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Heilungschancen steigen: Aufbruchstimmung in der Krebsforschung

exklusiv Es ist noch nicht lange her, das war die Diagnose Krebs ein Todesurteil. Heute kann fast jeder zweite Krebspatient geheilt werden.

Ein Hochleistungs-Mikroskop für die Tumorforschung. Quelle: dpa
Ein Hochleistungs-Mikroskop für die Tumorforschung. Quelle: dpa

In ein paar Jahren, so prognostiziert Otmar Wiestler, Chef des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg, wird Krebs eine chronische Krankheit sein: „Viele der Tumorerkrankungen, die wir heute nicht behandeln können, werden wir dann in eine Krankheit umwandeln können, mit der man über längere Zeit gut leben kann“, sagt er.

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Die Krebsforschung ist in Aufbruchstimmung. Die Identifizierung des Genoms vor mehr als einem Jahrzehnt und die steten Fortschritte bei der Analyse des Erbguts von Krebszellen haben der Wissenschaft in den vergangenen Jahren viele neue Erkenntnisse geliefert, warum gesunde Zellen zu Krebszellen mutieren.

Die Pharmaindustrie hat sich das zunutze gemacht. Für sie hat sich das Geschäft mit Krebsmedikamenten in den letzten Jahren zu einem der attraktivsten Segmente entwickelt. Mit 56 Milliarden Dollar Umsatz ist Krebs mittlerweile das Therapiegebiet mit den größten Umsätzen. Seit 2006 hat sich die Zahl der Krebsmedikamente in der klinischen Entwicklung mehr als verdoppelt. Fast 900 Wirkstoffe werden laut Statistik der US-Zulassungsbehörde derzeit erprobt.

Und es könnten noch mehr werden, folgt man Professor Otmar Wiestler. Denn allein beim Deutschen Krebsforschungszentrum hat man in mehr als vier Jahrzehnten intensiver Forschung viele neue vielversprechende Erkenntnisse und Ideen für Therapien, Diagnosen und Anwendung gefunden, die darauf warten, in der klinischen Forschung weiter erprobt zu werden. „Um im Kampf gegen den Krebs erfolgreicher zu werden, brauchen wir mehr Partner aus der Industrie“, sagt Wiestler im Gespräch mit dem Handelsblatt.

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