LondonVom Telefonieren mit den Handy könnte eine Gesundheitsgefahr ausgehen, denn Handystrahlung ist "möglicherweise krebserregend" - zu diesem Schluss kommt eine Expertengruppe der Internationalen Agentur für Krebsforschung IARC in Lyon. 31 Fachleute aus 14 Ländern hatten dort rund eine Woche lang "nahezu sämtliche verfügbaren wissenschaftlichen Belege" ausgewertet, wie das Krebsforschungsinstitut der Weltgesundheitsorganisation WHO am Dienstag zum Abschluss der Beratungen mitteilte.
Der internationale Verband der Mobiltelefon-Produzenten CTIA wies den Bericht zurück. Die IARC-Analyse sei nicht aussagekräftig. "Die IARC hat eine ganze Reihe Beurteilungen durchgeführt und in der Vergangenheit beispielsweise auch eingelegtes Gemüse und Kaffee so eingestuft", heißt es in einer am Dienstag in Washington veröffentlichten Erklärung von CTIA-Vizepräsident John Walls.
Bei der IARC-Analyse ging es um hochfrequente elektromagnetische Strahlung, wie sie von Handys, aber auch von Rundfunk und Radar benutzt wird. Ein Krebsrisiko durch Handys kann demnach nicht ausgeschlossen werden. "Es ist im Moment nicht eindeutig belegt, dass die Nutzung von Mobiltelefonen Krebs bei Menschen auslösen kann", erläuterte Kurt Straif, Vorsitzender des Monografien-Programms der IARC, in dem bereits mehr als 900 mögliche Krebsauslöser bewertet worden sind.
Dennoch entschlossen sich die Fachleute zur Einstufung der Strahlung als "möglicherweise krebserregend" ("possibly carcinogenic"), da es begrenzte Hinweise auf ein erhöhtes Auftreten bestimmter Hirntumore (Gliome) bei Intensiv-Handynutzern gebe. Auf welche Weise die Strahlung Krebs auslösen könnte, ist ungeklärt. "Die Mechanismen bleiben eine offene Frage."
"Das Ergebnis bedeutet, dass es ein Risiko geben könnte, und wir müssen deshalb genau nach einer Verbindung zwischen Mobiltelefonen und Krebsrisiko Ausschau halten", betonte der Vorsitzende der Expertengruppe, Jonathan Samet von der Universität von Südkalifornien. Die Fachleute schreiben, es seien weitere Studien nötig, auf deren Grundlage das Krebspotenzial der Strahlung in einigen Jahren erneut bewertet werden soll.
Studie zu Mobilfunksendern und Krebs:
Dode AC, et al, Mortality by neoplasia and cellular telephone base
stations in the Belo Horizonte municipality,
Minas Gerais state, Brazil, Sci Total Environ (2011),
doi:10.1016/j.scitotenv.2011.05.051
Volltext: http://www.emrsa.co.za/documents/brazilresearch.pdf
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21741680
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Handystrahlung, Hochspannungsleitung oder Solarkollektoren auf den Dächern sind Strahlungsquellen. Aber die Entscheidung, ob man sich diesen aussetzt liegt doch weitgehend bei den Nutzern. Er kann sich doch mehr oder weniger fern halten. Und was politisch nicht sein darf und dem Zeitgeist nicht hörig, wird einfach in der Presse ausgeblendet. Problematisch wird es doch erst dann, wenn die Ökodiktatur die Installationen vorschreibt. Heute wird noch keiner gezwungen sich starken Strahlungsquellen auszusetzen und eine naturliche Grundstrahlung existierte schon immer. Es ist wohl wie mit dem Alkohol: auf die Menge in welcher Zeit kommt es an und für Solardächer gilt doch auch in der Regel: Gier frisst Hirn - hier leider wörtlich genommen.
Nun, da die Kernkraft als Gegenstand von German Angst nahezu auszufallen droht, muss natürlich schnell eine neue Sau durchs Dorf getrieben werden. Dabei ist doch völlig klar, dass die Quasselstrippen, die nur noch mit Handy am Ohr rumlaufen, ohnehin bald das zeitliche segnen werden - entweder sie werden überfahren oder sie fahren eigenhändig gegen einen Baum, weil dauernd abgelenkt. Sie werden also schon statistisch gar nicht alt genug für einen anständigen, von der bösen Strahlung verursachten Hirntumor. Für alle, die den Handy-Gebrauch auf etwa 14 Stunden pro Tag begrenzen können, gilt: Sie bekommen eine Strahlendosis ab, die etwa einem 1-stündigen Spaziergang an der Nordsee entspricht, was selbstverständlich völlig ungefährlich ist. Klingt nicht so aufregend, ist aber Fakt. Aber wer will sich schon von simplen Fakten die ganze schöne Angst versauen lassen?
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