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Schneller schlau: Warum können Pinguine nicht fliegen?

Keine Kompromisse - Schneller schlau entführt Sie in die Welt des Wissenswerten.

Fliegen ist nicht so ihr Ding, dafür sind Pinguine besonders geschickte Schwimmer. Quelle: dpa
Fliegen ist nicht so ihr Ding, dafür sind Pinguine besonders geschickte Schwimmer. Quelle: dpa

Tauchen und Fliegen  - das passt in der Natur offenbar nicht gut zusammen, wie das Beispiel des Pinguins zeigt. Dass er zu den gewandtesten Jägern unter Wasser zählt, verdankt er nicht zuletzt seinen Flügen, die besonders gut ans Schwimmen angepasst sind. Dafür haben sie jede Fähigkeit verloren, den schweren Vogel in die Luft zu heben. Warum das so ist, haben kanadische Forscher an zwei anderen Seevogelarten untersucht.

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Die Forscher um Kyle Elliot von der University of Manitoba erforschten an Dickschnabellummen (Uria lomvia) und an Meerscharben (Phalacrocorax pelagicus), welchen Energieaufwand die Tiere zum Tauchen beziehungsweise zum Fliegen benötigen. Die Dickschnabellummen nutzen ähnlich wie Pinguine ihre Flügel zum Antrieb unter Wasser. Die zu den Kormoranen gehörenden Meerscharben bewegen sich beim Tauchen dagegen mit Hilfe ihrer Füße fort.

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Beide Arten von Seevögeln aber haben beim Fliegen sehr hohe Energiekosten - genau genommen die höchsten, die je bei einem Wirbeltier gemessen wurden, wie die Untersuchungen belegten. Besonders schwer hatten es die Dickschnabellumen: Ihr Energieaufwand beim Fliegen war noch um ein Drittel höher als die auf dem Körperbau basierenden biomechanischen Berechnungen vorhergesagt hatten.

Dies deute auf eine geringe Muskel- oder mechanische Effizienz hin, schreiben die Forscher. Die Flügel trügen beim Fliegen die höchste je bei einem flugfähigen Vogel gemessene Flächenbelastung.

Beim Tauchen hingegen schnitten die Dickschnabellumen besser ab. Ihre Energiekosten waren mit ihren „Flügelflossen“ deutlich geringer als bei den mit ihren Füßchen rudernden Meerscharben. Allerdings lagen sie immer noch deutlich über denen von Pinguinen.

Die Vögel im lustigen Frack-Outfit haben eben alle Kompromisse hinter sich gelassen: Ihre Flügelform ist so gut an das Tauchen angepasst, dass Fliegen für die Tiere keine Option mehr darstellt.

  • 22.05.2013, 07:35 Uhrmondahu

    Der Ingenieur kann da nur lächeln, denn es bestätigt nur längst bekanntes. Vielseitigeit kostet Effizienz.
    Man denke an Autos, die auch fliegen oder schwimmen, Flugzeuge, die wie Hubschrauber starten und landen, oder amphibisch sind. Alles Kompromisse, die am Ende nichts richtig können.

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