Medizin

_

Weiterer Infizierter: Weltgesundheitsorganisation warnt vor Coronavirus

Die WHO warnt vor der Ausbreitung eines neuen Virus, der dem SARS-Erreger sehr ähnlich ist. Er hatte vor zehn Jahren die Welt in Schrecken versetzt. Es gibt Indizien für eine Übertragung von Mensch zu Mensch.

Coronavirus unter dem Mikroskop. Quelle: ap
Coronavirus unter dem Mikroskop. Quelle: ap

GenfNach dem Bekanntwerden einer weiteren Infektion mit dem neuen gefährlichen Coronavirus in Großbritannien hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu Wachsamkeit aufgerufen. Der aktuelle Fall sei ein weiteres Indiz, dass eine Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch möglich sein könnte, erklärte die WHO am Samstagabend in Genf.

Anzeige

Eine solche direkte Ansteckung sei zwar bislang nicht nachgewiesen worden, jedoch sei Vorsicht geboten. In allen Staaten sollten Gesundheitseinrichtungen Patienten mit unerklärbaren Lungenentzündungen oder schweren Atemwegserkrankungen und ungewöhnlichen Symptomen auf das neue Coronavirus (NCoV) testen, empfahl die WHO. Am Freitag hatten die britischen Gesundheitsbehörden bekanntgegeben, dass sich ein drittes Mitglied einer Familie mit dem sogenannten Coronavirus infiziert hat.

Coronaviren werden für die meisten Erkältungen verantwortlich gemacht. Sie können aber auch SARS verursachen: Das Virus ist mit dem SARS-Erreger verwandt, der vor zehn Jahren die Welt in Schrecken versetzte. Damals registrierte die WHO rund 8000 Fälle, etwa 800 Menschen starben an der Lungenkrankheit SARS.

Weltweit wurden bislang zwölf Infektionen mit dem NCoV gemeldet, vor allem in Ländern des Nahen Ostens. In Großbritannien war es der dritte Fall. Die erkrankte Person gehört zu einer Familie, in der es zuvor zwei Ansteckungsfälle gab. Der Krankheitsverlauf sei bei den Betroffenen relativ milde, Lebensgefahr habe nicht bestanden.

Das erste Familienmitglied, das sich infiziert hatte, war zuvor in den Nahen Osten und nach Pakistan gereist. Die beiden Verwandten waren nicht verreist. Von den zwölf registrierten Infizierten starben fünf - drei in Saudi-Arabien und zwei in Jordanien.

  • 19.02.2013, 08:39 UhrMarow

    Naja die Pharmaindustrie muss ja wieder Geld verdienen ......erst Viren freisetzen und dann Panik verbreiten , Leute es geht immer nur ums Geld , was ist das für eine korrupte Welt, denkt mal drüber nach

  • 18.02.2013, 16:00 UhrRelativ

    3900 Verkehrstote im Jahr in Deutschland! Da sehen 800 Tote einer Virenerkrankung weltweit echt wenig dagegen aus... Mein ja nur!

  • 18.02.2013, 11:56 UhrOckhams_Rasiermesser

    Die Vorkommentatoren sollten mal ihren menschenverachtenden Müll den Erkrankten direkt ins Gesicht sagen.

  • Die aktuellen Top-Themen
Mikroskopie: Bilder aus der Mikrowelt

Bilder aus der Mikrowelt

Jenseits dessen, was das Auge noch auflösen kann, verbirgt sich eine Welt voller Wunder. Bunte Zwerge, Nano-Blumen und winzige Formel-1-Boliden - unsere Auswahl zeigt einige der spektakulärsten Bilder aus der Mikrowelt.

Grams: Eine Suchmaschine für Waffen und Drogen

Eine Suchmaschine für Waffen und Drogen

Sie sieht aus wie Google und funktioniert auch so: Die Suchmaschine Grams könnte eine nützliches Werkzeug für all jene sein, die sich im Deep Web bewegen. Doch leider sucht sie vor allem nach Drogen und Waffen.

Mit dem Jobturbo durchsuchen Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen in 36 deutschen Stellenbörsen.
Diese Jobs suchen die Handelsblatt-Leser:
1. Ingenieur   6. Bauingenieur
2. Geschäftsführer   7. Marketing
3. Financial Analyst   8. Jurist
4. Controller   9. Volkswirt
5. Steuerberater   10. Designer