer Benutzer: winter

    @andenbackermeister

    ich hatte mir nun von einem hier hemdsärmlich Auftretenen Argumente versprochen.

    Noch mal, damit Sie das nun auch verstehen:

    PV Anlagen produzieren in 3 - 4 Jahren den Strom so günstig/teuer, wie Sie - als bäckermeister bullerjahn - privat heute beziehen. ich unterstelle, dass Sie ein homo oeconomicus sind, dann investieren Sie auch in eine PV Anlage.

    AKW betreiber und große Energieversorger gibt es hier in Deutschland nicht mehr. in der regenerativen Energiewirtschaft übernimmt der bürger die Erzeugung und das Kommando über die Energiepolitik. Sie oder ihre Kinder sind dann wahrscheinlich auch dabei.

    @ yahel

    Quatsch?

    5% der Fläche Deutschlands reichen aus, um alle Energiebedürfnisse in einer solaren Energiewqirtschaft zu decken, 10% sind überbaut. Steigen die Zellenwirkungsgarde wird es sogar noch weniger. Wir müssen solar nicht in Afrika erzeugen, denn dann macht E.On und Co wieder das Geschäft und zewar deshalb: weil die PV industrie in 10 - 20 Jahren so günstig wird, dass wir künftig erheblich mehr Energie regenerativ erzeugen und verbrauchen werden, als heute im ausgehenden atomar-fossilen Monopolzeitalter.

    bullerjahn und yahel: bauen Sie mit an einer nachhaltigen Zukunnft in Deutschland, die nachfolgenden Generationen werden es ihnen danken!

  • 18.02.2010, 23:29 UhrAnonymer Benutzer: M

    Neben den bank-Fritzen gibt es auch die FV-Fritzen, die einem eine Super-Anlage mit einer Super-Amortisation aufschwatzen wollen. Wobei man nicht weiß, wer schlimmer ist. Alle wollen doch alle nur das Eine: Dein Geld.
    Wie wären denn die letzten zwei Monate gelaufen, wenn wir nur auf unsere FV-Anlage angewiesen wären? Da hätte sich doch jeder den Arsch abgefroren. Und die Paneele solltest du des nachts noch beheizen, sonst darfst du, sollte es schneien, am kalten Wintermorgen im Kerzenschein die ungeliebte Naßrasur vornehmen.
    ich gebe zu, sollte ich eine halbe Flasche Wodka intus haben, könnte mich @winter halbwegs überzeugen.

  • 19.02.2010, 07:58 UhrAnonymer Benutzer: winter

    @M

    Eigentlich ist die Sache ganz einfach, die Anlage erzeugt Strom und liefert ins Stromnetz und das Stromnetz liefert Strom, wenn der Strombdarf da ist. Wenn man nicht investieren will, braucht man das nicht.

    Es gibt auch sonstige Fritzen hier, die trinken lieber Wodka, anstelle sich das investment mal konkret durchzurechnen und danach eine beitrag zu schreiben.

  • 19.02.2010, 13:34 UhrAnonymer Benutzer: yahel

    @ winter (8)

    „5% der Fläche Deutschlands reichen aus, um alle Energiebedürfnisse in einer solaren Energiewqirtschaft zu decken,..“

    Aus ihren beiträgen geht nicht klar hervor, wen Sie mit Strom durch PV versorgen wollen, die industrie kann es nicht sein und sollten Sie Haushalte meinen, dann hätten die in den letzten Wochen massive Probleme gehabt eine warme Mahlzeit herzustellen. Ganz abgesehen von den enormen Kosten pro kWh die eine PV-Anlage verursacht, wenn sie denn liefern kann.
    Hier einige betrachtungen, die Wissenschaftler der FNU der Uni Hamburg ermittelt haben

    Zitat
    Nennleistungeff= Nennleistung * Vollaststunden / JahresstundenEffektive Nennleistungen und spezifische investitionskosten
    Die effektive Nennleistung ist die tatsächlich im Jahresmittel erbrachte fiktive Dauerleistung in MW pro 1000 MW installierte Maximalleistung (Nennleistung)

    Primärenergie- Effektive investition Nutzungsart
    Träger Nennleistungpro kWeff
    [MW] [€]
    Kernenergie: 820 3100 Grundlast
    braun-/Steinkohle: 780 1800 Grundlast
    Steinkohle: 500 2400 Mittellast
    Erdgas: 460 1000 Mittel-/Spitzenlast
    Wasser: 330 6000 Grundlast
    Wind an Land: 170 7000 Fluktuativ
    Wind auf See: 390 8400 Fluktuativ
    biogas: 800 4400 Grundlast
    Solarpanels: 91 62000 Fluktuativ

    Die sog. „Erneuerbare Energien„ haben somit die höchsten spezifischen investitionskosten

    Zitatende

    Die CO2- Vermeidungskosten sollen ebenfalls betrachtet werden, die FNU hat hierzu ebenfalls gerechnet

    Zitat

    •biogas aus Mais Verstärkt Treibhauseffekt
    •biodiesel, Ethanol Verstärkt Treibhauseffekt
    •biogas (Mist, Gülle)130 -160 €/t -sinnvoll
    •Wind Nordsee150 -550 €/t -zu teuer
    •Wind binnenland090 -300 €/t -zu teuer
    •Solarstrom700 -1800 €/t –indiskutabel

    •Co-Verbrennung-10 -40 €/t sinnvoll und kostengünstig
    •Neue Kraftwerke-10 -40 €/t sinnvoll und beste Option

    Zitatende

    Mit PV wurden 2006 gerade einmal 2 TWh Strom erzeugt, den Rest von 627 TWh produzierten andere Energieträger, den Hauptanteil mit 167 TWh die Kernenergie, 152 TWh braunkohle, 136 TWh Steinkohle. Danach geht es nur noch 2 bzw einstellig weiter.
    Hinzu kommen bei allen betrachtungen die Kapitalkosten für die Reservekraftwerke, die dann einspringen müssen, wenn die EE versagt.

    bisher haben Sie hier nur Propaganda für PV-Anlagen verbreitet und ihre Thesen nicht einmal mit Zahlen und deren Herkunft belegt.

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