Medizin

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3D-Druck: Forscher drucken mit embryonalen Stammzellen

Forscher aus Schottland haben ein 3D-Druck-Verfahren entwickelt, das mit embryonalen Stammzellen arbeitet. In Zukunft könnten mit diesem Verfahren einmal neue Organe gedruckt werden.

Spheroide mit Stammzellen Quelle: Heriot-Watt-University
Spheroide mit Stammzellen Quelle: Heriot-Watt-University

BerlinNeue Organe aus dem Drucker als Alternative zu Spenderorganen: Das ist das Ziel eines Projekts von Forschern der Heriot-Watt University und des Biotechnologieunternehmens Roslin Cellab in der schottischen Hauptstadt Edinburgh. Sie haben ein 3D-Druck-Verfahren entwickelt, das mit embryonalen Stammzellen arbeitet.

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Der Drucker erzeugt kleine Tröpfchen, sogenannte Spheroide, aus einer Biotinte auf einer Oberfläche. Das geschieht in zwei Schritten: Zuerst wird ein kleines Tröpfchen aus Biotinte gesetzt, in dem sich eine bestimmte Anzahl von Stammzellen befindet – es können fünf oder weniger sein.

Das wird dann mit einem zweiten Tröpfchen Biotinte überlagert, in dem keine Zellen sind. In diesem Spheroid bilden die Zellen dann dreidimensionale Strukturen. Deren Größe hängt von der Größe und Form des Spheroids ab.

Es sei ihnen gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, das kontrollierbar sei und bei dem die empfindlichen Stammzellen nicht geschädigt werden, schreiben die Wissenschaftler um Wenmiao Shu in der Fachzeitschrift Biofabrication. Nach ihren Angaben ist es das erste 3D-Druck-Verfahren, das mit den empfindlichen embryonalen Stammzellen arbeitet.

3D-Druck Die ganze Welt aus dem Drucker

  • 3D-Druck: Die ganze Welt aus dem Drucker
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Früher entwickelte 3D-Druck-Verfahren verwenden Stammzellen aus der Haut oder dem Knochenmark. Die sind zwar robuster, aber es lässt sich weniger mit ihnen anfangen als mit den embryonalen Stammzellen, aus denen unterschiedliche Gewebetypen werden können.

Mit dem Verfahren kann menschliches Gewebe hergestellt werden, an dem neue Arzneimittel oder die Toxizität von Stoffen für den Menschen getestet werden sollen. In ferner Zukunft könnten damit sogar neue Organe gedruckt werden: Sie wollten das Verfahren so weiterentwickeln, dass es möglich sei, damit Organe herzustellen, die implantiert werden können, sagt Shu.

Stammzellforschung

Organe zu drucken, habe verschiedene Vorteile, erklärt der Forscher: So mache es Organspenden überflüssig. Da das Organ aus den Zellen des jeweiligen Patienten aufgebaut werde, werde auch das Problem der Abstoßung eliminiert.

Quelle: Golem.de
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