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Schneller schlau: Warum lohnt sich Altwerden für Wespen besonders?

Sollen doch die anderen schuften - Schneller schlau entführt Sie in die Welt des Wissenswerten

Die Arbeitsteilung im Wespenstaat hängt eng mit der Frage des Alters zusammen. Quelle: AP
Die Arbeitsteilung im Wespenstaat hängt eng mit der Frage des Alters zusammen. Quelle: AP

Wer im Wespenstaat welche Arbeit zu verrichten hat, ist genau geregelt. Ganz oben thront die Königin, deren einzige Aufgabe es ist, Nachwuchs zu produzieren. Pflege und Aufzucht der Jungtiere überlässt sie den übrigen Wespen.

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Wobei sich letztere die Arbeit allerdings nicht gerade gerecht teilen: Während einige Tiere schuften müssen, halten sich andere vornehm zurück und investieren nur wenig Energie in die „Jugendarbeit“.

Lange glaubten Forscher, der Grad des Einsatzes hinge mit dem Verwandtschaftsverhältnis zusammen, das zwischen Nachwuchs und erwachsenem Tier besteht. Enge Verwandte der Königin sollten demnach mehr Eifer zeigen, da sie so mittelbar einen Teil der eigenen Gene – repräsentiert im Erbgut des Nachwuchses – unterstützen.

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Tatsächlich lässt sich das Phänomen jedoch, das haben Untersuchungen gezeigt, auf diese Weise nur zu etwa zehn Prozent erklären. Forscher des University College London suchten deshalb nach anderen Erklärungen. Sie untersuchten Wespen der Art L. flavolineata, bei denen jeweils das älteste Tier als Königin fungiert. Stirbt sie, rückt automatisch die in der Altershierarchie folgende Wespe in das „höchste Staatsamt“ auf.

Die Forscher beobachteten, dass sich vor allem jüngere Tiere, die kaum Aussicht auf „Beförderung“ hatten, bei der Brutpflege ins Zeug legten. Mit zunehmendem Alter dagegen sank die Bereitschaft, Futter zu holen oder das Nest zu säubern, drastisch.

Offenbar dämpfte die Aussicht, selbst zur Königin mutieren zu können, die Bereitschaft, Energie in fremden Nachwuchs zu investieren. Zumal die Königin selbst in Form einer höheren Lebenserwartung von ihrer Position profitiert.

Verkleinerten die Forscher allerdings die Alterspyramide drastisch, indem sie nur die Königin und ihre älteste Arbeiterin im Nest beließen, änderte sich das Bild: Die Dienerin entwickelte plötzlich einen wahren Feuereifer bei der Nachwuchspflege. Im Wespenstaat zumindest, das zeigt dieses Beispiel, rangiert das Staatswohl noch vor der eigenen Karriere.

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