
Als „Nebelscheinwerfer“ des Weihnachtsmanns gehört Rentier Rudolph zum klassischen Personal des US-Weihnachtsfestes. Und auch hierzulande ist das Tier, dessen rote Nase den Weg des Geschenkeschlittens ausleuchtet, dank des Weihnachtslied-Klassikers von Country-Legende Gene Autry eine feste Größe geworden. Grund genug für Forscher aus Norwegen und den Niederlanden, sich einmal mit den biologischen Fakten hinter dem legendären Weihnachtsboten zu befassen.
Wie sie im renommierten „British Medical Journal“ berichten, nahmen sie die Riechorgane von sechs Menschen und zwei Rentieren unter die Lupe. Dabei stellten sie fest, dass die Nasen von Rentieren ein Viertel mehr Blutäderchen enthalten als die von Menschen. Das sorgt für besonders gute Durchblutung.
Außerdem weisen Rentiernasen eine höhere Dicht von Schleimdrüsen auf, die ihnen auch bei extremen Temperaturen ein optimales Nasenklima gewährleisten. All dies sorgt dafür, dass die tierischen Riechorgane besonders gut durchblutet werden. Infrarot-Aufnahmen, die die Forscher von einem Rentier machten, das sich zuvor körperlich angestrengt hatte, untermauerten diese Erkenntnis.
„Rudolfs Nase ist rot, weil sie besonders viele rote Blutkörperchen enthält“, fassen die Forscher ihre Erkenntnis zusammen. Dank des dichten Netzes an Blutäderchen in seiner Nase sei das Rentier „anatomisch und physiologisch“ geeignet, seinen Aufgaben als fliegender Begleiter des Weihnachtsmanns nachzukommen.