
Schnecken sind nicht unbedingt als Kenner von Kakaoprodukten bekannt. Lieber machen sie sich – je nach Art – über Grünzeug her oder erlegen mit ausgeklügelten Jagdtechniken Beutetiere, die sie anschließend genüsslich verzehren. Doch der Ausflug ins Reich der Süßigkeiten würde sich für die Weichtiere durchaus lohnen, wie kanadische Biologen jetzt ermittelten. Denn Schokolade scheint Schnecken schlauer zu machen.
Lee Fruson und Ken Lukowiak von der University of Calgary machten sich für ihre Untersuchung die besondere Atemtechnik von Spitzschlammschnecken (Lymnaea stagnalis) zunutze. Normalerweise atmen die Tiere durch die Haut, wenn dies jedoch in sauerstofflosen Gewässern nicht möglich ist, fahren sie eine Röhre mit Atemloch aus, mit dem sie über Wasser nach Luft schnappen. Klopft man jedoch sachte auf dieses sogenannte Pneumostom, verschließen die Schnecken das Atemloch.
Die Biologen trainierten die Schnecken nun, damit sie auch im Wasser das Atmungsorgan geschlossen hielten. Das gelang zwar recht gut, doch ging das antrainierte Verhalten unter normalen Bedingungen rasch wieder verloren, wenn das Training ausgesetzt wurde. Im Schnitt reichte das „Schneckengedächtnis“ nur etwa drei Stunden weit.
Mischten die Wissenschaftler allerdings einen typischen Inhaltsstoff von Bitterschokolade namens Epicatechin ins Wasser, verbesserten sich die Gedächtnisleistungen der Weichtiere dramatisch. Unter dem Einfluss dieses sogenannten Flavonoids wussten die Testteilnehmer noch nach einem Tag, dass sie auf ein Klopfzeichen hin ihr Atemloch geschlossen halten sollten.
Verdoppelten die Biologen zusätzlich noch die Zahl der Trainingseinheiten, konnten sich die Schnecken sogar noch nach drei Tagen an das erlernte Verhalten erinnern. Und diese Erinnerung ließ sich unter Epicatechin-Einfluss auch nicht mehr löschen: Die beiden Biologen scheiterten beim Versuch, sie durch ein neu erlerntes Verhalten zu ersetzen, bei dem die Schnecken das Atemloch öffnen durften – die zuerst erzeugte Erinnerung hatte sich zu tief eingebrannt.

Ist das nicht eher ein Beweis für die Blödheit der mit Kakao gefütterten Schnecken? Immerhin wollen sie doch atmen :)
Die Schlussfolgerung der Studie scheint mir ein bißchen weit/daneben gegriffen zu sein.

Ach so, Sie meinen es handelt sich nicht um ein Drama? Also muss es ein Drast sein.
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