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Embryonale Stammzellen: Forschung gedeiht in ihrer Nische

Mittlerweile arbeiten rund 370 Unternehmen auf dem Feld der Stammzellen, 20 davon in Deutschland. Der größte Teil der Arbeit besteht zwar aus Grundlagenforschung, zuletzt aber gab es aber auch Fortschritte bei der praktischen Anwendung.

Die Stammzellenforschung macht Fortschritte Quelle: dpa
Die Stammzellenforschung macht Fortschritte Quelle: dpa

Manchmal wiederholt sich Geschichte. Vor knapp zehn Jahren diskutierte Deutschland darüber, ob embryonale Stammzellen für die Forschung genutzt werden dürfen. Die Argumente ähnelten stark jenen, die heute im Streit um die Präimplantationsdiagnostik vorgebracht werden: Die Gegner pochten auf den Schutz des ungeborenen Lebens, da bei dem Verfahren Embryonen "verbraucht" werden. Die Befürworter betonten den potenziellen Nutzen der neuen Therapien.

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Am Ende entschied der Bundestag, die Forschung mit embryonalen Stammzellen in engen Grenzen zuzulassen. Seither sorgt die Technologie nur noch selten für Schlagzeilen - und gedeiht in ihrer Nische. Weltweit tummeln sich nach einer Erhebung von Ulrich Gerth, Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster, mittlerweile rund 370 Unternehmen auf dem Stammzellenmarkt. Mehr als die Hälfte davon sitzt in den USA, 20 in Deutschland.

Die Wissenschaftler versprechen sich von der Forschung enorme Fortschritte für die Therapie von Krankheiten wie Diabetes, Multiple Sklerose oder Parkinson, die bislang unheilbar sind. Denn: Stammzellen können, zumindest in Tierversuchen, zerstörtes Gewebe regenerieren und die Entdeckung neuer Wirkstoffe erleichtern. Die Forschung ist allerdings noch weit davon entfernt, Leiden zu lindern. "Der größte Teil der Arbeiten ist Grundlagenforschung", sagt Gerth.

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