Medizin

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Medizin: Neue Killerzellen sollen Krebs bekämpfen

Operation, Strahlen oder Chemotherapie: Trotz großer Fortschritte ist Krebs oft nicht heilbar. Japanische Wissenschaftler haben nun langlebige Killerzellen entwickelt, die Krebszellen erkennen und töten sollen.

Diese neuartigen Killerzellen (T-Lymphozyten), die der Körper auf natürliche Weise nicht selbst herstellen kann, sollen in Zukunft Tumorzellen erkennen und abtöten. Quelle: dpa
Diese neuartigen Killerzellen (T-Lymphozyten), die der Körper auf natürliche Weise nicht selbst herstellen kann, sollen in Zukunft Tumorzellen erkennen und abtöten. Quelle: dpa

Yokohama/CambridgeEin japanisches Forscherteam hat langlebige Killerzellen hergestellt, die neue Wege bei der Behandlung von Krebs eröffnen könnten. Die Gruppe um Hiroshi Kawamoto vom Riken Research Center in Yokohama programmierte dazu weiße Blutkörperchen zunächst in ein Art Embryonalzustand zurück, zu sogenannten induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen), und entwickelte daraus die neuen Killerzellen. Über ihre Ergebnisse berichten sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Cell - Stem Cell“.

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Killerzellen (T-Lymphozyten) gehören zum Immunsystem. Sie erkennen fremde Organismen oder kranke Zellen im Körper und können sie abtöten. Auch Krebszellen können von den Killerzellen erkannt und zerstört werden, weshalb diese Zellen schon seit Jahren im Fokus der Krebsforschung stehen.

Medizin Nobelpreis für die Stammzellforschung

Der Medizin-Nobelpreis 2012 geht an den Briten John B. Gurdon und den Japaner Shinya Yamanaka. Geehrt werden sie für Arbeiten, die den umstrittenen Einsatz embryonaler Stammzellen in der Medizin überflüssig machen.

Bisher war eine effiziente Krebstherapie in den meisten Fällen jedoch nicht möglich, da Anzahl und Lebensdauer der Killerzellen für eine erfolgreiche Behandlung nicht ausreichten. Dem Forscherteam aus Japan ist es nun im Labor gelungen, die Lebensdauer der Killerzellen deutlich zu erhöhen.

Als Ausgangsmaterial standen dem Team um Kawamoto T-Lymphozyten zur Verfügung, die spezifisch eine bestimmte Art von Hautkrebszellen erkennen. Im Labor wurden die T-Zellen durch Zugabe verschiedener Faktoren zunächst in iPS-Zellen zurückprogrammiert und später in die neuartigen Killerzellen verwandelt.

  • 04.01.2013, 09:06 UhrMannDesFriedens

    Ich kann ja verstehen, dass Biologen und Mediziner vor allem Dinge erforschen, mit denen sich Geld verdienen läßt. Trotzdem wird dieser Weg nicht erfolgreich sein. Seit mehr als 50 Jahren tauchen Meldungen auf zu neuen Krebsmitteln. Null Erfolg.
    Es ist richtig, dass unser Immunsystem Krebszellen eleminiert. Die herkömmliche Krebstherapie zerstört unser Immunsystem und sorgt dafür, dass die Wahrscheinlichkeit, wieder Krebs zu bekommen, nachdem der Tumor entfernt ist, extrem ansteigt.

    Der beste und sicherste Weg einer Krebstherapie ist das Immunsystem optimieren. Das geht über die Lebensweise:
    Kein Alkohol, keine Drogen, mind. 80% oder mehr der Nahrung die man isst, roh essen (Obst, Gemüse und Nüsse). Kein Fleisch, Fisch, Geflügel oder wenn dann nur von Tieren, die absolut natürlich leben und nur minimal, also zu Feiertagen usw.) Wenigstens 1 mal die Woche einen Fastentag (nur Wasser) damit der Körper sich besser reinigen kann. Wenigstens einmal im Monat 4-6 Tage absolut 100% roh am besten als Saftkur.

    Bei akuter Gefährdung möglichst 100%, möglichst viel durchgemixtes Obst und Gemüse um die Aufnahme von Vitalstoffen zu erleichtern.

    Diese Lebensweise ist kein Verzicht, da man mehr bekommt als man aufgibt. Leider verdient damit keiner Geld und daher hat kein Arzt, kein Biologe und natürlich keine Pharmaindustrie Interesse daran, so etwas zu empfehlen. Halbherzige Tipps wie 5 Portionen Obst am Tag sind lächerlich. Damit wird in keiner Weise die ansonsten falsche Ernährung ausgeglichen.

    Natürlich ist es kein Allheilmittel aber die Wahrscheinlichkeit, Krebs zu bekommen, dürfte bei einer solchen Lebensweise um mind. 50% sinken womit man wesentlich mehr Menschen retten könnte als mit allen aktuellen Behandlungsmethoden zusammen. Und das kostenlos und ohne Einschränkung der Lebensqualität. Da diese Lebensweise gleichzeitig Herz-Kreislaufkrankheiten verhindert werden extrem viele Krankheiten dadurch verhindert. Es lohnt sich umzudenken.

  • 04.01.2013, 10:35 Uhronkologe

    @MannDesFriedens
    Sie schreiben: 'Seit mehr als 50 Jahren tauchen Meldungen auf zu neuen Krebsmitteln. Null Erfolg.'
    Tut mir leid, es Ihnen so offen sagen zu muessen, aber Sie haben offensichtlich keinen blassen Schimmer wovon Sie reden. Informieren Sie sich erst mal...
    Zu Ihrem Punkt der gesunden Ernaehrung kann ich Ihnen als Onkologe (der taeglich Patienten behandelt) nur zustimmen.

  • 04.01.2013, 11:07 UhrMannDesFriedens

    @Onkologe
    Ich kann weder erkennen, dass die Anzahl der Krebserkrankungen noch die Anzahl der Krebstoten spürbar zurückgegangen ist. Die rein willkürliche Grenze von 5 Jahren, nach der man als geheilt gilt, kann man durch eine möglichst frühe Behandlung statistisch verbessern, denn natürlich überleben Patienten eher die ersten 5 Jahre wenn man schon behandelt, wenn der Krebs noch "klein" ist. Das hat aber kaum Auswirkungen, wenn man die Zeitspanne nach der Behandlung auf 15 Jahre oder mehr hochschraubt.

    Insofern sehe ich nicht, welche verbesserten Heilungschancen die neuen Mittel der letzten 50 Jahre wirklich gebracht haben. Das man heute genauer bestrahlt ändert nichts daran, dass Strahlung immer noch krebserzeugend ist. Das man heute besser operieren kann, ändert nichts an den Zahlen. Was sich verbessert hat ist das die Behandlung nicht mehr so viele Nebenwirkungen hat wie vor 50 Jahren. Und ob die flächendeckende Impfung von Gebärmutterhalskrebs auf lange Sicht Vorteile bringt, wird man erst noch sehen.
    Ich kenne sehr wohl viele "Verbesserungen" ich messe dies aber an der allgemeinen Situtation und sehe nicht, dass es durchschlagende Erfolge gibt.

    http://www.krebsgesellschaft.de/krebshaeufigkeit,11267.html

    Leider gibt es immer noch nicht ein zentrales Register. Fragt sich, wer ein Interesse daran hat, zu verhindern, dass deutliche Zahlen genannt werden.

    Was ebenfalls ein Problem ist. Wenn jemand Brustkrebs hat, behandelt wird und dann 8 Jahre später Darmkrebs bekommt, dann spricht man von einer neuen Krankheit und sagt, der Brustkrebs ist geheilt. Das ist Augenwischerei. Krebs ist eine Entartung der Zellen und trifft immer die schwächste Stelle im Körper. Der "neue" Krebs ist der alte Krebs, nur das er sich ein neues Ziel gesucht hat. Von geheilt kann nicht die Rede sein.

    http://de.statista.com/statistik/daten/studie/172573/umfrage/krebstote-in-deutschland/
    Dies zeigt, in den letzten 10 Jahren keinerlei Fortschritt!

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