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Schneller schlau: Wann ist das erste Elektroauto gefahren?

Unter Strom - Schneller schlau, die tägliche Portion Wissen.

Tanken an der Steckdose ist ein historisches Thema: Seit mehr als 100 elektrisiert die Frage nach dem besten Antriebsprinzip die Autobauer. Quelle: Reuters
Tanken an der Steckdose ist ein historisches Thema: Seit mehr als 100 elektrisiert die Frage nach dem besten Antriebsprinzip die Autobauer. Quelle: Reuters

Wann das erste benzingetrieben Auto ins Rollen kam wissen wir: Carl Benz ruckelte am 3. Juli 1886 in Mannheim zum ersten Mal mit seinem "Patent-Motorwagen" über die Straßen. Ein wenig schwieriger gestaltet sich die genaue Datierung der ersten Fahrt eines Elektroautos. Klar ist nur: Bereits vor Carl Benz ersten Fahrversuchen mit Verbrennungsmotoren wurden Fahrzeuge mit Strom betrieben.

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Ein Schotte namens Thomas Davidson soll bereits Mitte der 1830er Jahre erste Experimente in diese Richtung gemacht haben. 1855 habe er dann ein erstes batteriebetriebenes Fahrzeug konstruiert. Davor soll Davidsons Landsmann Robert Anderson 1839 bereits eine kurze Strecke in einem Elektroauto gefahren sein. Bis dahin sind das alles Spekulationen. Was jedoch als sicher gilt ist, dass es 1881 ein elektrisches Drei-Räder-Fahrzeug gab. Der Ingenieur Gustave Trouvé stellte es auf der Internationalen Elektrizitätsausstellung in Paris vor.

Erstaunlich ist, dass in den Anfängen der automobilen Geschichte die Elektrofahrzeuge mindestens ebenso beliebt waren, wie die Benziner. Zum einen war es angenehmer in einem leisen, eleganten Gefährt über die Straßen zu gleiten, als in einer lauten, stinkenden Motorkutsche durch die Gegend zu holpern. Zum anderen waren die Batteriefahrzeuge anfangs auch deutlich schneller. Bereits 1899 stellte der Belgier Camille Jenatzy den damaligen Geschwindigkeits-Weltrekord von 105,88 Kilometer pro Stunde in einem Elektroauto auf.

Warum der Verbrennungsmotor dann doch das Rennen um die Vorherrschaft unter den Fortbewegungsmitteln gewann ist die höhere Reichweite. Die Reichweite eines Batteriemotors war extrem klein und das Aufladen eine langwierige Prozedur. Besonders bei den um 1900 beliebten Autorennen wurden die Strecken immer länger und damit der Elektromotor immer nutzloser.

Den vorläufigen Todesstoß für den Strommotor setzte dann ausgerechnet eine elektrische Erfindung. Der elektrische Starter für Benzinmotoren bereitete dem lästigen Ankurbeln ein Ende. Und behob damit den größten Nachteil des Verbrennungsmotors. Als 1912 die ersten Fahrzeuge mit dieser Technik auf den Markt kommen ist das Schicksal des elektrischen Automobils vorläufig besiegelt. Bis ein neues Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz in den letzten Jahren eine Renaissance des Elektroautos einläutete.

  • 26.07.2010, 09:31 UhrAnonymer Benutzer: Gustav

    Wie sind denn die Elektroautos von damals aufgeladen worden?

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